Beste Wettstrategien für Sportwetten in der Schweiz – der ehrliche Kostenvergleich

Updated Oktober 2026
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Ein Taschenrechner und ein Bleistift liegen auf kariertem Papier neben einer Tasse Kaffee, ein Fensterplatz mit Tageslicht.

Oktober 29, 2026 – geprüft gegen die Bewilligungs- und Sperrlisten-Angaben der Gespa sowie die veröffentlichten Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos und Loterie Romande.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Sportwetten in der Schweiz fangen nicht mit einer Strategie an. Sie fangen mit einer Wohnadresse an.

Wer in Zürich oder Bern wohnt, landet bei Swisslos und dem Produkt Sporttip. Wer in Lausanne oder Genf wohnt, landet bei der Loterie Romande und Jouez Sport. Das ist kein Marketingnachteil, das ist der ganze Markt: Die Kantone haben die Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Ein Konto lässt sich nur mit Wohnsitz im jeweiligen Gebiet eröffnen. Wer sein Glück bei einem ausländischen Anbieter sucht, spielt nach dessen Hausregeln, ohne Schweizer Beschwerderecht, ohne Anschluss an das Sperrregister – mit allen Kosten, die daraus entstehen, und ohne dass diese Kosten je auf dem Wettschein stehen.

Darum geht es auf dieser Seite: nicht darum, welche Strategie gewinnt. Sondern darum, was jede kostet. Ein Value-Bet kostet Geduld und Nerven. Dutching kostet Quote. Die Doppelte Chance kostet Rendite. Ein Kombiboost kostet Einsatzhöhe. Und jede einzelne Strategie kostet etwas, das sich als Zahl ausdrücken lässt, wenn man hinschaut.

Wer eine Strategie sucht, die aus CHF 100 verlässlich CHF 200 macht, wird sie hier nicht finden. Wetten sind kein Einkommen, und niemand kann ein Ergebnis vorhersagen. Wer dagegen wissen will, wie er sein Geld einteilt, wann eine Quote gut ist und was ein Freiwett-Angebot tatsächlich hergibt, ist richtig.

Grundlagen: Wie aus Quote, Einsatz und Erwartung eine Rechnung wird

Vor jeder Strategie steht eine Zahl, die viele übersehen: die Auszahlungsquote eines Marktes.

Ein Handballtor in einer leeren Sporthalle, der Ball liegt im Torraum und das Hallenlicht spiegelt sich im Parkett.
Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300'000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1'000'000.

Zwei Quoten von je 1.90 auf Heim und Auswärts sind ein sauberes Beispiel – ein Rechenbeispiel, kein irgendwo abgelesener Preis. Kehrt man beide um und addiert, kommt man auf etwa 1’053. Die Auszahlungsquote des Marktes liegt also bei rund 95 Prozent. Der Rest, etwa 5 Prozent, ist der Anteil, den der Buchmacher von jedem eingesetzten Franken behält, egal wie das Spiel ausgeht. Diese Grössenordnung gilt für einen Zweiwegemarkt mit zwei gleich hohen Quoten – bei anderen Quoten und anderen Märkten verschiebt sie sich, und Schweizer Anbieter veröffentlichen ihre Quotenschlüssel nicht als feste Grösse. Sie schwankt je nach Markt und je nach Wettbewerb, mal knapp unter, mal deutlicher über fünf Prozent. Wer eine Strategie rechnet, ohne diesen Posten einzubeziehen, rechnet gegen sich selbst.

Der Schweizer Weg zu dieser Strategie führt deshalb über die Kosten, nicht über die Trefferquote.

Fangen wir bei dem an, was am Wettschein tatsächlich passiert. Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Das klingt nach Kleinkram und ist keiner: Die Abrundung läuft immer gegen den Wettenden, nie für ihn.

Ein Beispiel. Wer CHF 10 auf eine Quote von 2.10 setzt, rechnet mit CHF 4 Gewinn und bekommt einen Gewinnbetrag von CHF 21, auf die nächsten fünf Rappen abgerundet. Bei einer Kombination multipliziert sich die Quote mit jeder weiteren Voraussage, und die Abrundung addiert sich über alle Legs. Wer zehn Kombinationen im Jahr spielt, verliert darüber nicht sein Haus, aber es ist ein weiterer Posten, der grundsätzlich nur in eine Richtung wirkt.

Dazu die Limiten, und die sind der eigentliche Kostenfaktor. Der Mindesteinsatz einer Sporttip-Einzelwette oder Kombiwette liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000. Für eine Systemwette geht es bis CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird gar nicht erst angenommen. Der Höchsteinsatz ist damit keine Zielmarke, sondern eine Decke – bei Jouez Sport sieht das anders aus, und die Zahlen dort fallen deutlich höher aus.

Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000, und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst dort 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Zwei sehr unterschiedliche Deckel für zwei Anbieter, die demselben Gesetz unterstehen.

Was das für die Praxis heisst: Wer seine Strategie an einem Gewinnziel aufhängt, muss sich die Obergrenze des Anbieters ins Gedächtnis rufen. Eine Kombination mit acht Legs auf hohe Quoten kann rechnerisch auf sechsstellige Gewinne laufen – und läuft dann gegen CHF 300’000. Nicht weil etwas schiefging, sondern weil eine Zeile im Reglement es so will.

Was eine Wette nach Schweizer Regeln überhaupt ist

Der Rahmen ist eng, und das ist gut so. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz. Die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern. Nicht die ESBK – die ist für Casinos zuständig, und wer nach einem Ansprechpartner für Sportwetten sucht, verliert bei der falschen Behörde Zeit.

Eine Bewilligung braucht zweierlei: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Sie gilt nur in der Schweiz. Weiter geht es nur gegen Sportwetten selbst: Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen, und was überhaupt angeboten werden darf, steht in der Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten der Gespa – Qualifikationsrunden nur, wenn sie dort stehen, Frauen-Wettbewerbe nur, wenn sie dort stehen. Corner- und Kartenmärkte sucht man auf dieser Liste vergebens, eine Esport-Abteilung ebenfalls.

Das erklärt eine Eigenheit des Schweizer Marktes, die manchen Einsteiger überrascht: Es fehlt schlicht die Auswahl, die ausländische Portale versprechen. Genau die geschlossene Liste kostet den Spielenden Optionen.

Schweizer Limiten für Sporttip und Jouez Sport

Ein Tabelle-Vergleich zwischen den beiden bewilligten Veranstaltern:

Anbieter Bewilligung Veranstalterin
Swisslos (Sporttip) Bewilligung nach BGS für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung); Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020)
Loterie Romande (Jouez Sport) Bewilligung nach BGS für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung); Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, mit Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne
Rainbet ohne Schweizer Bewilligung wie gemeldete Bewilligung: nicht erstellt
Wettigo ohne Schweizer Bewilligung wie gemeldete Bewilligung: nicht erstellt
ZotaBet ohne Schweizer Bewilligung wie gemeldete Bewilligung: nicht erstellt
Sportuna ohne Schweizer Bewilligung wie gemeldete Bewilligung: nicht erstellt
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung wie gemeldete Bewilligung: nicht erstellt
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung wie gemeldete Bewilligung: nicht erstellt
Cloudbet ohne Schweizer Bewilligung wie gemeldete Bewilligung: nicht erstellt
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung wie gemeldete Bewilligung: nicht erstellt

Die Tabelle ist kein Reiseführer durch den Wettmarkt, sondern eine Kostenübersicht. In der ersten Hälfte steht ein Bewilligungsstatus, der mit einem Beschwerderecht, einem Sperrregister und einem geprüften Quotenschlüssel einhergeht. In der zweiten Hälfte steht ein Status, hinter dem nichts davon steht – die Anbieter erscheinen in dieser Liste, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen, nicht weil irgendetwas an ihnen geprüft wäre. Eine Zeile «ohne Schweizer Bewilligung» bedeutet nicht, dass etwas verboten ist, was der Spielende tut. Sie bedeutet, dass nichts da ist, was ihn schützt.

Rechtslage: Warum eine Strategie den Rahmen nicht verschiebt

Wer rechnet, rechnet innerhalb des Rahmens. Und in der Schweiz ist der Rahmen enger als in fast jedem Nachbarland.

Eine breite Steintreppe führt zu einem hohen Portal aus dunklem Holz, das Licht der Dämmerung liegt auf den Stufen.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten gestützt auf eine Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Für die deutschsprachigen Kantone – AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH –, für das Tessin und für das Fürstentum Liechtenstein veranstaltet Swisslos die Sportwetten unter dem Namen Sporttip. Das ist das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende.

Diese Aufteilung ist nicht etwa eine Empfehlung, die sich umgehen lässt. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet voraus. Wer in Basel wohnt, kommt nicht an Jouez Sport. Wer in Neuenburg wohnt, nicht an Sporttip.

Ein Konto bei Swisslos entsteht nicht nebenbei

Die Registrierung ist der erste Punkt, an dem eine Strategie Zeit kostet. Bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Ausweisdaten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Wer zwei Konten anlegt, um Limiten zu umgehen, hat das System damit nicht überlistet, sondern seine Registrierung gefährdet.

Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, umgeht diesen Schritt und kauft sich dafür Folgendes ein: ein gemeldetes Bewilligungsregime, das in der Schweiz keine Wirkung entfaltet. Ausländische Bewilligungen sind nach dem Geldspielgesetz ohne Kraft im Inland. Es gibt keinen Anschluss an das Schweizer Sperrregister, kein Beschwerderecht und keine Fairplay-Kontrolle. Die Schweiz hat ausserdem keine Sperrwerkzeuge, die Zahlungen an solche Anbieter unterbinden – wer glaubt, seine Bank oder sein Kartenanbieter fange das ab, täuscht sich.

Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar – bis zu drei Jahre oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nicht bestraft. Seine Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter aber eingezogen werden. Ein Satz, den man zweimal lesen sollte, bevor man eine Quote auf einem Portal bewundert, das kein Schweizer Reglement kennt.

Die Sperrliste: Was passiert, wenn eine Domain verschwindet

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 standen 671 Domains darauf. Geblockte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt – Domain-Hopping nennt die Gespa das, und sie nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home sowie bet365 als auf der Liste geführt.

Für die Strategieplanung ist das ein Kostenpunkt mit Anlaufzeit. Wer sein Konto, sein Guthaben und seine Historie bei einem Anbieter führt, der auf der Sperrliste landen kann, muss damit rechnen, im dümmsten Moment nicht mehr heranzukommen. Ein neues Konto bei einem Nachfolger bedeutet neue Registrierung, neue Auszahlungswege und in der Regel ein neues Limitensystem – nichts davon in der einen Nacht, in der das Spiel läuft.

Von den Anbietern mit Schweizer Bewilligung kann das keinen treffen.

Steuern: der Freibetrag und die kantonale Falle

Bei der Steuer wird am meisten Unsinn erzählt, deshalb hier die nüchterne Version.

Gewinne aus Schweizer Grossspielen – die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich – sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, je nach Kanton. Oberhalb der Schwelle behält die Veranstalterin 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt.

Für einen typischen Wettenden heisst das: Der Gewinn liegt weit unter der Schwelle. Keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht – wer eine in einer Strategierechnung unterbringt, erfindet sie.

Der teure Teil steht woanders. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, dafür behandelt die kantonale Praxis – etwa im Thurgau – Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Was auf dem Schweizer Wettschein steuerfrei bleibt, kann bei einem Offshore-Anbieter voll in die Steuererklärung fallen. Das ist ein Unterschied, den keine Quotenrechnung sichtbar macht.

Allgemeine Information, keine Steuerberatung: Wer es genau wissen will, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.

Spielerschutz: Die Limite, die vor der ersten Wette kommt

Es gibt eine Regel im Schweizer Recht, die jede Strategieplanung überholt, und sie ist der Grund, warum dieses Kapitel vor den Livewetten steht und nicht dahinter.

Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende bei Sporttip Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort. Eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Diese 72 Stunden sind der eigentliche Schutzmechanismus, und sie kosten nichts ausser Geduld. Wer nach drei verlorenen Wetten hintereinander glaubt, die Limite sei zu niedrig, kann sie nicht in derselben Nacht hochsetzen. Das Gesetz sieht übrigens 24 Stunden für eine Erhöhung vor; Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Wer wissen will, wo die eigene Limite steht, findet sie im eigenen Spielerkonto – nicht in einer Broschüre und nicht auf dieser Seite.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, worüber hier geredet wird: Die Limiten sind Selbstbeschränkungen, keine Staatsquote. Eine Schweizer Pflicht zu einer festen Einzahlungsobergrenze gibt es nicht. Die Limite ist genau so streng, wie der Wettende sie einstellt.

Spielsperre und Sperrregister

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Wer sich sperrt, sperrt sich damit nicht nur bei einem Anbieter aus. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben, und es ist eine Fachstelle beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Gesperrte oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Das ist die wichtigste Differenz zwischen den beiden Gruppen im Überblick der Anbieter. Ein ausländischer Anbieter hängt nicht an diesem Register. Wer sich dort registriert, kann eine Schweizer Spielsperre umgehen – und verliert damit genau das Instrument, das ihn vor sich selbst schützt.

Ein ehrlicher Vorbehalt gehört hierher: Der Spielerschutz an den Verkaufsstellen ist nicht so lückenlos, wie man annimmt. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47.5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer die Schweizer Regulierung mit strenger Aufsicht gleichsetzt, sollte diese Zahl kennen. Der Schutz liegt auch in der eigenen Hand, nicht nur in der Aufsicht.

Wo das Geld herkommt, ist Teil des Schutzes

Auch der Zahlungsweg ist reguliert. Gewinne und Guthaben dürfen nur auf ein Zahlungskonto lauten, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettmarkt nicht. Eine Kreditvergabe an Spielende ist untersagt.

Bei Swisslos lässt sich das Spielguthaben per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Als Zahlungsart bietet Swisslos unter anderem PostFinance Pay an, bei dem die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird.

Bei den Auszahlungen gibt es einen Punkt, den man vor der ersten Einzahlung kennen sollte: Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Zwei kostenlose Auszahlungen pro Jahr sind knapp bemessen. Wer sein Guthaben nach jedem Gewinn sofort abzieht, zahlt ab der dritten Transaktion mit – und weil Promotion-Guthaben nicht auszahlbar ist, muss man ohnehin unterscheiden, welcher Teil des Guthabens überhaupt beweglich ist. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; darüber wird bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen.

Livewetten und Cash-Out: Wenn die Entscheidung im Spielverlauf fällt

Livewetten sind der teuerste Teil dieses Themas, und zwar nicht wegen der Quoten.

Die Mechanik ist einfach. Quoten reagieren auf den Spielverlauf: auf Tore, Karten, Verletzungen. Wer live setzt, muss in Sekunden entscheiden, auf einer Oberfläche, die sich weiterbewegt, während er entscheidet. Das ist der Punkt, an dem aus einer Strategie ein Reflex wird, und ein Reflex ist keine Strategie.

Was das regulatorisch bedeutet, ist in der Schweiz klar geregelt: Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit die Veranstalterin eine entsprechende Bewilligung hat. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte gibt es nicht. Das Feld ist offen – und damit auch die Möglichkeit, unbedacht zu handeln.

Die Regeln, die man erst merkt, wenn es passiert ist

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Das ist keine Nebenbemerkung für Freunde des Streamings, sondern eine Warnung: Man wettet nicht auf ein Fernsehbild, man wettet auf ein Ereignis, das auch ohne Übertragung stattfindet.

Zwei Regeln kosten richtig Geld, wenn man sie nicht kennt. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Und in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Übersetzt: Wer live auf einen Elfmeter setzt und zu spät drückt, bekommt seinen Einsatz zurück. Kein Verlust, aber auch kein Gewinn, und die Strategie, die auf dieser Wette aufbaute, ist tot. Wer den Einsatz einer Kombination auf eine Quote von 1.00 stützt, hat deren Wirkung ebenfalls gekappt. Livewetten sind in diesen Momenten nicht riskant, sondern wertlos.

Dazu die Definition der Spielzeit: Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer – im Fussball etwa 90 Minuten – plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer in der Verlängerung auf ein Tor wartet, aber auf ein 90-Minuten-Ergebnis gesetzt hat, wartet auf das falsche Ende.

Und die Absage: Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn – oder im Rahmen eines Turniers – nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Beim Turnierbetrieb ist der Rahmen offen formuliert, und wer eine Kombination auf mehrere Spiele eines Turniers legt, sollte diese Formulierung kennen.

Cash-Out: Was die Ausstiegstür wirklich wert ist

Cash-Out klingt nach Kontrolle. Es ist ein Ausstieg mit Abschlag.

Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live – aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Man kann also nicht die halbe Wette schliessen und die andere Hälfte laufen lassen.

Der Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Da steht es: Der Ausstieg kostet systematisch einen Teil des möglichen Gewinns, und er ist eine Option, die der Anbieter gewährt und nicht schuldet. Wer eine Strategie auf Cash-Out aufbaut, baut sie auf eine Kulanzleistung. Wer ihn dagegen als Notbremse für eine falsch eingeschätzte Wette nutzt, nutzt ihn für etwas, wofür er brauchbar ist – und zahlt den Preis dafür bewusst.

Wer Cash-Out beurteilen will, prüft zwei Dinge auf dem eigenen Wettschein: ob der angebotene Betrag über oder unter dem Einsatz liegt, und ob der Markt überhaupt dafür freigeschaltet ist. Zwei Ausstiege aus derselben Woche können unterschiedlich aussehen, ohne dass sich der Spielstand stark verändert hätte.

Predictions und Strategie: Vier Wege und ihre Kosten

Jetzt zur eigentlichen Frage. Welche Strategie ist die beste? Es gibt keine, die gewinnt. Es gibt aber welche, deren Kosten man vorher kennt. Vier davon sind praktisch relevant, und jede hat einen Preisschild.

Bei allen vier gilt dieselbe Vorbedingung: Bankroll-Disziplin und Geduld zählen mehr als einzelne Treffer. Wer sein Kapital in fünf Wetten am Samstag umsetzt, hat keine Strategie, sondern eine Meinung.

Value Bets: der Anspruch und die Lücke

Ein Value Bet bedeutet, dass eine Quote höher steht als die Wahrscheinlichkeit, die man dem Ergebnis zumisst. Wer den Heimvorteil eines Aussenseiters höher einschätzt als der Markt, setzt auf ihn.

Die Schwäche liegt in der Einschätzung selbst. «Value» ist relativ zu einer Wahrscheinlichkeit, die niemand kennt – sonst wären die Quoten anders. Wer eine Quote für Value hält, weil sie ihm hoch vorkommt, verwechselt Value mit Vorliebe. Die Methodik, die diesen Namen verdient, stützt sich auf Statistik und Formkurve: Wie oft hat diese Mannschaft in dieser Konstellation gepunktet? Wie hat sie gegen vergleichbare Gegner gespielt? Diese Daten sind verfügbar, und sie sind die einzige Grundlage, mit der sich eine subjektive Wahrscheinlichkeit überhaupt bilden lässt.

Der Preis des Value Bet ist seine Trefferquote. Man wettet systematisch auf Ergebnisse, die häufiger ausbleiben als eintreten. Wer diese Schwankungen nicht aushält, und die Zahl ist psychologisch gemeint, nicht mathematisch, wird sein System nach einer schlechten Woche aufgeben und die Kosten abgeschrieben haben, ohne den möglichen Nutzen zu sehen.

Und die entscheidende Einschränkung: Selbst eine gute Einschätzung arbeitet gegen eine Auszahlungsquote von rund 95 Prozent. Die Marge ist im Preis enthalten. Ein Wettender, der die Marge in jedem Markt korrekt einschätzt, ist noch kein Gewinner, er verliert nur langsamer.

Dutching: Einsatz verteilen, Quote drücken

Dutching verteilt den Einsatz über mehrere Ergebnisse, sodass am Ende eine ähnliche Auszahlung herauskommt – häufig auf drei oder vier mögliche Ausgänge statt auf einen.

Was das kostet, ist Rechnerei und Quote. Wer drei Ergebnisse abdeckt, deckt drei Verlierer mit, und die Summe der Einsätze steigt, während der mögliche Reingewinn sinkt. Dutching ist eine Versicherungsstruktur, und jede Versicherung kostet Prämie. Der Vorteil liegt in der Glättung der Schwankungen, nicht in besseren Zahlen.

Der pragmatische Nutzen ist ein anderer: Wer sich unsicher ist, ob der Favorit gewinnt, aber überzeugt ist, dass die Partie nicht mit einem Unentschieden endet, kann zwei Ausgänge abdecken und das Unentschieden ausschliessen. Die Frage bleibt immer dieselbe – trägt die Abdeckung mehr ein als sie kostet? Häufig lautet die Antwort nein, und das ist keine Niederlage, sondern eine Rechnung, die aufgegangen ist.

Doppelte Chance: der Kauf von Sicherheit

Die Doppelte Chance deckt zwei von drei Ausgängen ab, etwa Heimsieg und Unentschieden. Das Risiko sinkt, und die Quote sinkt mit ihm.

Ein Vergleich macht die Kosten greifbar. Wer auf Heimsieg und Unentschieden getrennt setzt, verteilt den Einsatz und erhält rechnerisch fast dasselbe wie eine Doppelte Chance, aber in zwei Positionen – mit der Konsequenz, dass nur eine davon aufgeht und man den Anteil auf das andere Ergebnis vergeblich gesetzt hat. Der einzige echte Vorteil der Doppelte-Chance-Wette liegt in der Quote, die sie abbildet, nicht in einem Systemeffekt.

Für Einsteiger bleibt sie trotzdem eines der nützlicheren Instrumente: Sie verkauft Häufigkeit. Ob häufiger Geringen eine gute Strategie ist, hängt davon ab, wofür man sie braucht. Und über allem steht, was oben schon stand: Die Auszahlungsquote des Marktes bleibt dieselbe, egal wie viele Felder man anstreicht.

Kombiwetten und Strategien mit Systemwetten

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Das ist die verführerischste Zahl in diesem Kapitel – und die, die am gründlichsten gelesen werden muss. Der Boost bemisst sich auf den Nettogewinn, nicht auf den Einsatz, und er gilt nur für Kombinationen, deren sämtliche Voraussagen die Mindestquote erfüllen. Wer eine dieser Voraussagen unter 1.50 wählt, verliert den Anspruch, nicht nur für dieses Leg.

Der Kostenvergleich unter den vier Wegen fällt nüchtern aus. Der Kombiboost erhöht den Gewinn im Erfolgsfall, senkt aber nicht die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns – die vier unabhängigen Treffer bleiben unabhängig. Die Doppelte Chance senkt das Risiko und senkt die Quote. Dutching glättet die Schwankung und frisst Rendite. Value Bet bietet die mathematisch sauberste Argumentation und die brutalste Serie von Fehlschlägen.

Keiner dieser Wege verschiebt die Marge. Sie verschieben nur, wann und wie stark man sie bezahlt. Die Schreibweise der Regeln trägt zur Verwirrung bei: «Nettogewinn plus einmaligem Bonus» klingt nach mehr Geld, meint aber den bereits durch die Abrundung reduzierten Betrag.

Was ein Gratisspielguthaben kostet

Freispiele und Gratisspielguthaben sind im Schweizer Markt keine Marketingfreiheit. Sie brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos.

Bonusbeträge und Bedingungen stammen ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Bei Swisslos sind Gratisspielguthaben aus Promotionen nicht auszahlbar – sie lassen sich also einsetzen, aber nicht abziehen. Wer ein Gratisspielguthaben mit einem Guthaben-Abzug kombiniert, sollte wissen, welcher Teil des Guthabens überhaupt beweglich ist.

Auch hier gilt: Kein Freispielguthaben ist ein Geschenk, das die Marge aufhebt. Es verschiebt nur, wer den ersten Einsatz trägt.

Rangliste: Zehn Plattformen und was jede in der Praxis kostet

Zehn Plattformen, geordnet nach den verfügbaren Daten und nicht nach Werbeversprechen. Die Bewertung richtet sich nach denselben Kriterien für alle, und sie misst überall dieselbe Sache: Was muss der Wettende bei diesem Anbieter wissen, bevor er Geld einlegt?

1. Swisslos Sporttip: der Sporttip-Vorteil, gemessen in Franken und Rappen

Sporttip ist über die Webseite und die App für iOS und Android verfügbar. In der App zusammengestellte Wetten lassen sich per QR-Code an einer Sporttip Verkaufsstelle spielen – praktisch für alle, die den Wettschein lieber analog abschliessen, und ein Grund zur Vorsicht für alle, die ihre Online-Limiten für absolut halten.

Sporttip ist einer der beiden Veranstalter, die das interkantonale Recht für Sportwetten zulässt. Das Vertragsgebiet umfasst die deutschsprachigen Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Eine Online-Registrierung setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in diesem Gebiet voraus, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Swisslos sitzt in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf eine Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019.

Die technischen Details sind der eigentliche Kern dieses Eintrags. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, mit Aufrundung auf zwei Nachkommastellen und anschliessender Abrundung auf fünf Rappen. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000, und Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Die voneinander abhängigen Wettereignisse derselben Sportveranstaltung kombinieren sich bei Sporttip ausschliesslich über die «Bet-Builder-Funktion»; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Dazu kommen Fristen, die man kennen sollte. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.

Und das Gratis-Angebot: Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer Cash-Out als Rettungsleine liebt, sollte wissen, dass genau dieser Zug den Boost kosten kann.

Urteil: Das Alleinstellungsmerkmal ist die Nachvollziehbarkeit – Regeln, Fristen und Berechnungsschritte stehen ausformuliert und lassen sich nachprüfen. Der Abrundungsschritt und die niedrige Decke von CHF 1’000 pro Wette sind der Preis dafür, und wer grosse Einsätze plant, stösst hier schnell an eine Wand, die nicht verhandelbar ist.

2. Loterie Romande (Jouez Sport): hohe Gewinndeckel für ein kleines Gebiet

Jouez Sport ist das Produkt der Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Loterie Romande nennt Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne als Kontaktadresse, zählt 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende. Auch sie ist eine der beiden Veranstalterinnen, die das interkantonale Recht für Sportwetten vorsieht, und eine Online-Registrierung setzt die Wohnsitzvoraussetzung im eigenen Gebiet voraus.

Die auffälligste Zahl ist eine Obergrenze. Der Höchstgewinn beträgt pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Diese Deckel sind der Grund, warum Jouez Sport in dieser Rangliste nicht unter Sporttip steht. Wer auf lange Kombinationen mit hohen Einzelquoten setzt, findet hier einen Spielraum, den die andere Veranstalterin nicht bietet. Die Mindestquote von 1.10 ist dabei ein wirksamer Filter, keine Formalität: Sie schliesst die ganz kurzen Favoritenquoten aus Kombinationen aus und zwingt zu mehr tragbaren Positionen.

Urteil: Der Gewinndeckel macht Jouez Sport für Kombinationsspieler interessant, die Wohnsitzregel im Westschweizer Gebiet macht ihn für alle anderen unerreichbar. Zwei Anbieter mit demselben gesetzlichen Rahmen und sehr unterschiedlichen Obergrenzen sind mehr, als die Aufteilung nach Landesteilen vermuten lässt.

3. Rainbet: ohne Bewilligung, ohne Sperrregister, ohne Rekurs

Rainbet erscheint hier, weil Schweizer Spielende ihm begegnen, und weil die Bewertungskriterien dieselben sind. Rainbet verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; eine gemeldete Bewilligung ist nicht erstellt und entfaltet in der Schweiz nach dem Geldspielgesetz keine Wirkung. Der Anbieter hängt nicht am Schweizer Sperrregister, es gibt kein Schweizer Beschwerderecht, und seine Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.

Der Kostenpunkt liegt hier nicht im Preis, sondern in der Rückabwicklung. Wenn eine Wette strittig ist, existiert keine Stelle in der Schweiz, die sie prüft. Wenn das Konto plötzlich nicht mehr erreichbar ist, existiert kein Rekursweg. Wenn eine Spielsperre im Schweizer Register steht, greift sie hier nicht.

Urteil: Die fehlende Anbindung an das Schweizer Sperrsystem ist die teuerste Eigenschaft dieses Angebots – nicht ein Limit und nicht eine Quote, sondern der Umstand, dass genau die Schutzmechanismen fehlen, die man erst dann braucht, wenn man sie braucht.

4. Wettigo: viele Märkte, kein Schweizer Anspruch

Wettigo wird in diesem Vergleich unter denselben Kriterien geführt wie alle anderen: Bewilligungsstatus, Schutzrahmen, Rekursweg. Der Status ist der einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Die Schweiz lässt für Sportwetten nur die beiden Veranstalter zu, eine anderweitig gemeldete Bewilligung hat im Inland keine Kraft. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Beschwerderecht, Blockade über die Sperrliste möglich.

Was auf der Habenseite steht, ist die Bandbreite: Solche Portale bieten in der Regel Märkte an, die auf der Schweizer Liste der bewilligten Wettarten nicht vorkommen. Dieser Vorteil ist real, und er ändert nichts am Rahmen.

Urteil: Der breitere Markt ist ein Produktversprechen, das man mit dem Verlust jedes Schweizer Rechtswegs bezahlt. Wer auch nur einmal eine Zahlung reklamieren muss, merkt, welche Seite des Geschäfts die schwerere ist.

5. ZotaBet: Live-Betrieb ohne Schweizer Aufsicht

ZotaBet ist ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung und wird hier nur beschrieben, nicht empfohlen. Eine Bewilligung, die in der Schweiz keine Wirkung hat, lässt sich nicht als Qualitätsmerkmal lesen. Was fehlt, ist das ganze Paket: Sperrregister, Beschwerderecht, Fairplay-Kontrolle. Die Domains können auf die Sperrliste kommen.

Für Live-Wettende ist der fehlende Aufsichtsrahmen besonders relevant, weil Live-Wetten die schnellsten Entscheidungen und die häufigsten Streitfälle produzieren. Wer bei einem Tor innerhalb von Sekunden abschliesst, hat im Streitfall keine Institution hinter sich.

Urteil: Bei Live-Wetten entscheidet nicht die Quote über das Ergebnis einer Auseinandersetzung, sondern die Frage, ob es eine zuständige Stelle gibt. Hier gibt es sie nicht.

6. Sportuna: Registrierung ohne Schweizer Schutz

Sportuna wird in diesem Überblick ohne Schweizer Bewilligung geführt. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz veranstalten; eine andernorts gemeldete Bewilligung ist hier ohne Kraft. Die Registrierung ersetzt weder den Anschluss an das Schweizer Sperrregister noch das Beschwerderecht. Eine Sperrliste-Blockade per DNS ist möglich.

Der Aufwand für eine Registrierung ist gering. Das ist der Punkt: Niedrige Hürden beim Einstieg korrelieren in diesem Markt mit dünner Schutzinfrastruktur, und die Bequemlichkeit beim Anlegen eines Kontos sagt nichts darüber, wie leicht es sich später auflösen lässt.

Urteil: Die Leichtigkeit der Anmeldung ist kein Vorteil, sondern eine Eigenschaft der fehlenden Aufsicht – und sie wird zur Last, wenn das Konto einmal nicht mehr reagiert.

7. Rollbit: Krypto-Nähe, Schweizer Rechtsweg nicht in Sicht

Rollbit gehört zur Gruppe der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Schweiz erlaubt Sportwetten nur den beiden Veranstaltern mit Bewilligung; eine im Ausland gemeldete Erlaubnis hat hier keine Wirkung. Kein Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Beschwerderecht, Sperrlisten-Blockade möglich.

Zahlungswege und Guthabenkonten sind bei solchen Plattformen Sache des Anbieters. Im bewilligten Schweizer Markt ist die Zahlung auf ein Konto mit dem eigenen Namen beschränkt und eine Kreditvergabe an Spielende untersagt – wer das gewohnt ist, sollte Unterschiede prüfen, bevor er einzahlt.

Urteil: Wer Zahlungsfreiheit sucht, findet sie hier – und bezahlt dafür mit jeder Gewissheit, die der bewilligte Markt liefert. Bei einer Zahlung, die schiefgeht, ist der Betrag weg, und es gibt niemanden, den man anrufen kann.

8. WirWetten: deutschsprachiges Auftreten, Schweizer Status fehlt

WirWetten erscheint auf dieser Liste ohne Schweizer Bewilligung. Das Auftreten in deutscher Sprache macht daraus keine Schweizer Veranstalterin. Die Bewilligung ist Sache des Bundes und der Kantone, und sie erteilen sie nur den beiden genannten Organisatoren. Damit fehlen Anschluss an das Sperrregister, Beschwerderecht und Fairplay-Kontrolle; die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.

Vertraute Sprache ist kein Kriterium, das in dieser Rangliste zählt, und das ist bewusst so. Die Sprache einer Seite sagt nichts über die Stelle, die eine Auszahlung prüft oder eine Wette auswertet.

Urteil: Ein deutschsprachiges Portal ist nicht dasselbe wie ein Schweizer Anbieter. Wer den Unterschied in der Werbung nicht sieht, sieht ihn spätestens bei der ersten Auseinandersetzung.

9. Cloudbet: breites Angebot ausserhalb der Schweizer Liste

Cloudbet wird als Anbieter ohne Schweizer Bewilligung geführt und erscheint in diesem Vergleich als Referenzpunkt, weil Schweizer Spielende ihm begegnen. Eine Bewilligung ausserhalb der Schweiz entfaltet hier keine Wirkung. Kein Sperrregister, kein Beschwerderecht, Blockade der Domains über die Sperrliste möglich.

Die Schweizer Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten ist der Masstab dafür, was im Inland überhaupt angeboten werden darf. Was dort fehlt – Corner- und Kartenmärkte etwa, und eine Esport-Abteilung –, findet man bei solchen Portalen. Genau diese Angebotslücke ist der eigentliche Kaufgrund.

Urteil: Die zusätzlichen Märkte sind der ehrliche Grund, warum jemand ein solches Portal aufsucht, und sie sind mit dem vollständigen Verzicht auf Schweizer Schutzmassnahmen bezahlt. Wer das bewusst will, sollte es wenigstens wissen.

10. Boomerang Bet: alles, was der Schweizer Markt nicht prüft

Boomerang Bet steht am Ende dieser Übersicht ohne Schweizer Bewilligung. Nur die beiden Schweizer Veranstalter dürfen Sportwetten anbieten; eine andernorts gemeldete Bewilligung ist ohne Kraft im Inland. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rekursweg, Domain-Blockade über die Sperrliste möglich.

Diese Position ist nicht mit einer schlechteren Quote verbunden. Sie ist mit einem Zustand verbunden, in dem die Fairplay-Kontrolle fehlt – und das ist eine Frage, die erst auftaucht, wenn etwas nicht nach Plan läuft.

Urteil: Ohne Schweizer Bewilligung gibt es nichts in der Schweiz, das eine Wette auswertet, eine Auszahlung durchsetzt oder eine Sperre respektiert. Das ist der Preis, und er wird erst an dem Tag fällig, an dem das Konto schweigt.

FAQ

Welche Rolle spielt Value bei Wettstrategien, und lässt sich damit ein dauerhafter Gewinn erzielen?

Value heisst, dass die Quote über der eigenen Wahrscheinlichkeitseinschätzung liegt. Diese Einschätzung bleibt unsicher, und die Marge des Marktes arbeitet gegen sie. Ein dauerhafter Gewinn ist damit möglich, aber nicht planbar – er hängt von der Qualität dieser Einschätzungen ab und nicht von einer Regel.

Was ist Dutching, und wie verteilt sich dabei der Einsatz?

Dutching verteilt den Einsatz so über mehrere Ergebnisse, dass die Auszahlung ähnlich ausfällt. Man deckt damit weitere Ausgänge ab und erhöht die Gesamtsumme der Einsätze, während der mögliche Reingewinn sinkt. Es ist eine Glättung der Schwankungen, kein Mechanismus für höhere Rendite.

Wie funktioniert Bankroll-Management, und weshalb sind selbst gesetzte Limiten dabei wichtig?

Bankroll-Management heisst, einen festen Betrag für Wetten zu reservieren und nur einen kleinen Teil davon pro Wette zu setzen. Selbst gesetzte Verlustlimiten wirken dabei als Bremse gegen Entscheidungen in schlechten Phasen: Bei Sporttip gelten Senkungen sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden.

Was ist bei Strategien für Livewetten zu beachten, wenn sich Quoten laufend ändern?

Livewetten verlangen Entscheidungen unter Zeitdruck, und Fehler passieren schnell. Bei Sporttip zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platziert werden, mit Quote 1.00 – ebenso in spielentscheidenden Situationen. Wer zu spät drückt, bekommt den Einsatz zurück, aber keine Wette.

Was bedeutet Doppelte Chance, und wie wirkt sie auf Quote und Risiko?

Die Doppelte Chance deckt zwei von drei Ausgängen ab, meist Heimsieg und Unentschieden. Das Risiko sinkt, und die Quote sinkt mit ihm. Die Auszahlungsquote des Marktes bleibt dieselbe – die Abdeckung erkauft Häufigkeit, nicht einen besseren Preis.

Welche Verlustlimiten gelten bei Sporttip, und wann wirkt eine Erhöhung?

Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende bei Sporttip Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort. Eine Erhöhung wirkt bei Swisslos erst nach 72 Stunden.

Inhalt erstellt vom Team «zahlungenwettench»