Kombiwetten in der Schweiz: Quote, Marge und die Grenzen der Strategie

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join
Ein Schachbrett mit mehreren Figuren mitten in einer Partie steht auf einem Holztisch, daneben liegt ein Stift.

Die Kombiwette sieht aus wie ein Hebel und ist in Wahrheit eine Verkettung. Wer zwei Voraussagen kombiniert, multipliziert nicht nur seine Gewinnchance mit der Quote, sondern auch die Marge des Veranstalters in jedem einzelnen Schritt. In der Schweiz gibt es für dieses Produkt genau zwei Adressen mit Bewilligung: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Was daraus folgt — für den Einsatz, für den Gewinn, für die Steuer — hängt an Regeln, die beide Häuser selbst schreiben.

Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn.

Datenstand Oktober 29, 2026; Bewilligungsangaben geprüft gegen die Veranstalterliste der Gespa und die Spielregeln der beiden konzessionierten Anbieter.

Eine Kombiwette ist eine Kette, kein Bündel

Cluster 5 — die Strategie — steht hier am Anfang, weil sie die Frage beantwortet, die vor jeder Quote kommt: Warum setzt man überhaupt mehrere Voraussagen auf einen Schein? Die ehrliche Antwort ist unbequem. Eine Kombiwette bündelt mehrere Wetten zu einem einzigen Wettschein, und dieser Schein gewinnt nur, wenn jede einzelne Voraussage eintrifft. Nicht die meisten. Nicht die wichtigen. Alle.

Daraus folgt sofort das Zweite: Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Aus zwei Märkten zu je 1.90 werden 3.61, aus drei werden 6.86, aus vier 13.03. Wer das als Verdopplung liest, liest falsch — es ist eine Potenzierung, und sie potenziert beide Seiten des Geschäfts.

Wie eine Voraussage überhaupt entsteht

Eine begründete Voraussage hat drei Zutaten, und keine davon ist ein Gefühl. Die erste ist die Form: Ergebnisse der letzten Wochen, Gegnerstärke, Auswärts- oder Heimauftritte, Ausfälle. Die zweite ist die Statistik: wie oft ein Team in einer Saison tatsächlich trifft, wie viele Eckbälle es im Schnitt erzeugt, wie ein Schiedsrichter pfeift. Die dritte ist die Quote selbst, denn sie ist der Preis, den der Markt für dieses Ereignis verlangt — und Preise enthalten eine Meinung.

Ein Value-Bet ist der Fall, in dem die eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit über der Einschätzung liegt, die in der Quote steckt. Das ist kein Trick, sondern die einzige Begründung, die ein Wetter mathematisch überhaupt haben kann. Und es ist eine Meinung unter Unsicherheit. Ein Value-Bet kann richtig gedacht und trotzdem verloren sein, und wer das nicht akzeptiert, hat den Mechanismus nicht verstanden, sondern nur das Vokabular.

Warum jede zusätzliche Voraussage teurer wird, als sie aussieht

Der Multiplikationseffekt macht gute Einzelwetten zu schlechten Kombinationen. Angenommen, es gibt im Fussball tatsächlich drei Ausgänge mit je einer Chance von rund einem Drittel. Eine Kombination aus drei solchen Ereignissen trifft dann in etwa jedem siebenundzwanzigsten Fall — bei Quoten, die diese Wahrscheinlichkeit nie vollständig abbilden, weil in jedem der drei Preise ein Anteil für den Veranstalter steckt. Das ist keine Pechstatistik, das ist Produktdesign.

Wer eine Kombination baut, sollte deshalb den umgekehrten Weg gehen: nicht die Zahl der Voraussagen maximieren, sondern die Zahl der Voraussagen begründen. Eine Kombination ist dann sinnvoll, wenn zwei oder drei Einschätzungen sich gegenseitig tragen — wenn etwa dieselbe Beobachtung über eine Mannschaft zwei Märkte gleichzeitig erklärt. Sie ist sinnlos, wenn sie nur aus der Lust entsteht, eine höhere Quote auf dem Schein zu sehen.

Wie viele Voraussagen, und wer sie begrenzt

Die Zahl der Voraussagen ist bei keinem Schweizer Veranstalter frei. Jouez Sport lässt Kombiwetten nur mit 2 bis 10 Voraussagen zu. Sporttip kennt zusätzlich Systemwetten, bei denen aus einer grösseren Auswahl mehrere Kombinationen gebildet werden — mit einem höheren Höchsteinsatz von CHF 10’000 statt CHF 1’000, was zeigt, wo das Haus das Risiko sieht.

Und die Gesamtquote hat nach oben eine harte Kante: Bei Jouez Sport darf sie 100’000 nicht übersteigen. Eine Kette aus zehn Voraussagen mit je rund 3.16 landet genau dort. Diese Grenze ist keine Formalität. Sie markiert den Punkt, an dem die Verkettung sich gegen den Wetter wendet — der Schein wird so unwahrscheinlich, dass die Quote nicht mehr ausgezahlt wird, sondern nur noch steht.

Was ein Value-Bet nicht ist

Kein System gewinnt dauerhaft, und keine Kombination ist sicher. Wer heute nach «kombiwetten tipps heute» sucht, sucht Voraussagen — und die kann niemand ehrlich liefern. Was geliefert werden kann, ist das Handwerk: Wie lese ich eine Quote, was kostet mich die Marge, wann ist eine Kombination besser als zwei Einzelwetten, und wann ist sie es nie.

Der Punkt, an dem eine Kombiwette aufhört, klug zu sein, ist übrigens genau der, an dem die Werbung anfängt. Der Kombiboost auf den Nettogewinn wächst mit der Zahl der Voraussagen, weil das Haus weiss, dass jede zusätzliche Voraussage die Trefferwahrscheinlichkeit stärker senkt als die Quote sie hebt. Ein Aufschlag von 40 % auf den Nettogewinn klingt grosszügig, bis man ihn auf einen Gewinn rechnet, der ohnehin selten eintritt.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette: die Rechnung dahinter

Cluster 6 ist das Rückgrat der Seite, weil hier die Mechanik steht, ohne die keine der späteren Zahlen lesbar ist. Die Einzelwette ist der Massstab: ein Einsatz, ein Ereignis, eine Quote. Die Kombiwette vervielfacht die Quote, aber sie vervielfacht auch die Bedingung. Die Systemwette schliesslich ist keine dritte Meinung, sondern eine Abkürzung — mehrere Kombinationen aus derselben Auswahl.

Grundlagen: was eine Kombiwette ist | Grundlag

Wer zum ersten Mal von Kombiwetten hört, verwechselt sie gern mit einem Sparplan: mehrere kleinere Wetten auf demselben Schein. So funktioniert es nicht. Es ist eine einzige Wette mit einem einzigen Einsatz, die auf mehrere Ereignisse zeigt — und die erst auszahlt, wenn alle eintreten. Der Einsatz steht dabei vollständig auf dem Spiel, nicht stückweise.

Ein leeres kariertes Heft und ein Bleistift liegen auf einem Küchentisch im warmen Licht des späten Nachmittags.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Die Formalität dahinter ist in der Schweiz eine Konzessionsfrage und keine Geschmacksfrage. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit Sitzangabe Avenue de Provence 14 in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden. Swisslos veranstaltet Sporttip im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Zwei Vertragsgebiete, zwei Regelwerke, eine gemeinsame Aufsicht.

Die Gesamtquote und was ein Ausfall mit ihr macht

Die Rechnung ist einfach: Einsatz mal Gesamtquote, wobei die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten ist. Bei Sporttip kommt danach noch eine Rundungsstufe: Der Gewinnbetrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, anschliessend auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einem Einsatz von CHF 20 auf eine Kombination aus drei Voraussagen mit den Quoten 2.10, 1.75 und 1.60 ergibt sich eine Gesamtquote von 5.88 und damit ein rechnerischer Bruttogewinn von CHF 117.60 — netto, nach Abzug des Einsatzes, CHF 97.60. So sieht ein gewonnener Schein aus.

Interessanter ist der Fall, in dem ein Ereignis gar nicht stattfindet. Wird eine Sporttip-Begegnung abgesagt und nicht innerhalb von 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt — bei Turnieren im Rahmen des Turniers —, ist die Wette ungültig. Bei einer Einzelwette fliesst der Einsatz zurück. Bei einer Kombinationswette bekommt die betroffene Voraussage die Quote 1.00, und die Kette läuft mit dem Rest weiter. Das ist die wettersympathischere Variante, aber sie ist kein Geschenk: Die Gesamtquote sinkt, und ein Schein mit drei Voraussagen wird damit faktisch zu einer Kombination aus zwei.

Wenn das Ereignis noch läuft: Spielzeit, Livewetten, Cash-Out

Die reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer, im Fussball also 90 Minuten, plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer eine Kombination aus Fussballspielen auf «Endstand nach 90 Minuten» baut, sollte diesen Satz kennen — er entscheidet, ob ein Last-Minute-Ausgleich die Kette rettet oder zerstört.

Livewetten sind bei Sporttip möglich, und sie gelten unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Zwei Regeln sind hier für Kombinationen wichtig. Erstens: Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Zweitens: In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Für eine Kombination bedeutet das, dass ein Live-Schein in genau der Minute zusammenklappen kann, in der das Spiel kippt.

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Bei einem Kombiboost verfällt der Boost, sobald ausgezahlt wird — die Verkettung endet also vorzeitig, und der Aufschlag, auf den der Wetter gewartet hat, verschwindet mit ihr.

Voneinander abhängige Ereignisse und die Bet-Builder-Funktion

Eine Regel, die in der Praxis am häufigsten übersehen wird: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Wer etwa «Sieg Mannschaft A» mit «Mannschaft A erzielt mindestens zwei Tore» auf einen Schein legt, ohne die Funktion zu benutzen, riskiert mehr als eine Ablehnung. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Einsatz ist dann zurück — die Quote, um die es ging, ist weg.

Die Marge: was in jeder Quote steckt, bevor der Wetter setzt

Die Marge ist der Grund, warum kein System dauerhaft gewinnt — und sie lässt sich an einem illustrativen Markt vorrechnen. Nehmen wir einen Zwei-Weg-Markt mit zwei Quoten von je 1.90, ausdrücklich als Beispiel und nicht als irgendwo notierte Quote. Die Auszahlungsquote dieses Marktes ist der Kehrwert der Summe der Kehrwerte der Einzelquoten. Aus 1/1.90 plus 1/1.90 werden 1.0526; der Kehrwert davon ist rund 0.95, die Auszahlungsquote liegt also bei etwa 95 %. Die Marge als Rest ist damit rund 5 % — und sie ist nicht die 5 % eines Aufschlags auf den Gewinn, sondern der Anteil jedes eingesetzten Frankens, der im Markt selbst verschwindet, bevor überhaupt ein Ergebnis feststeht.

Der Betrag dieser Marge hängt davon ab, wie breit der Markt ist. Bei einem Zwei-Weg-Markt mit zwei nahen Quoten bewegt sie sich in einem Band von etwa 4 bis 6 %. Bei einem Drei-Weg-Markt mit einem klaren Favoriten wächst sie typischerweise, weil die Quoten weiter auseinanderliegen und die Rundungen der Buchmacher grosszügiger ausfallen. Bei exotischen Nebenmärkten — Torschütze, Eckbälle, Karten — liegt sie deutlich darüber. Das ist die Zahl, die ein Wetter kennen sollte, bevor er über eine Strategie spricht: Sie ist kein Ausreisser, sondern der Preis des Geschäfts.

Für die Kombiwette heisst das nichts Gutes. Die Marge sitzt in jeder Einzelquote, und die Gesamtquote ist das Produkt dieser Einzelquoten. Die Marge der Kette multipliziert sich damit ebenfalls: Bei zwei Voraussagen mit je rund 5 % Marge bleiben vom gemeinsamen Anteil grob 90 % übrig, bei drei rund 86 %, bei vier rund 81 %. Die genauen Werte hängen an den Quoten der einzelnen Märkte; die Richtung ist eindeutig. Wer eine lange Kombination baut, zahlt die Marge so oft, wie er Voraussagen stapelt — sie wird nicht einmal abgezogen, sondern einmal pro Glied.

Dasselbe Argument von der anderen Seite: Eine Kombiwette mit zwei Voraussagen zu je 1.90 ergibt eine Gesamtquote von 3.61. Wer dieselben zwei Märkte als Einzelwetten spielt, hat zwei voneinander unabhängige Ergebnisse — ein Treffer zahlt aus, auch wenn der andere verliert. Die Kombination tauscht diese Unabhängigkeit gegen die Multiplikation. Ob sich das lohnt, hängt vollständig davon ab, ob die eigenen Einschätzungen in beiden Ereignissen tatsächlich über der im Preis liegenden liegen. Ist das nicht der Fall, ist die Kette ein teurerer Weg zum selben Resultat.

Wie Sporttip und Jouez Sport gebaut sind — und worin sie sich trennen

Cluster 7 ist der Vergleich, und für Kombiwetten sind die Unterschiede nicht kosmetisch. Beide Häuser sind konzessioniert, beide sind an ein Vertragsgebiet gebunden, und beide haben Regeln, die ein Wetter nur einmal liest und danach nie wieder — bis sie ihn Geld kosten.

Einordnung: die zwei Bewilligungen und die zehn Namen auf dem Schein | Einordnu

Anbieter Bewilligungsstatus Veranstalterin bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51); Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51); Aufsicht Gespa Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande)
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Gamdom ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Rabona ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
PowBet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
X3Bet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung Tobique (Kanada), ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Playzilla ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Jackbit ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Die Spalte «gemeldete Bewilligung» ist der eigentliche Befund. Bei den zwei Veranstaltern steht dort eine Rechtsgrundlage, die in der Schweiz greift. Bei den acht ausländischen Namen steht entweder eine Bewilligung, die hier keine Wirkung entfaltet, oder gar keine nachvollziehbare Angabe. Ein Zwei-Spalten-Bild, in dem sich acht Zeilen einander gleichen, ist keine Auslassung, sondern die Information selbst: Es gibt für Sportwetten in der Schweiz keine dritte Bewilligung.

Was das für Kombinationsregeln bedeutet

Zwischen Sporttip und Jouez Sport liegen bei Kombinationen konkrete Unterschiede. Jouez Sport begrenzt die Kette auf 2 bis 10 Voraussagen und verlangt, dass die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi mindestens 1.10 beträgt und 100’000 nicht übersteigt. Sporttip setzt den Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten auf CHF 1 und den Höchsteinsatz auf CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000, und Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen — schlicht, kommentarlos, beim Absenden.

Der Höchstgewinn ist bei Jouez Sport ebenfalls gedeckelt: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Diese Deckel sind für Kombiwetten relevanter als für Einzelwetten, weil genau hier die hohen Quoten entstehen. Eine Kette, die rechnerisch über CHF 300’000 läge, zahlt nicht mehr aus. Und bei Sporttip verfallen Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, zugunsten des Zwecks von Swisslos; wer eine Auszahlung bestreiten will, muss innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief Einsprache erheben. Zwei Fristen, die im Alltag die teuersten sind, weil sich niemand an sie erinnert.

Die Gebiete und die Registrierung

Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz, und der Zugang ist zusätzlich an das Vertragsgebiet gebunden. Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Ein Wetter aus Genf kommt damit nicht an Sporttip, und einer aus Zürich nicht an Jouez Sport — nicht aus Ablehnung, sondern weil die beiden Häuser verschiedene Gebiete bedienen und ihre Konten an das jeweilige Gebiet binden.

Das ist mehr als eine Formalität, wenn man Kombiwetten vergleichen will. Die Wahl zwischen Sporttip und Jouez Sport ist für die meisten Wetter gar keine Wahl: Sie steht fest, wenn die Wohnadresse feststeht. Wer heute nach einem Vergleich der Schweizer Kombiwetten sucht, sucht in Wirklichkeit nach dem Regelwerk des eigenen Veranstalters — und danach, ob es sich lohnt, überhaupt eines zu haben.

Die Rechtslage: warum es genau zwei Adressen gibt

Cluster 2 erklärt, was in der Schweiz überhaupt erlaubt ist, und die Antwort ist so kurz, dass sie überrascht. Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019), und die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern. Nicht die ESBK — die beaufsichtigt nur Casinos. Es braucht eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel, und die Bewilligung «gilt nur in der Schweiz».

Ein hölzerner Richterhammer liegt auf einer polierten Tischplatte vor einem hohen Fenster mit weichem Morgenlicht.
Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300'000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Deshalb gibt es keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher: Es gibt keine weiteren. Die Gespa publiziert nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Die Nettoerträge fliessen an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen.

Was gesetzt werden darf und was nicht

Die bewilligte Offerte ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der autorisierten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Fassung 10.09.2026). Nur Sportereignisse — Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe nie. Die Liste enthält keine Eckball- oder Kartenmärkte und keinen Esport-Abschnitt. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.

Für Kombiwetten ist das die stillschweigende Begrenzung des ganzen Produkts. Wer eine zehnfache Kette bauen will, braucht zehn Märkte, die auf der Liste stehen — und die Auswahl an Sportarten, Wettbewerben und Wettarten ist enger, als das Angebot auf ausländischen Seiten suggeriert. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und live, soweit der Veranstalter über eine entsprechende Bewilligung verfügt; das Gesetz beschränkt sie nicht auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out ist nicht reguliert und bleibt eine Funktion des jeweiligen Veranstalters.

Ausländische Anbieter: keine Bewilligung, keine Schweizer Absicherung

Eine ausländische Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land — hat in der Schweiz keine Wirkung. Das Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar; für den Wetter selbst wird es nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keine Spielerschutz- oder Fair-Play-Kontrolle. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren; am Ende des Jahres 2025 standen 671 Domains darauf, und blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt. Auch bekannte Namen stehen auf dieser Liste.

Für den Wetter bedeutet das drei Dinge, die zusammen einen Merksatz ergeben: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Die Kehrseite ist ebenso klar und wird hier nicht schöngeredet: Die bewilligte Seite bietet vollen Schweizer Schutz, aber nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzbindung und eine Identitätsprüfung. Wer die eine Seite als «die sichere Wahl» verkauft, verkauft eine Halbwahrheit; beide Seiten haben ihren Preis.

Steuern: der Freibetrag, der praktisch nie greift

Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Der eidgenössische Schwellenwert liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (im Jahr 2025 bei CHF 1’070’400); der kantonale Schwellenwert weicht davon ab, weshalb hier «je nach Kanton» gilt und keine einzelne kantonale Zahl. Oberhalb des Schwellenwerts behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird.

Für Kombiwetten heisst das: In der Praxis ist der Gewinn einer Kombiwette weit unter dieser Grenze, und damit fällt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer an. Eine Steuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Anders liegt es bei ausländischen Anbietern: Deren Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis etwa von Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Das ist die unangenehmste Folge der offshore-Variante, weil sie erst im Nachhinein sichtbar wird. Wer sich unsicher ist, sollte eine Steuerberaterin oder die kantonale Steuerverwaltung fragen.

Spielerschutz: die Limite, die den Einsatzrahmen hält

Cluster 3 ist der Teil, an dem die Kombiwette aufhört, ein Rechenspiel zu sein. Je mehr Voraussagen in einer Kombination stecken, desto seltener geht sie auf. Das ist keine Warnung, sondern Arithmetik — und sie hat eine praktische Konsequenz, die viele Wetter erst merken, wenn die Limite schon greift.

Limiten setzt der Wetter, nicht der Staat

Die Schweiz hat keine gesetzlich fixierte Einzahlungsgrenze. Der Veranstalter muss aber verlangen, dass Spielende Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste setzen. Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Gesetzlich wäre bei einer Erhöhung eine Frist von 24 Stunden vorgesehen; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an.

Die 72 Stunden sind die wichtigste Zahl dieses Abschnitts. Sie sind die Zeit, in der ein Wetter nach einer unruhigen Nacht keine höhere Limite bekommt — und genau deshalb dort. Wer seine Kombiwetten-Strategie auf einen Schein stützt, der «morgen sicher aufgeht», sollte diesen Timer kennen.

Die Spielsperre und das Register

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben, und eine Fachstelle ist daran beteiligt; eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Die Grenze des Systems ist dokumentiert und gehört auf die Seite, weil sie die Limiten in ein anderes Licht rückt: Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Der Schutz an der Verkaufsstelle ist damit nicht streng. Wer seine Limiten selbst setzen will, setzt sie dort, wo sie tatsächlich greifen: im Online-Konto.

Warum eine lange Kette ein Spielerschutz-Thema ist

Eine Kombination mit acht Voraussagen fühlt sich anders an als eine mit zwei, obwohl der Einsatz identisch ist. Das Gefühl sagt: fast gewonnen. Die Quote sagt: unwahrscheinlich. Zwischen diesen beiden Sätzen liegt das Auseinanderdriften, das die Kombiwette für viele Wetter so attraktiv und für die eigenen Limiten so gefährlich macht — nicht, weil sie mehr kostet, sondern weil sie öfter knapp verliert und näher an einem Gewinn aussieht, als sie ist.

Dazu kommt der Mechanismus der Erhöhung. Wer seine Limite senkt, wartet nicht; wer sie erhöht, wartet 72 Stunden. Das ist die einzige Stelle im ganzen System, an der die Verzögerung auf der Seite des Schutzes steht. Wer sie umgehen möchte, sollte das als Signal lesen und nicht als Hindernis.

Bonus und Booster: der Aufschlag, der die Marge nicht anfasst

Cluster 4 schliesst den Kreis, und es ist der Abschnitt, in dem die Werbung am lautesten spricht. Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Rechnen wir das an einem eigenen Beispiel durch: Ein Einsatz von CHF 10 auf eine Kombination aus zehn Voraussagen mit je Quote 1.50 ergibt eine Gesamtquote von 57.67 und damit einen Nettogewinn von CHF 566.70. Der Aufschlag von 40 % darauf wären CHF 226.68. Das ist eine echte Grösse — und sie steht neben einer Gesamtquote, die in etwa jedem Fall von zehn Voraussagen weit davon entfernt ist, überhaupt erreicht zu werden. Der Booster erhöht den Gewinn eines gewonnenen Scheins. Er erhöht nicht die Chance, dass der Schein gewinnt.

Was Quoten- und Profitboosts anders machen

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Unterschied zum Kombiboost ist strukturell: Der Kombiboost belohnt die Zahl der Voraussagen, der Quotenboost belohnt die einzelne Wette. Für einen Wetter, der die Marge in jeder Quote kennt, ist der Quotenboost damit der grundsätzlich günstigere Hebel — er setzt auf ein Ereignis und bezahlt den Aufschlag nicht mit einer zusätzlichen Marge.

Bei der Loterie Romande ist der Weg zu Gratisspielguthaben ein anderer: Freispiele oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 gab die Aufsicht 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Die Beträge und Bedingungen kommen ausschliesslich aus den eigenen Bedingungen des jeweiligen Veranstalters.

Wie sich der Booster gegen den Wetter verschiebt

Der Kombiboost wächst mit der Zahl der Voraussagen, und das ist kein Zufall, sondern Kalkül. Jede zusätzliche Voraussage senkt die Trefferwahrscheinlichkeit der Kette, während die Quote langsamer wächst als die Bedingung. Der Aufschlag ist damit eine Rückvergütung auf die selten gewordenen Fälle — eine Wette darauf, dass der Wetter die 40 % sieht und nicht die zehn Bedingungen, aus denen sie entstehen. Wer den Booster mitnimmt, sollte ihn als das behandeln, was er ist: eine kleine Verbesserung des Ergebnisses in einem Fall, der ohnehin selten eintritt.

Die Schweizer Veranstalter im Vergleich

Was auf dem Wettschein steht, entscheidet sich nicht am Bonus, sondern an der Bewilligung. Die folgenden Einschätzungen ordnen die zwei Schweizer Veranstalter nach denselben Kriterien wie die ausländischen Namen: Kombinationsregeln, Einsatz- und Gewinnlimiten, Auszahlung. Bei den acht ausländischen Anbietern ist der Befund einheitlich und deshalb kurz — sie brauchen keine Schweizer Bewilligung zu haben und haben keine.

Swisslos Sporttip: die grösste Auswahl, die engsten Fesseln

Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Bei Kombinationen ist Sporttip das flexiblere der beiden Häuser. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000; für Systemwetten sind es CHF 10’000. Ergänzend gibt es den Kombiboost auf den Nettogewinn, der bei mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50 einsetzt und bis 100 % bei fünfzehn Voraussagen steigt. Dazu kommt eine Regel, die für Kombinationen wichtiger ist als jede Quote: Abgesagte Ereignisse, die nicht innert 48 Stunden nachgeholt werden, setzen die betroffene Voraussage auf 1.00, statt die ganze Kette zu killen. Wer Kombinationen über mehrere Tage baut, profitiert davon mehr als von jedem Booster.

Was das Haus dagegen tut, ist nicht schüchtern. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen — kein Hinweis, keine Zwischenlösung. Gewinne, die 26 Wochen nach der Bekanntmachung der Wettauswertung nicht geltend gemacht wurden, verfallen zugunsten des Zwecks von Swisslos. Wer eine verweigerte Auszahlung bestreiten will, hat 10 Tage und braucht einen eingeschriebenen Brief. Dazu kommen die beiden Live-Regeln mit Quote 1.00, die einen laufenden Schein in einer einzigen Minute entwerten können. Die Kehrseite ist der Preis für ein System, das den Wetter nicht um jeden Einsatz buhlt.

Bei den Abhebungen ist Swisslos grosszügiger, als man nach diesen Zahlen erwartet: Spielguthaben wird innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto ausgezahlt; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne über CHF 1’000 bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen überwiesen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Wer Kombiwetten spielt, sollte diesen Satz zuletzt lesen — aber lesen. Ein Booster-Gewinn, der im Gratisspielguthaben landet, ist ein Guthaben, das nicht auf dem Konto ankommt, auf dem die Miete abgeht.

Loterie Romande Jouez Sport: die schärfste Obergrenze des Landes

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit Sitzangabe Avenue de Provence 14 in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden. Das ist die kleinere Bühne, aber nicht das kleinere Regelwerk.

Für Kombinationen setzt Jouez Sport klare Kanten: 2 bis 10 Voraussagen pro Kombiwette, eine Mindestquote von 1.10 und eine Obergrenze der Gesamtquote von 100’000. Der Höchstgewinn liegt bei CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und bei CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Diese Deckel sind in der Praxis selten bindend, aber sie sind die einzigen harten Grenzen dieser Art im Land — und sie sind für Kombinationswetten formuliert, nicht für Einzelwetten. Wer zehn Voraussagen mit hohen Quoten stapelt, sollte wissen, wo die Auszahlung endet: nicht dort, wo die Quote endet.

Dass die Westschweizer ihre Kombinationen auf zehn Voraussagen begrenzen, während Sporttip über Systemwetten mehr zulässt, sagt etwas über das Verhältnis der beiden Häuser zum Produkt. Jouez Sport definiert die Kombiwette eng und schützt die eigene Bilanz an der Obergrenze; Sporttip lässt mehr zu und zieht die Grenze beim Höchsteinsatz. Für den Wetter ist die Frage damit nicht, welches Haus mehr erlaubt, sondern welches Limit ihn im konkreten Fall stärker trifft.

Bei der Registrierung gilt dasselbe Muster wie bei Swisslos: Der Zugang ist an das Vertragsgebiet gebunden, und ein Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz in den sechs Kantonen erhältlich. Wer heute über einen Wechsel nachdenkt, denkt über einen Umzug nach.

WirWetten: bekannte Marke, kein Schweizer Papier

WirWetten gehört zu den Namen, die Schweizer Wetter kennen, und das ist der Punkt, an dem die Verwechslung beginnt. Eine Bewilligung für Sportwetten in der Schweiz besitzt der Anbieter nicht; nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hier Sportwetten veranstalten. Eine gemeldete Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung, und der Anbieter hängt nicht am Schweizer Sperrregister. Wer dort eine Kombiwette spielt, kombiniert unter Bedingungen, die in der Schweiz niemand prüft, und hat bei einem Streit keinen Schweizer Rechtsweg. Seine Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren.

Bekanntheit ist kein Bewilligungsersatz. Wer eine zehn Voraussagen lange Kette bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung platziert, verliert im Streitfall die Instanz, an die er sich wenden könnte — nicht die Wette, sondern den Weg, auf dem er sie durchsetzen könnte.

Gamdom: keine Schweizer Bewilligung, kein Sperrregister

Gamdom wird von Schweizer Wettern häufig genannt, und die Einordnung bleibt dieselbe wie bei jedem Anbieter ausserhalb der beiden konzessionierten Häuser: keine Bewilligung für Sportwetten in der Schweiz, keine Wirkung einer anderswo gemeldeten Erlaubnis, keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister. Eine Sperre, die ein Wetter sich hier selbst setzt, gilt für diesen Anbieter nicht — das Sperrregister erfasst Schweizer Veranstalter und Casinos, nicht ausländische Sportwettseiten.

Genau darin liegt die praktische Folge für Kombinationswetten. Wer in einer schwierigen Phase seine Limiten bei einem Schweizer Veranstalter senkt und die Limite im Ausland weiterlaufen lässt, hat die Limite nicht gesetzt, sondern nur verschoben. Eine Kette mit fünf oder mehr Voraussagen ist genau das Muster, das in solchen Phasen entsteht.

Rabona: kein Schweizer Rechtsweg

Rabona ist einer der acht Namen ohne Schweizer Bewilligung, und mehr lässt sich über die Bewilligungsfrage nicht sagen, ohne eine Behauptung zu erfinden. Für einen Wetter, der Kombinationen spielt, ist die relevante Folge eine prozessuale: Wo kein Schweizer Veranstalter, dort kein Schweizer Rechtsweg. Ein Streit über eine falsch gewertete Voraussage in einer Kette wird nicht vor einer Schweizer Instanz ausgetragen.

Das ist keine theoretische Möglichkeit, sondern der Alltag dieses Produkts. Kombiwetten erzeugen mehr Streitfälle als Einzelwetten, weil mehr Ereignisse gewertet werden müssen und eine einzige Wertungsfrage den ganzen Schein entscheidet. Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung hat bei solchen Fragen die Definitionsmacht allein.

Boomerang Bet: die Domain kann auf der Sperrliste landen

Boomerang Bet hat keine Schweizer Bewilligung, und die Domains des Anbieters können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Für einen Wetter bedeutet das ein konkretes Szenario, das nichts mit Sport zu tun hat: Der Zugang kann von einem Tag auf den anderen verschwinden, während eine Langzeit-Kombination noch läuft.

Wer Kombinationen über Wochen oder Monate hält — und das ist bei Ketten aus Ligaspielen über mehrere Spieltage der Normalfall —, sollte diesen Punkt nicht als Randnotiz lesen. Ein gesperrter Zugang ist kein Zahlungsproblem, sondern ein Zugangsproblem, und ein Wettgewinn, den man nicht abrufen kann, ist ein Guthaben auf einem Server, den man nicht mehr erreicht.

PowBet: acht ausländische Namen, ein einheitlicher Befund

PowBet teilt das Muster aller acht ausländischen Anbieter in dieser Übersicht, und deshalb lässt sich die Bewilligungsfrage hier in einem Satz abtun: keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Was bleibt, ist die Frage, ob ein Anbieter ohne diese Anbindung überhaupt Kombinationen anbietet, die den Namen verdienen — und darüber steht in den Schweizer Veranstalterbedingungen nichts, weil sie ihn nicht betreffen.

Die acht Namen unterscheiden sich in ihrer Schweizer Rechtsstellung nicht. Wer sie trotzdem vergleichen will, vergleicht Bedingungen und nicht Bewilligungen — und trägt dabei das Risiko einer Bewertung, die in der Schweiz niemand nachprüft.

X3Bet: eine Bewilligung mit Sitz in Kanada

X3Bet ist der eine Fall unter den acht, in dem eine gemeldete Bewilligung überhaupt eine Spur hat: gemeldet wird Tobique (Kanada). Auch das ändert die Schweizer Rechtsstellung nicht. Eine ausländische Bewilligung entfaltet hier keine Wirkung, der Anbieter hängt nicht am Schweizer Sperrregister, und ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht; die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.

Dass überhaupt eine Bewilligung gemeldet ist, ist der einzige Unterschied dieser Zeile. Für einen Wetter, der seine Kombinationen auf einen Schein setzt, ist er keiner.

Playzilla: die Bewilligungsfrage bleibt offen

Playzilla hat keine Schweizer Bewilligung, und das ist die einzige gesicherte Aussage über seine Stellung in diesem Markt. Wer im Ausland nach einer Bewilligung sucht, findet eine Angabe, die in der Schweiz keine Wirkung entfaltet; wer eine Schweizer Bewilligung sucht, findet keine, weil es für Sportwetten hier keine dritte gibt. Für Kombinationswetten gilt: Es gibt keinen Schweizer Veranstalter hinter dem Schein, an den man sich wenden könnte.

Was ein Wetter tun kann, ist konkret und unromantisch: die Bedingungen zur Wertung abgesagter Ereignisse, zur Obergrenze der Gesamtquote und zum Höchstgewinn vor dem ersten Einsatz lesen. Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sind diese Sätze nicht Verhandlungsmasse, sondern die einzige Grundlage, die es gibt.

Jackbit: der Anbieter, der am wenigsten zu verlieren hat

Jackbit hat keine Schweizer Bewilligung, keinen Anschluss an das Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg; die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden. Damit ist die Liste der acht abgeschlossen, und ihr Muster ist der eigentliche Vergleichsbefund dieser Seite: Bei den beiden konzessionierten Veranstaltern stehen Regeln, die ein Gericht und eine Aufsicht prüfen. Bei den acht ausländischen Namen steht eine Rechtsstellung, die in der Schweiz nichts bedeutet.

Wer Kombinationen bei einem solchen Anbieter spielt, spielt ein Produkt, dessen schwierigste Frage — wie wird eine abgesagte oder verschobene Begegnung in der Kette gewertet — nicht durch Schweizer Regeln entschieden wird. Bei Swisslos ist das in den Sporttip-Bedingungen geregelt, mit einer 48-Stunden-Frist und der Quote 1.00. Genau dieser Satz fehlt auf der anderen Seite der Grenze.

Wo die Entscheidung tatsächlich fällt

Die Suchanfrage nach einer Kombiwetten-Strategie geht davon aus, dass es eine Technik gibt, die mehr aus dem Schein holt. Es gibt sie, aber sie besteht nicht aus Mut, sondern aus Verzichten. Wer die Marge in jeder einzelnen Quote kennt, verzichtet von selbst auf Ketten, die aus acht Voraussagen bestehen, weil er weiss, dass er sie nicht achtmal, sondern achtmal über denselben Preisen kauft. Wer die Regeln zur abgesagten Begegnung kennt, baut anders — kürzer, über weniger Spieltage, mit Ereignissen, die tatsächlich stattfinden.

Der zweite Verzicht ist der auf die Illusion der Kontrolle. Eine Kombination aus vier Voraussagen lässt sich in jedem Schritt begründen und verliert trotzdem in den meisten Fällen. Das ist kein Fehler in der Vorbereitung. Es ist der Normalzustand eines Produkts, in dem die Quote das Produkt der Einzelquoten ist und die Bedingung das Produkt der Einzelbedingungen — und das der Veranstalter so gestaltet hat, weil er weiss, welcher Faktor schneller fällt.

Was bleibt, ist die Einordnung. Die zwei konzessionierten Veranstalter sind nicht austauschbar, aber für die meisten Wetter steht ohnehin nur einer zur Wahl, weil das Vertragsgebiet die Entscheidung trifft. Innerhalb dieses Rahmens ist Sporttip bei Kombinationen das flexiblere Haus mit der besseren Behandlung abgesagter Ereignisse und dem Kombiboost, aber mit einer harten Kante bei den Limiten und einer 26-Wochen-Frist für Gewinne. Jouez Sport ist das engere Haus mit einer klaren Obergrenze bei der Gesamtquote und einem Höchstgewinn, der in einem Abschnitt aufgeführt wird, in dem man ihn liest und dann vergisst.

Und die acht Namen ohne Schweizer Bewilligung lösen keine dieser Fragen, sie verschieben sie nur: in ein Rechtsystem, in dem der Wetter keine Instanz hat, in eine Steuerlage, die von Kanton zu Kanton anders aussehen kann, und in ein Sperrsystem, das ihn nicht kennt.

Häufige Fragen zur Kombiwette

Muss bei einer Kombiwette wirklich alles richtig sein?

Ja. Eine Kombiwette gewinnt nur, wenn jede einzelne Voraussage eintrifft. Eine einzige falsche Voraussage macht den gesamten Schein ungültig, unabhängig davon, wie die übrigen ausgegangen sind. Es gibt keine Teilauszahlung und keine anteilige Wertung, ausser bei Systemwetten, die aus einer Auswahl mehrere Kombinationen bilden.

Wie wird die Gesamtquote aus den Einzelquoten berechnet?

Die Einzelquoten werden miteinander multipliziert. Zwei Quoten von 1.90 ergeben 3.61, drei ergeben 6.86. Der Gewinn ist Einsatz mal Gesamtquote. Bei Sporttip wird dieser Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet; bei Jouez Sport darf die Gesamtquote 100’000 nicht übersteigen.

Warum geht keine Kombiwetten-Strategie dauerhaft auf?

Weil in jeder Quote eine Marge des Veranstalters steckt und sich diese Marge mit jeder Voraussage multipliziert. Bei einem Markt mit rund 5 % Marge bleiben von zwei Voraussagen etwa 90 % übrig, von drei etwa 86 %. Zusätzlich verlangt jede Voraussage, dass ein weiteres Ereignis eintrifft — die Trefferwahrscheinlichkeit der Kette sinkt schneller als ihre Quote fliesst.

Wie viele Voraussagen erlaubt Jouez Sport?

Eine Kombiwette bei Jouez Sport umfasst 2 bis 10 Voraussagen. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn liegt bei CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und bei CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen.

Was passiert, wenn eines der Spiele abgesagt wird?

Bei Sporttip ist die Wette ungültig, wenn das Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt wird. Eine Einzelwette wird zurückbezahlt; in einer Kombinationswette erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00 und die Kette läuft mit den übrigen weiter. Die Gesamtquote sinkt entsprechend.

Lohnt sich bei jeder Quote eine Einzelwette mehr als eine Kombination?

Nicht bei jeder, aber häufig. Zwei Einzelwetten zahlen aus, sobald eines der beiden Ereignisse eintrifft; die Kombination zahlt nur bei beiden. Die Kombination hat die höhere Quote, die Einzelwetten die höhere Zahl möglicher Auszahlungen. Welche Seite überwiegt, hängt davon ab, ob die eigenen Einschätzungen in beiden Ereignissen über der im Preis liegenden Wahrscheinlichkeit liegen.

Inhalt erstellt vom Team «zahlungenwettench»