Unentschieden-Wetten: die Rechnung hinter der Quote, und was sie dich kostet

Updated Oktober 2026
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Ein Schachbrett mit Figuren mitten in einer Partie, im Vordergrund eine Dame aus Holz, Seitenlicht von einem Fenster.

Jede Quote auf ein Unentschieden trägt zwei Zahlen in sich: die Wahrscheinlichkeit, die der Buchmacher dem Ergebnis zugesteht, und seinen Anteil an jedem Einsatz. Wer nur die erste liest, spielt gegen eine Rechnung, die er nicht kennt. Genau darum geht es auf dieser Seite — nicht um ein Muster, das den Gewinn erzwingt, denn so etwas existiert nicht, sondern um die Kosten jeder einzelnen Entscheidung: den Einsatz, das Limit, den Zeitpunkt, die Gebühr.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird auf 5 Rappen genau abgerundet.

Oktober 29, 2026 · Bewilligungen und Veranstalterangaben geprüft gegen die Bewilligungs- und Aufsichtsangaben der Gespa sowie gegen die veröffentlichten Spielregeln von Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport. Alle Quoten und Margen sind Momentaufnahmen; wo kein Datum steht, ist keine Zahl zu haben.

Was Unentschieden-Wetten sind und wovon eine Strategie ausgeht

Ein Unentschieden ist im Fussball kein Ausreisser, sondern ein Ergebnis mit eigenem Preis. Bei einem Spiel mit drei Ausgängen konkurriert es mit zwei Mannschaften, und der Buchmacher bepreist alle drei so, dass für ihn in jedem Fall etwas übrig bleibt. Die Quote ist deshalb keine Prophezeiung, sondern ein Angebot mit eingebauter Gebühr.

Ein ruhiger Bergsee mit Nebel am Ufer bei Sonnenaufgang, am Hang dahinter dunkle Tannen.
Wird ein Sporttip-Wettereignis nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig; Einzelwetten werden zurückbezahlt.

Der erste Schritt jeder Strategie ist die Umrechnung. Wer eine Quote von 3.40 sieht, teilt eins durch 3.40 und erhält rund 0’294 — also knapp 29 Prozent. Das ist die implizite Wahrscheinlichkeit dieses Ausgangs, der Break-even-Punkt: Bei 29 Prozent Trefferquote und gleichbleibendem Einsatz geht die Rechnung langfristig auf, darunter verliert sie. Diese Zahl ist die einzige harte Grösse, die der Wettende in der Hand hat, und sie steht in keiner Werbung.

Der zweite Schritt ist unangenehmer. Addiert man die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge eines Marktes, kommt mehr als 100 Prozent heraus. Die Differenz ist die Marge des Buchmachers, und sie ist der Grund, warum eine Strategie nicht «gewinnen» kann, sondern nur besser oder schlechter rechnen. Wer sich das einmal klarmacht, hört auf, nach Mustern zu suchen, und fängt an, Preise zu vergleichen.

Der dritte Schritt betrifft den Einsatz, nicht die Auswahl. Kein Kalkül der Welt repariert einen Einsatz, der zu gross ist für das Konto. Genau darum steht die Einsatzdisziplin am Anfang und nicht am Ende einer Überlegung.

Der Rechenweg, der vor jeder Wette steht

Drei Schritte genügen, und jeder davon kostet nichts ausser einer Minute Aufmerksamkeit. Erstens: die Quote in eine Wahrscheinlichkeit umrechnen, eins durch die Quote. Zweitens: die Summe aller Ausgänge desselben Marktes bilden und sehen, wie weit sie über 100 Prozent liegt. Drittens: den Einsatz so wählen, dass ein Verlust den nächsten Einsatz nicht verändert.

Ein schmiedeeisernes Gartentor zwischen zwei Steinpfosten am Ende einer Kiesallee, dahinter ein Herrenhaus im Dunst.
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000.

Was in dieser Reihenfolge nicht vorkommt: die Form der Tabelle, die Serie, der «Lauf» einer Mannschaft, das Bauchgefühl vor dem Anpfiff. Alles davon kann man in eine Einschätzung einbauen, aber keines davon ersetzt den Preisvergleich. Und keines davon macht aus einem Markt mit Marge einen Markt ohne.

Der Massstab dieses Vergleichs

Die folgende Übersicht ordnet die zehn Veranstalter nach ihrer Bewilligungslage ein. Sie ist der Rahmen für alles Weitere auf dieser Seite — die Kennzahlen und die Kostenseite folgen in den jeweiligen Abschnitten.

Veranstalter Bewilligung in der Schweiz Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Ja — Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Betrieb unter dem Namen Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Ja — Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Betrieb unter dem Namen Jouez Sport
Betovo Nein — ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung nicht etabliert; eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS)
BetPanda Nein — ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung nicht etabliert; eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS)
Wettigo Nein — ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung nicht etabliert; eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS)
Rainbet Nein — ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung nicht etabliert; eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS)
Sportuna Nein — ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung nicht etabliert; eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS)
BC Game Nein — ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung nicht etabliert; eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS)
myBet Nein — ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung nicht etabliert; eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS)
Sportaza Nein — ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung nicht etabliert; eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS)

Acht der zehn Häuser stehen in der zweiten Hälfte der Tabelle, und das ist keine Wertung, sondern eine Tatsachenbeschreibung: In der Schweiz darf Sportwetten veranstalten, wer eine interkantonale Bewilligung hält, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher existiert nicht, weil es keine gibt. Was die Aufsicht veröffentlicht, ist die Sperrliste der ausländischen Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren.

Die Grundbeträge, die jede Rechnung begrenzen

Zwei Zahlen aus den Spielregeln gehören an den Anfang, weil sie jeden Plan nach unten und nach oben begrenzen. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000; für eine Systemwette sind es CHF 10’000. Wer über der Limite einsteigt, dessen Wette wird nicht angenommen. Die Limiten kann Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern.

Der Gewinnbetrag folgt einer festen Formel: Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese Rundung ist kein Detail — sie fällt bei jeder Auszahlung an, und sie fällt zu Lasten des Wettenden.

Und eine Regel, die man erst merkt, wenn sie greift: Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Ein Unentschieden-Tipp auf ein verschobenes Spiel wird damit nicht zum Gewinn und nicht zum Verlust — er verschwindet, und in einer Kombination zieht er die Gesamtquote auf das Niveau der übrigen Beine herunter.

Was die Schweiz erlaubt und was ausländische Anbieter kosten

Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und werden von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, das seit 1. Januar 2021 in Kraft ist. Wer Casino-Aufsicht erwartet, landet bei der falschen Behörde: Die ESBK beaufsichtigt ausschliesslich Casinos. Für ein Wettangebot braucht es eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel, und eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz.

Diese zwei Bewilligungen teilen sich zwei Häuser. Swisslos betreibt Sporttip, mit Sitz der Genossenschaft in Basel, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Das Vertragsgebiet entscheidet, wer überhaupt ein Konto eröffnen darf. Sporttip läuft in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Für die Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Ausweisdaten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Wer in Genf wohnt, kommt bei Sporttip nicht durch — nicht wegen eines Fehlers, sondern wegen des Systems.

Was die geschlossene Liste für den Wettenden bedeutet

Die Bewilligung deckt nicht alles, was ein Buchmacher anbieten könnte. Was gewettet werden darf, steht in einer geschlossenen Liste, die die Gespa führt: Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettkämpfe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Einstieg in einen internationalen Wettkampf oder das Podest entscheidet — Wetten auf Trainingsläufe nie. Corner- und Kartenmärkte führt die Liste nicht, und eine Esport-Sektion hat sie nicht. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Für den Alltag heisst das: Ein Buchmacher ohne Schweizer Bewilligung kann Märkte anbieten, die es hier gar nicht geben darf. Das ist kein Vorteil, den man einsammelt, sondern eine andere Rechtslage — mit anderen Folgen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten; Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind ausgeschlossen.

Der Reiz des Auslands und seine Rechnung

Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung entfaltet eine ausländische Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land — in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Die Veranstaltung von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Der Wettende wird nach der Rechtsauffassung des Bundesamts für Justiz nicht bestraft. Das ist die gute Nachricht, und sie ist die einzige.

Denn die Rechnung geht weiter: Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es existiert keine Aufsicht, die Fairplay kontrolliert. Solche Anbieter sind nicht an das schweizerische Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsschutz, und die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019; Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt — die Gespa nennt dieses Domain-Hopping und nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele; bet365 steht auf der Liste. Eine Sperre ist also ein Hindernis, keine Wand.

Was die Limits und die Selbstsperre kosten

Jede Strategie beginnt bei einem Betrag, den man verlieren darf, und in der Schweiz setzt den nicht der Staat, sondern der Spielende selbst. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat verlangen (Art. 87 VGS). Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung gesetzlich erst nach 24 Stunden — Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Ein staatlicher, festgeschriebener Einzahlungsdeckel existiert in der Schweiz nicht.

Bei Sporttip heisst das konkret: Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999, unter 21 Jahren von CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Wer sein Budget mit einer dieser Zahlen verwechselt, verwechselt zwei verschiedene Dinge: Die Verlustlimite begrenzt, was netto verloren gehen darf, die Einzahlungslimite begrenzt, wie viel Geld ins Spielkonto fliesst.

Die schärfere Bremse ist die Spielsperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Freiwillig lässt sich eine Sperre erst nach drei Monaten wieder aufheben (Art. 84 VGS), mit Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS).

Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS). Diese Zeile ist kürzer als ihr Gewicht. Und wer glaubt, an der Verkaufsstelle werde streng geprüft, sollte die Zahl kennen: Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Kontrolle an der Verkaufsstelle ist kein Schutzversprechen.

Geld hinein und Geld heraus

Einzahlungen ins Spielkonto laufen über die Zahlungsmöglichkeit, die der Veranstalter anbietet, oder per Einzahlungsschein; bei Swisslos beträgt der Mindestbetrag CHF 20, in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay zum Aufladen des Spielkontos an, bestätigt direkt in der PostFinance App.

Bei der Auszahlung wird es ernst. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut, Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Konto überwiesen.

Die 3 Prozent sind die eine Zahl, die in keiner Willkommensbotschaft steht. Sie treffen den, der nach einem guten Lauf auszahlen will, und sie treffen ihn genau dann, wenn er am wenigsten hinschaut. Auszahlungen laufen grundsätzlich nur auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers (Art. 50 Abs. 2 VGS); anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht, und ein Kredit an Spielende ist untersagt (Art. 75 Abs. 1 BGS).

Die Steuer, oder: warum die meisten nichts zahlen

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Auf Bundesebene liegt dieser Betrag ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); der kantonale Freibetrag weicht davon ab, also gilt je nach Kanton. Oberhalb der Schwelle behält die Veranstalterin 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt.

Die praktische Folge: Wer die Schwelle reisst, hat ein anderes Problem als die Steuer — der Betrag steht in der Zeitung. Für alle normalen Wetten fällt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer an. Eine Wettsteuer auf Einsätze gibt es in der Schweiz nicht; wer das behauptet, hat mit dem deutschen Modell gerechnet. Anders sieht es bei ausländischen Anbietern aus: Deren Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Das ist die Frage, die man einer Steuerberaterin oder der kantonalen Steuerverwaltung stellt und nicht einem Wettforum.

Die Grundlinie, die vor allem anderen steht

Kein Einsatz ohne Betrag, den man verlieren darf. Keine Strategie ohne Limit. Und keine Wette, die das Geld anderer Leute bewegt. Das klingt nach einer Selbstverständlichkeit, bis man die Zahlen danebenlegt: Eine einzige Kombination auf zehn Ereignisse mit den falschen zehn kann ein Konto in einem Abend um mehr als die Hälfte kürzen, und die Marge hat daran keinen Anteil — die hat vorher schon mitgespielt. Wer merkt, dass der Einsatz grösser wird, während die Stimmung schlechter wird, ist genau in dem Muster, gegen das die Verlustlimiten geschrieben wurden.

Hilfe findet man in der Schweiz unabhängig von jedem Anbieter, bei den kantonalen Suchtberatungsstellen und bei den Fachstellen für Spielsucht; die Spielsperre im schweizweiten Register ist der formale Weg, und sie wirkt über den einzelnen Anbieter hinaus.

Livewetten: was die Sekunde kostet

Bei Livewetten verschieben sich die Quoten mit dem Geschehen auf dem Platz. Ein Tor, ein Platzverweis, ein verschossener Penalty, und der Preis für das Unentschieden springt. Das ist der Reiz und die Rechnung zugleich: Wer live setzt, handelt in einer Situation, in der er den Ausgang schon halb kennt und in der der Buchmacher genau deshalb weniger Spielraum lässt.

Bei Sporttip gilt eine Besonderheit, die man vor der ersten Livewette lesen sollte. Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer also in der Sekunde des Penaltypfiffs auf «Tor» klickt, hat je nach Zeitstempel eine Wette mit dem Wert einer Nichtwette. Die Verzögerung ist keine technische Nebensache; sie steht in den Regeln.

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — etwa 90 Minuten im Fussball — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Ein Unentschieden nach 90 Minuten und ein Unentschieden nach 120 Minuten sind zwei verschiedene Märkte, und nur der zweite Satz entscheidet über die Auszahlung.

Cash-Out und sein Preis

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Das ist die ehrlichste Kostenbeschreibung des Features, die man geben kann: Man verkauft einen Teil des möglichen Gewinns an den Buchmacher zurück, und der Preis dafür steigt in dem Masse, in dem die Wette gerade gut aussieht. Cash-Out ist kein Ausstieg zum Nulltarif, sondern ein zweites Geschäft mit derselben Marge. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen — der Griff zum Ausstieg ist endgültig.

Was Quoten, Statistiken und Strategien wirklich hergeben

Eine Statistik zu Unentschieden-Quoten, Torschnitt und Form kann eine Einschätzung schärfen. Sie ersetzt kein Risiko. Der Unterschied zwischen einer Auswertung und einem Ergebnis bleibt bestehen, egal wie sauber die Tabelle gebaut ist — und keine Sportwetten-Strategie ist eine verlässliche Einnahmequelle.

Die Zahl, die jede Strategie treffen muss, ist die implizite Wahrscheinlichkeit. Eine Quote von 3.40 auf ein Unentschieden bedeutet rund 29 Prozent. Wer der Meinung ist, das Ereignis trete häufiger ein, muss begründen, warum er es besser weiss als der Markt. Wer es nur hofft, hat keine Strategie, sondern eine Neigung.

Der zweite Begriff, den man kennen muss, ist die Value-Wette. Sie liegt nicht dann vor, wenn die Quote hoch ist, sondern wenn die Quote höher ist als die eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit rechtfertigt. Das ist eine Aussage über den Preis, nicht über das Ergebnis: Eine Value-Wette kann verloren gehen und trotzdem richtig gewesen sein. Der teuerste Irrtum in diesem Feld ist die Umkehrung dieses Satzes — aus einem Gewinn rückwirkend auf eine gute Entscheidung zu schliessen.

Was vom Rand der Quote übrig bleibt

Nehmen wir einen zweiseitigen Markt mit den Quoten 1.90 und 1.90, wie man ihn im Sport an vielen Stellen findet. Die Rechnung über alle Ausgänge eines Marktes lautet: Auszahlungsquote ist eins geteilt durch die Summe von eins durch die erste Quote, eins durch die zweite Quote und so weiter; die Marge ist 100 Prozent minus dieser Anteil. Bei 1.90 und 1.90 ergibt das eine Auszahlungsquote von 95 Prozent und eine Marge von 5 Prozent. Der Buchmacher behält also im Modell fünf Rappen von jedem Franken, der auf diesem Markt umgesetzt wird.

Das ist eine Bandbreite und keine feste Grösse, und die Bedingung gehört dazu: Die Zahl gilt für einen Markt mit genau diesen zwei Ausgängen zu genau diesen Quoten. Drei Ausgänge, ein anderer Zweiseiter, eine andere Quote, und die Marge wandert. Bei einem Markt mit drei Ausgängen konkurrieren drei Preise, und je nachdem, wie sie gestreut sind, fällt die Marge höher aus als diese fünf Prozent.

Der Betrag ist ein Durchschnitt über viele Wetten unter der genannten Annahme, keine Zusage für eine einzelne Wette. Wer fünfzig Franken auf diese Quote setzt, verliert nicht 2.50 Franken — er gewinnt 45 Franken oder verliert 50. Die Marge sitzt nicht in der einzelnen Abrechnung, sondern im Preis, und sie wird erst über viele Einsätze sichtbar. Genau deshalb ist der Preisvergleich zwischen zwei Anbietern die einzige Massnahme, die vor dem Anpfiff etwas bringt.

Was eine Strategie kostet: Risiko und Aufwand

Ordnet man die gängigen Ansätze, sind es zwei Währungen, die man ausgibt. Value-Wetten verlangen eine eigene Einschätzung, die der Marktmeinung widerspricht, und sie zahlen sich unregelmässig aus — die Treffer kommen ungleich verteilt, und genau dann wird die Disziplin geprüft. Dutching verteilt Einsätze auf mehrere Ausgänge desselben Rennens, sodass am Ende ein fester Betrag herauskommt, egal wer gewinnt. Der Preis dafür: Bei mehreren Ausgängen addieren sich die Einsätze, und der Buchmacher verdient an jedem einzelnen davon. Doppelte Chance verkleinert die Varianz, drückt aber die Quote entsprechend. Systemwetten türmen viele Kombinationen übereinander: Die Gesamtquote steigt, die Einsatzzahl steigt schneller.

Was keinen Vergleich gewinnt, ist der Topfavorit. Kein Ansatz macht aus einem Markt mit Marge einen ohne. Wer nach dem Einsatz schon zweimal nachrechnen muss, ob die Auszahlung aufgeht, hat die falsche Grösse gewählt.

Was das Boosten und das Kombinieren verändern

Sporttip-Kombiboost gilt nur online, im Prematch, live und für Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Der Sprung von 40 auf 100 Prozent klingt nach einem Geschenk, und er ist die Verlängerung einer Wette, die ohnehin schon mehrere Beine hat: Jede zusätzliche Voraussage mit Quote ab 1.50 bringt eine weitere Verliererwahrscheinlichkeit mit, und fünfzehn davon ergeben eine Kombination, deren Eintrittswahrscheinlichkeit im Prozentbruchteil liegt. Der Bonus erhöht den Nettogewinn, nicht die Chance.

Quotenboosts gelten bei Sporttip nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer erst den Boost nimmt und dann beim Zwischenstand aussteigt, verliert ihn — das ist keine Randnotiz, sondern die Stelle, an der zwei Funktionen gegeneinander arbeiten.

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Zwei Voraussagen aus demselben Spiel sind also kein gewöhnliches Kombibein, und wer sie ohne passende Funktion zusammenklickt, spielt mit einer Wette, die noch verschwinden kann.

Wenn bei Jouez Sport die Obergrenze greift

Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Das sind zwei Deckel, die in verschiedene Richtungen wirken. Der Höchstgewinn von CHF 300’000 begrenzt, was eine einzelne Wette einbringen kann — bei einer Quote, die aus 2 bis 10 Voraussagen entsteht, ist das eine Zahl, die man nur mit hohem Einsatz erreicht. Die Quotenobergrenze von 100’000 verhindert, dass eine sehr lange Kette überhaupt gespielt wird. Und die Mindestquote von 1.10 räumt die ganz billigen Voraussagen aus dem Baukasten. Wer Unentschieden in eine Kombi legt, sollte wissen, welche dieser Zahlen seine Konstruktion zuerst trifft.

Eine Wette auf Unentschieden gewinnt nicht, und was von der Marge bleibt

Wer die Zahlen dieser Seite zusammenlegt, sieht eine Rechnung, die immer gleich ausgeht. In jedem Markt sitzt eine Marge, und die fünf Prozent aus dem Beispiel sind nicht das Schlimmste, was einem passieren kann — ein Drei-Wege-Markt kann deutlich teurer sein. Die implizite Wahrscheinlichkeit aus der Quote ist der Break-even; wer weniger trifft, zahlt über die Zeit und nicht über die einzelne Wette.

Dagegen stehen drei Werkzeuge, und keines davon ist ein Trick. Der Preisvergleich vor dem Einsatz. Die Bescheidenheit, die eigene Schätzung nicht mit dem Markt zu verwechseln, wenn man keinen Grund dafür hat. Und ein Limit, das vor dem ersten Einsatz steht und nicht danach.

Was niemanden rettet: das Bauchgefühl, die Serie, das Spiel, an das man sich erinnert. Ein Unentschieden lässt sich nicht erzwingen, und keine Strategie macht daraus eine Einnahmequelle. Wer diese Seite als Anleitung für einen Gewinnplan liest, liest sie falsch.

Die zehn Veranstalter im Vergleich

Zehn Namen, und die wichtigste Angabe steht jeweils ganz vorne: die Bewilligungslage, denn sie entscheidet über Schutz, Rechtsschutz und Steuerfolge. Was ein Haus darüber hinaus zu Einsatzgrenzen, Auszahlungen oder Funktionen regelt, steht in seinen eigenen Bedingungen — und jeweils bei ihm, nicht bei seinem Nachbarn in dieser Liste.

Swisslos Sporttip — die bewilligte Veranstalterin mit den engsten Einsatzgrenzen

Swisslos Sporttip ist eine der beiden Veranstalterinnen, die in der Schweiz Sportwetten durchführen dürfen, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Bewilligung ist eine für ein Grossspiel — Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem BGS, SR 935.51, unter Aufsicht der Gespa. Veranstalterin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, das Wettangebot läuft unter dem Namen Sporttip.

Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Ein Online-Konto öffnet sich nur für Personen, die im Vertragsgebiet wohnen oder sich gewöhnlich aufhalten, mit einem Mindestalter von 18 Jahren, ohne bestehende Spielsperre und mit nur einer Registrierung pro Person. Die Ausweisdaten werden maschinell ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.

Beim Geld ist Sporttip das genaue Gegenteil eines Hochlimit-Anbieters. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen, und Swisslos kann die Grenzen jederzeit ändern. Für Unentschieden-Wetten heisst das: Wer mit einem Vierstelligbetrag arbeiten möchte, findet hier die Schranke, und er findet sie fest.

Die Verlustlimiten stehen vor der ersten Wette: 1, 7 und 30 Tage mit einer Oberlimite von CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Dazu kommt eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage, und eine produktbezogene Selbstsperre für 1 bis 180 Tage, die vor Fristablauf nicht fällt.

Der Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote ab je 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn liegt bei 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn Voraussagen. Quoten- und Profitboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, sind einmal pro Wettendem nutzbar und verfallen bei einem Cash-Out. Cash-Out selbst gibt es für Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten vor Spielbeginn und live, ausschliesslich online und ausschliesslich als vollständiges Cash-Out.

Die Auszahlung folgt eigenen Regeln: zweimal gratis innerhalb von 365 Tagen auf ein Konto im eigenen Namen, danach eine mögliche Kommission von 3 Prozent, Überweisung innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gewinne bis CHF 1’000 pro Quittung landen automatisch im Wallet, darüber innert 3 Arbeitstagen auf dem Konto. Einzahlungen starten bei CHF 20, mit CHF 10’000 in 30 Tagen und einem Wallet-Guthaben unter CHF 9’999 als Obergrenzen; PostFinance Pay ist als Zahlungsart verfügbar.

Das Urteil: Sporttip ist der Anbieter mit dem dichtesten Regelwerk und dem engsten Einsatzfenster in dieser Liste. Das Kostenprofil ist vorne günstig und hinten teuer — Gratisauszahlungen gibt es zweimal im Jahr, danach greift ein Prozentwert. Wer regelmässig kleine Beträge auszahlen lässt, zahlt für die Bequemlichkeit; wer das Guthaben stehen lässt und selten abzieht, merkt von der Regel nichts. Und wer mit Einsätzen über CHF 1’000 arbeiten will, ist hier schlicht am falschen Ort.

Loterie Romande Jouez Sport — die Westschweizer Veranstalterin mit dem Millionendeckel

Jouez Sport ist das Wettangebot der Loterie Romande, der zweiten Veranstalterin mit Schweizer Bewilligung. Sie hält dieselbe Bewilligungsart wie Swisslos — Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS, SR 935.51, unter Aufsicht der Gespa — und veranstaltet für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Konten öffnen sich nur für Personen aus diesen sechs Kantonen; wer im Vertragsgebiet von Swisslos wohnt, kommt hier nicht durch, und umgekehrt. Zwei bewilligte Anbieter heisst also nicht, dass man zwischen beiden wählen kann — die Wahl entscheidet der Wohnsitz.

Die Obergrenzen sind die auffälligste Zahl bei Jouez Sport. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Reglementarisch stützt sich das Angebot auf die 17. Ausgabe des Règlement Jouez Sport.

Das Urteil: Der Millionendeckel für Multiples ist die Zahl, die hier zuerst zu bedenken ist — sie wird bei sehr erfolgreichen Mehrfachwetten relevant und nicht bei den üblichen Einsätzen, aber sie ist eine echte Obergrenze und keine Fussnote. Die Mindestquote von 1.10 erledigt dafür die billigen Beine, bevor sie überhaupt in eine Kombination kommen. Wer in Genf oder Waadt wohnt und Kombinationen aus Unentschieden und anderen Ausgängen baut, sollte diese zwei Grenzen kennen, bevor er den Einsatz festlegt.

Betovo — ohne Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsschutz

Betovo gehört zur zweiten Gruppe dieser Liste: Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten; eine ausländische Bewilligung entfaltet hier keine Wirkung (Art. 4 BGS). Eine bei Betovo gemeldete ausländische Bewilligung hat damit in der Schweiz keine Kraft.

Daraus folgt die ganze Kette, und sie ist bei allen acht Anbietern dieser Gruppe dieselbe. Kein Anschluss an das schweizerische Sperrregister, das eine Spielsperre über alle bewilligten Angebote hinweg wirksam macht. Kein Schweizer Rechtsschutzweg, wenn eine Auszahlung ausbleibt. Und die Möglichkeit, dass die Domains auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und von Schweizer Telekomunternehmen per DNS blockiert werden.

Das Urteil: Betovo ist in dieser Liste nicht wegen eines Vorteils, sondern wegen der Rechnung. Wer dort spielt, tauscht den Schweizer Schutz gegen ein Angebot, dessen Bedingungen er selbst prüfen muss — und die Prüfung ist die einzige Absicherung, die dann noch existiert.

BetPanda — ohne Schweizer Bewilligung, eigener Weg zur Auszahlung

Bei BetPanda gilt dieselbe Einordnung: keine Schweizer Bewilligung, eine gemeldete ausländische Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS). Damit fehlen Anschluss an das Sperrregister, Schweizer Rechtsschutz und die Einbindung in die Aufsicht, die den bewilligten Bereich kennzeichnet.

Das Urteil: Was bei BetPanda im Vergleich zu einem bewilligten Anbieter auf dem Spiel steht, lässt sich in einem Satz sagen — es ist die Durchsetzbarkeit. Ein Anspruch, den man nicht geltend machen kann, ist kein Anspruch, sondern eine Erwartung.

Wettigo — ohne Schweizer Bewilligung, Aufwand liegt beim Wettenden

Wettigo trägt dieselbe Kennzeichnung: ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung — welcher Art auch immer — hat in der Schweiz keine Wirkung, und die Aufsicht über das Angebot führt keine Schweizer Behörde.

Das Urteil: Bei Wettigo verschiebt sich ein Teil der Arbeit auf den Wettenden selbst. Wer die Bedingungen, die Auszahlungswege und die Sperrlistenpraxis selbst prüfen muss, hat weniger Zeit für die Frage, die hier eigentlich zählt — den Preis.

Rainbet — ohne Schweizer Bewilligung, Sperrliste als Risiko

Rainbet gehört zur Gruppe der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Kein Anschluss an das schweizerische Sperrregister, kein Rechtsschutz in der Schweiz, und die Domains können auf die Blockliste der Gespa gelangen.

Das Urteil: Bei Rainbet kommt zu den üblichen Nachteilen ein praktischer hinzu — eine Domain, die blockiert wird, ist für den Zugang aus der Schweiz nicht mehr da. Was dann mit einem offenen Konto geschieht, regelt keine Schweizer Stelle.

Sportuna — ohne Schweizer Bewilligung, keine Vergleichszahlen

Sportuna steht ebenfalls in der Gruppe ohne Schweizer Bewilligung. Damit bleibt es bei der allgemeinen Einordnung: keine Schweizer Aufsicht, keine Einbindung ins Sperrregister, keine Schweizer Durchsetzung.

Das Urteil: Vergleichen lässt sich Sportuna in dieser Liste nur über die Bewilligungslage, und die ist eindeutig. Alles darüber hinaus prüft man in den Bedingungen des Anbieters selbst, bevor Geld fliesst.

BC Game — ohne Schweizer Bewilligung, keine Schweizer Kontrolle

Auch BC Game hat keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz bedeutet: Das Angebot liegt ausserhalb des Systems, das im bewilligten Bereich Mindestalter, Registrierung und Spielsperre verbindlich macht.

Das Urteil: Bei BC Game ist die Kostenfrage eine andere als bei den bewilligten Häusern. Es sind nicht die Auszahlungsgebühren, die fehlen — es ist die Kontrolle, die fehlt.

myBet — ohne Schweizer Bewilligung, Zugang nicht garantiert

myBet trägt die Kennzeichnung ohne Schweizer Bewilligung. Damit gilt auch hier: keine Schweizer Aufsicht, keine Sperrregister-Wirkung, keine Schweizer Rechtswege, und die Möglichkeit einer DNS-Blockade durch die Gespa.

Das Urteil: Bei myBet kommt ein Aspekt dazu, den man leicht übersieht — der Zugang selbst ist nicht garantiert. Wer sein Spielgeld bei einem Anbieter hält, dessen Domain auf einer Liste landen kann, plant mit einem Tor, das jederzeit zufallen darf.

Sportaza — ohne Schweizer Bewilligung, Einordnung vor dem Vergleich

Sportaza schliesst die Liste der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ab. Die Einordnung ist dieselbe wie bei den vorangehenden: eine ausländische Bewilligung, die in der Schweiz keine Wirkung entfaltet, und ein Angebot ausserhalb der Schweizer Aufsicht.

Das Urteil: Bei Sportaza gilt dieselbe Reihenfolge wie bei allen Häusern dieser Gruppe — erst die Einordnung, dann alles andere. Solange die Bewilligungsfrage offen bleibt, entscheidet sie den Vergleich, und kein Bonus ändert daran etwas.

Der Vergleich dieser zehn in einem Satz

Von zehn Häusern dürfen zwei in der Schweiz Sportwetten veranstalten, und von diesen zwei erreicht jedes nur sein eigenes Gebiet: Sporttip die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein, Jouez Sport die sechs Westschweizer Kantone. Alles andere ist ohne Schweizer Bewilligung unterwegs, ohne Rechtsweg und ohne Sperrregister — und das ist die Zahl, die jede andere Zahl in diesem Vergleich schlägt.

Was die Marge kostet, wenn man sie ernst nimmt

Die Marge des Buchmachers lässt sich über die Anzahl der Einsätze ausdrücken, und das ist die Stelle, an der eine Strategie Farbe bekennt. Nehmen wir den zweiseitigen Markt aus dem Abschnitt über die Quoten, mit 1.90 auf beiden Seiten, einer Auszahlungsquote von 95 Prozent und einer Marge von 5 Prozent. Diese Marge ist der Anteil, den der Buchmacher im Modell von jedem umgesetzten Franken auf diesem Markt behält.

Bleibt es bei einer einzigen Wette über CHF 50, ist der Erwartungswert über viele solcher Wetten ein Verlust von CHF 2.50 pro CHF 50 Umsatz — 5 Prozent der umgesetzten Summe. Nach zwanzig Wetten dieser Grösse sind CHF 1’000 umgesetzt und im Modell CHF 50 weg. Das ist eine statistische Schätzung und kein Schicksal für einen einzelnen Abend: Die einzelne Wette zahlt entweder CHF 45 aus oder verliert die CHF 50. Erst über viele Einsätze schlägt die Marge durch.

Die entscheidende Annahme steht in der Bedingung der Rechnung: Es ist die Marge dieses einen Marktes mit diesen zwei Quoten. Ein Drei-Wege-Markt, Livewetten oder eine Kombination mit zehn Beinen haben eine andere, und beim Kombinieren multiplizieren sich die Margen der einzelnen Voraussagen. Wer über die Zeit spielt, zahlt diese Marge bei jedem einzelnen Umsatz — nicht einmal beim Einzahlen.

Häufige Fragen

Wie viel Wahrscheinlichkeit steckt in einer Quote von 3.40 auf ein Unentschieden?

Rechnet man eins geteilt durch 3.40, erhält man rund 0’294 — also knapp 29 Prozent. Das ist die implizite Wahrscheinlichkeit des Ausgangs und gleichzeitig der Break-even-Punkt: Bei dieser Trefferquote und gleichbleibendem Einsatz geht die Rechnung langfristig auf, darüber liegt man, darunter nicht. Die Marge des Buchmachers steckt hier noch nicht drin; sie zeigt sich erst im Vergleich der drei Ausgänge des Marktes.

Kann eine Unentschieden-Strategie dauerhaft Gewinn abwerfen, oder bleibt die Marge entscheidend?

Die Marge bleibt in jedem Markt. Kein Ansatz hebt sie auf, und keine Sportwetten-Strategie ist eine verlässliche Einnahmequelle. Wer langfristig vorne liegen will, muss dauerhaft Preise finden, die besser sind als die eigene, gut begründete Einschätzung — ein anspruchsvolles Unterfangen über viele Wetten hinweg. Ein einzelner Gewinn beweist nichts; er ist ein Ergebnis, keine Bestätigung der Strategie.

Was ist eine Value-Wette, und woran erkennt man sie bei einem Unentschieden?

Eine Value-Wette liegt vor, wenn der Preis höher ist, als es die eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit rechtfertigt. Nicht die hohe Quote macht sie aus, sondern das Verhältnis zwischen Quote und begründeter Schätzung. Sie kann verloren gehen und trotzdem richtig gewesen sein. Wer rückwärts aus einem Gewinn auf eine gute Entscheidung schliesst, verwechselt Glück mit Können.

Wie funktioniert Dutching, wenn Einsätze auf mehrere Ausgänge verteilt werden?

Beim Dutching verteilt man Einsätze so auf mehrere Ausgänge desselben Ereignisses, dass am Ende ein fester Betrag herauskommt, unabhängig davon, wer gewinnt. Der Preis dafür ist doppelt: Die Einsätze addieren sich zu einer grösseren Gesamtsumme, und der Buchmacher verdient an jeder einzelnen Position seine Marge. Es verkleinert die Schwankung, nicht die Kosten.

Wie zählt bei Sporttip eine Wette auf Unentschieden, wenn es Verlängerung oder Penaltyschiessen gibt?

Die reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer — im Fussball etwa 90 Minuten — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Ein Unentschieden nach 90 Minuten und eines nach 120 Minuten sind deshalb zwei verschiedene Märkte.

Wie setzt man mit Verlust- und Einzahlungslimiten ein festes Budget um?

Bei Sporttip müssen vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und unter 21 Jahren von CHF 1’000; Senkungen wirken sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden. Dazu ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Die beiden Zahlen begrenzen Verschiedenes: die Verlustlimite den Nettoverlust, die Einzahlungslimite den Geldzufluss.

Inhalt erstellt vom Team «zahlungenwettench»