Quotenrechner Sportwetten 2026 im Test: rechnen lässt sich viel, gewinnen nicht
Ladevorgang...
Oktober 29, 2026 — Bewilligungen geprüft gegen die Angaben der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern.
Ein Quotenrechner tut genau eine Sache: Er multipliziert Zahlen, die Sie ihm geben. Er kennt den Ausgang nicht, er kennt Ihre Quote nicht, und er hat keine Meinung dazu, ob die 1.90, die Sie eintippen, irgendwo auf der Welt tatsächlich angeboten wird. Genau darin liegt sein Wert und genau darin sein Preis. Wer die Rechnung beherrscht, sieht vor dem Klick auf «Wette platzieren», was zurückkommt — und sieht nebenbei, was der Veranstalter für sich behält.
In der Schweiz ist dieser Blick nüchterner als anderswo, weil das Angebot klein ist. Zwei Veranstalter dürfen Sportwetten anbieten, jeder in seinem Gebiet, und ein paar hundert ausländische Domains, die man hierzulande aufrufen kann, haben mit Schweizer Recht nichts zu tun. Ein Rechner auf einer ausländischen Seite rechnet deshalb munter Kombinationen durch, die ein Schweizer Veranstalter gar nicht erst annimmt. Die folgende Übersicht ordnet die Werkzeuge, die Formeln und die Grenzen — und vor allem die Kosten, die in jedem dieser Schritte stecken.
Wettmärkte und Quotenformate: was Sie überhaupt eingeben
Wer einen Rechner zum ersten Mal öffnet, starrt auf ein Feld mit der Beschriftung «Quote» und eine Tastatur. Dahinter liegt die eigentliche Entscheidung: welche Wette, welcher Markt, welche Zahl.
Vom Ereignis zur Zahl auf dem Bildschirm
Eine Quote ist keine Vorhersage, sondern ein Preis. Sie sagt, wie viel der Veranstalter für einen Einsatz von einer Einheit zurückzahlt, wenn der Tipp stimmt. Alles Weitere ist Bruchrechnen mit zwei Vorzeichen. Der Reingewinn einer Sportwette mit festen Quoten errechnet sich als Einsatz × (Quote − 1). Bei einem Einsatz von CHF 20 auf eine Quote von 2.10 bleiben also CHF 22.00 Gewinn — die Einsatzsumme selbst kommt separat zurück, und in dieser Trennung liegt der erste Denkfehler, den ein Rechner gnadenlos sichtbar macht: Die Quote 2.10 bedeutet nicht «doppeltes Geld», sondern 1.10-faches Geld auf den Einsatz obendrauf.
Was in das Feld kommt, bestimmt der Markt. Der klassische Dreier (Heimsieg, Remis, Auswärtssieg) ist der bekannteste, aber lange nicht der einzige. Es gibt Zwei-Weg-Märkte mit Remis-Ausschluss, Handicap-Märkte mit einer vorab eingerechneten Vorgabe, Tor- und Ergebnis-Kombinationen, Halbzeit-Märkte und Langzeitwetten auf einen Saisonausgang. Jeder dieser Märkte bringt eine eigene Quote mit, und jeder hat eine andere Marge. Ein Rechner prüft das nicht. Er nimmt, was Sie hineinschreiben, und liefert eine Zahl zurück, die exakt so gut ist wie ihre Eingabe.
Auch die Schreibweise der Quote ist kantonal unterschiedlich, je nachdem, wo die Seite herkommt. Dezimalquoten sind der Standard im Schweizer Umfeld, die angelsächsischen Formate tauchen auf ausländischen Portalen auf. Dieselbe Quote 1.40 lässt sich als 2/5 lesen oder als −250, und wer das nicht auseinanderhält, vertippt sich schon beim ersten Versuch.
Wer vor der Eingabe steht, tut gut daran, den Markt zuerst zu wählen und die Quote danach. Die umgekehrte Reihenfolge führt fast immer dazu, dass man eine Quote in ein Feld tippt, das eine andere Frage stellt.
Einzelwette, Kombiwette, Systemwette: drei Rechenwege
Der Rechner unterscheidet die drei Wettformen nicht aus Neugier, sondern weil sie mathematisch nichts miteinander zu tun haben.
Bei der Einzelwette steht eine Voraussage gegen eine Quote. Bei einer Kombinationswette werden die Einzelquoten multipliziert, der Einsatz gilt für die gesamte Wette, und gewonnen ist sie nur, wenn jedes einzelne Ereignis richtig getippt wurde. Das ist der Satz, an dem sich die Stimmung entscheidet. Vier Favoriten zu je 1.50 ergeben eine Gesamtquote von 5.06, aber die Trefferwahrscheinlichkeit ist nicht die eines Favoriten — sie ist das Produkt aus vier Favoritensiegen. Der Rechner zeigt die 5.06 in Fettschrift. Über den Rest schweigt er.
Die Systemwette ist die dritte Form und diejenige, bei der die meisten den Überblick verlieren. Eine Systemwette fasst mehrere ähnliche Kombinationswetten zusammen und wird als «X aus Y» angegeben; jede dabei entstehende Kombination heisst Wettreihe. «3 aus 4» heisst: Sie wählen vier Ereignisse, der Rechner bildet daraus jede Dreier-Kombination, die möglich ist. Sie gewinnen, wenn mindestens drei Ihrer vier Tipps stimmen. Was der Rechner nicht in Grossbuchstaben schreibt: Der Einsatz wird nicht einmal abgebucht, sondern für jede Wettreihe. Vier Dreier-Reihen aus einem Einsatz von CHF 10 kosten CHF 40. Das ist die häufigste Überraschung an der Kasse, und sie ist keine Kleinigkeit.
Wer diese drei Formen einmal von Hand durchgerechnet hat, versteht jede Rechnerseite der Welt. Der Unterschied zwischen einem guten und einem mittelmässigen Rechner liegt nicht in der Multiplikation — die ist bei allen gleich — sondern darin, wie ehrlich er mit dem Einsatz umgeht.
Die Quotenrechner im Vergleich: welche Werkzeuge die Formeln offenlegen
Bei einem Werkzeug, das nur multipliziert, sind die Fehlerquellen woanders zu suchen. Ein brauchbarer Rechner sagt, welche Wettform er beherrscht, ob er Systemwetten als Reihen ausweist oder nur eine Gesamtsumme zeigt, wie er mit Quotenformaten umgeht und ob sein Ergebnis nachvollziehbar ist. Ein unbrauchbarer Rechner zeigt eine grosse Zahl und sonst nichts.
Woran sich Rechner unterscheiden lassen
Bei der Frage, was ein Quotenrechner leisten kann, gibt es drei Prüfsteine, die sich in Sekunden abhaken lassen. Erstens die Wettformen: Ein Rechner, der nur Einzelwetten kennt, ist für Kombinationen unbrauchbar, und einer, der Systemwetten auf eine Summe eindampft, verschweigt genau die Zahl, für die man ihn aufgerufen hat. Rechner aus dem Umfeld der grossen europäischen Portale decken das üblicherweise ab — Einzel-, Kombi- und Systemwetten mit einem bis zwanzig Auswahlen, je nach Anbieter. Zweitens die Quotenformate: Wer Bruch- und US-Quoten umrechnet, spart Kopfrechnen, aber nur, wenn der Rechner die Rückrechnung zeigt. Drittens die Transparenz: Ein Rechner, der Zwischenergebnisse offenlegt — Gesamtquote, Reihen, Einsatz pro Reihe — taugt für echte Entscheidungen. Einer, der eine Endsumme aufblitzen lässt, taugt für Werbung.
An dieser Stelle schlägt die Schweizer Lage auf die Werkzeugwahl durch. Ein Rechner auf einer ausländischen Seite ist technisch oft besser ausgestattet als alles, was Schweizer Veranstalter anbieten, und rechnet Systemwetten durch, die hierzulande gar nicht platziert werden dürfen. Das ist kein Grund zur Freude. Es ist der Moment, in dem man sich fragt, wozu man eine Auszahlung für einen Wettschein ausrechnet, den man am Ende nicht abgeben kann — oder abgeben kann, aber ohne Schweizer Rechtsschutz, ohne Eintrag im hiesigen Spielsperrsystem und mit steuerlichen Folgen, die je nach Kanton anders aussehen.
Für die wenigen Wettformen, die in der Schweiz erlaubt sind, reicht ein Taschenrechner. Für alles darüber hinaus braucht man keinen besseren Rechner, sondern eine Entscheidung.
Von der Handrechnung zum Werkzeug
Es gibt keinen Preis zu vergleichen, weil keiner dieser Rechner Geld kostet. Die Kosten liegen eine Ebene tiefer und sind unangenehmer.
Ein Rechner aus einem ausländischen Portal ist mit dem Ziel gebaut worden, Sie länger auf der Seite zu halten. Er liefert schnelle, saubere, ermutigende Zahlen. Er zeigt nicht den Steuerfreibetrag, der für Schweizer Gewinne gilt, nicht die 35 % Verrechnungssteuer oberhalb der Schwelle und nicht die kantonale Praxis, die ausländische Gewinne ganz anders behandelt als inländische. Ein Schweizer Veranstalter wiederum rechnet Ihnen die Wette ohnehin vor, bevor Sie sie bestätigen — dafür brauchen Sie kein fremdes Fenster.
Was ein Rechner wirklich leistet, ist Disziplin. Wer die Gesamtquote einer Achtfach-Kombi selbst gesehen hat, tippt sie seltener. Wer die Reihen einer Systemwette gezählt hat, merkt vor dem Absenden, dass der Einsatz sich vervierfacht. Der Nutzen liegt also nicht im Ergebnis, sondern im Moment des Zögerns, den das Ergebnis auslöst.
Es lohnt sich deshalb, die Rechenwege selbst zu können. Wer den Reingewinn im Kopf überschlägt, erkennt auf jeder Seite sofort, ob das Angebot stimmt.
Grundlagen: wie ein Quotenrechner rechnet und wo seine Grenzen liegen
Ein Rechner ist ein Vertrag mit sich selbst: Gleiche Eingabe, gleiche Ausgabe, jedes Mal. Die Frage ist, was man eingibt.

Die Formeln, die hinter jedem Werkzeug stehen
Die Basisformel ist kurz genug, um sie auswendig zu können: Einsatz × Quote ergibt die Auszahlung, Einsatz × (Quote − 1) den Reingewinn. Alles andere baut darauf auf. Bei einer Kombination multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote, und die Auszahlung ist Einsatz × Gesamtquote. Bei einer Systemwette entstehen aus einer Auswahl mehrere Wettreihen, deren Quoten jeweils ein Produkt aus Teilquoten sind; die Summe der möglichen Auszahlungen zeigt, wie viel bei welcher Trefferkonstellation zurückkommt. Wer das einmal gesehen hat, versteht auch, weshalb Systemwetten für Anfänger eine Falle sind: Sie sehen nach Absicherung aus und sind in Wahrheit eine Vervielfachung des Einsatzes.
Die Schweizer Veranstalter runden das Ergebnis noch nach. Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote (bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten) und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Auf einen einzelnen Wettschein wirkt das wie eine Randnotiz. Über hunderte Wetten ist die Abrundung eine stille Einnahmequelle, und kein Rechner auf dem Markt bildet sie nach. Wer seine Bilanz selbst führt, sollte sie nachtragen.
Die andere Grenze liegt im Faktor Zeit. Eine Quote ist ein Preis für einen bestimmten Moment. Ein Rechner rechnet mit der Zahl, die Sie eintippen — nicht mit der, die zehn Minuten später im Programm steht. Beim Livewetten ändert sich die Quote im Sekundentakt, und keine Rechnerseite sagt Ihnen, ob die Zahl, mit der Sie gerade jonglieren, noch gilt.
Von der Einzelwette über die Kombi zur Systemwette
Der Weg, den ein Wettender beim Rechnen geht, ist immer derselbe, und es hilft, ihn einmal bewusst zu gehen.
Erstens: Ereignis und Markt festlegen. Nicht «ich rechne mal», sondern «diese Wette will ich abgeben». Zweitens: Quote eintragen, so wie sie tatsächlich dasteht, samt allen Bedingungen des Marktes. Drittens: Wettform wählen und den Einsatz richtig zuordnen — bei der Kombi für die Gesamtwette, bei der Systemwette pro Reihe. Viertens: Auszahlung und Reingewinn getrennt lesen. Fünftens, und das ist der Schritt, den fast alle überspringen: prüfen, ob der Einsatz zu dem passt, was Sie verlieren können, ohne dass es den Rest des Monats verändert.
Zwischen viertens und fünftens passiert meistens nichts. Dabei gehört die Frage dorthin: Ein Rechner zeigt mögliche Gewinne, aber nicht, ob der Einsatz zum Budget passt. Er addiert Ihre Verluste nicht, er kennt Ihr Limit nicht, er erinnert sich nicht an den gestrigen Wettschein. Das ist keine Schwäche des Werkzeugs. Das ist der Teil, den niemand für Sie rechnen kann.
Dass sich Schweizer Wetten in einer wichtigen Hinsicht unterscheiden, liegt in der Sache selbst begründet und nicht in der Software. Die reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer (etwa Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer eine Langzeit- oder Turnierwette rechnet, muss diese Regel kennen, sonst rechnet er einen Ausgang, der nicht der gewettete ist.
Was ein Rechner verschweigt
Der wichtigste Punkt dieses Abschnitts ist eine Zahl, die kein Werkzeug von sich aus zeigt.
Jede Quote enthält die Marge des Veranstalters. Sie ist der Teil des Preises, den der Veranstalter einbehält, ganz gleich, wie das Sportereignis ausgeht — und sie steckt bereits in der Zahl, die Sie in das Feld tippen. Beim klassischen Dreier lässt sie sich aus den drei Quoten der drei Ausgänge ausrechnen. Nehmen wir einen illustrierten Zwei-Weg-Markt mit Quoten von 1.90 auf beiden Seiten — ein Beispiel, kein am Markt beobachteter Preis. Die Auszahlungsquote über beide Ausgänge ist 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also 0.95. Die Marge ist der Rest, 5 %. Von jedem Franken, der auf diesen Markt fliesst, bleibt rechnerisch ein Fünftel-… nein, ein Zwanzigstel beim Anbieter, und das unabhängig davon, welcher Ausgang eintritt. Anschaulicher: Aus zwei Einsätzen von je CHF 100 auf die beiden Seiten nimmt der Veranstalter CHF 200 ein und zahlt CHF 190 zurück.
Wichtig ist, was dieses Ergebnis nicht ist. Es ist eine Bandbreite, keine feste Grösse. Die Marge eines Dreier-Marktes ist nicht die Marge eines Handicaps, die Marge einer Fussballwette nicht die einer Eishockeywette, und der Wert hängt am konkreten Markt, an der konkreten Liga und am konkreten Tag. 5 % sind für einen Hauptmarkt eines grossen Wettbewerbs ein gewöhnlicher Wert; exotische Märkte liegen spürbar höher, und ein Veranstalter, der seine Quoten selbst festlegt, muss sich an keinen Durchschnitt halten. Wer wissen will, was ein Buchmacher auf einem bestimmten Markt behält, muss die drei oder zwei Quoten dieses Marktes nehmen und den Quotenschlüssel selbst bilden — ein Rechner tut das nicht für ihn.
Der Rechner zeigt die Marge nicht, weil die Marge die Frage beantwortet, wie viel man gewinnen müsste, um sie zu schlagen. Das ist eine unbequeme Zahl, und sie steht selten auf der Startseite.
Die Rechtslage: welcher Rahmen beim Rechnen mitgedacht werden muss
In der Schweiz darf nicht jeder Sportwetten anbieten, und wer es darf, darf nicht alles anbieten. Beides wirkt direkt auf das, was Sie in einen Rechner eingeben.

Wer eine Wette veranstalten darf
Online-Sportwetten sind ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern; Geldspielkonkordat in Kraft seit 1.1.2021) beaufsichtigt — nicht von der ESBK, die nur die Casinos überwacht. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS), und sie «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport.
Wer ein Quotenrechner-Ergebnis in eine echte Wette umsetzen will, kommt an dieser Grenze nicht vorbei. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Wer ausserhalb dieses Gebiets wohnt, bekommt dort kein Konto, und zwar unabhängig davon, wie gut der Rechner ist. Für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura ist die Loterie Romande zuständig. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus (Art. 47 Abs. 3 VGS) und in der Praxis zusätzlich einen Wohnsitz im jeweiligen Gebiet.
Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der gesperrten ausländischen Domains. Wer nach einer dritten Schweizer Bewilligung sucht, sucht nach etwas, das nicht existiert.
Was überhaupt gewettet werden darf
Weil das Angebot geschlossen ist, ist auch der Gegenstand geschlossen. Sportwetten betreffen Sportveranstaltungen —Wetten auf das Wetter, auf Politik oder auf Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Die zulässige Palette ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden stehen nur darin, wenn sie gelistet sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Rangierungswetten nur, wenn die Rangierung den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe stehen nie darin. E-Sport findet in der Liste keine Sektion. Wer sich auf einem internationalen Portal an einer E-Sport-Wette oder einem Eckball-Markt erfreut, rechnet dort mit einem Angebot, das ein Schweizer Veranstalter nicht anbieten darf.
Die praktische Folge für den Rechner ist so unspektakulär wie folgenreich: Ein Schweizer Wettschein enthält weniger Märkte. Weniger Märkte heisst weniger Gelegenheiten, eine fragwürdige Quote zu finden — und mehr Gelegenheiten, in genau den Märkten zu landen, in denen die Marge am höchsten ist, weil die Auswahl klein ist. Was das für den Erwartungswert bedeutet, steht in der Rechnung zur Marge, und die gehört hierher: Die Marge wächst, wenn die Auswahl schrumpft.
Wetten ab 18 Jahren sind erlaubt, Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen (Art. 72 BGS). Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Der Preis derselben Rechnung ausserhalb der Bewilligung
Hier wird die Kostenfrage scharf, und sie ist der Grund, weshalb ein Vergleich der Rechner allein zu kurz greift.
Eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendeinem anderen Land — hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten ist eine Straftat: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Die Spielenden werden nicht bestraft. Bezahlt wird trotzdem. Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder Schutz noch Fair-Play-Kontrolle.
Dazu kommt die Sperrliste. Die Gespa veröffentlicht eine Liste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS sperren (Art. 86–93 BGS; erste Liste vom 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Gesperrte Domains werden innert Stunden ersetzt — Domain-Hopping heisst das, und die Gespa nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home und führt bet365 auf der Liste. Ein Rechner auf einer solchen Seite kann noch so schön rechnen; er rechnet einen Wettschein aus, der in der Schweiz womöglich gar nicht erreichbar ist.
Der steuerliche Teil rundet das Bild. Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert; der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Freibetrag unterscheidet sich davon, deshalb gilt «je nach Kanton», und keine einzelne kantonale Zahl darf hier als die Schweizer Zahl gelesen werden. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Für gewöhnliche Wetten ist das Theorie: Ein typischer Wettender gewinnt weit unterhalb dieser Grenze und zahlt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Bei ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an, dafür behandelt die kantonale Steuerpraxis im Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen als volles steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz gibt es nicht. Das ist allgemeine Information und kein Steuerrat; für den eigenen Fall fragt man Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung.
Eine Sache, die oft behauptet wird und nicht stimmt: Es gibt in der Schweiz kein Zahlungssperrwerkzeug gegen unerlaubte Wettseiten. Banken oder Kartennetzwerke blockieren solche Zahlungen nicht.
Spielerschutz in der Schweiz: die Grenzen, die kein Rechner kennt
Ein Quotenrechner endet bei der Auszahlung. Was danach mit dem Geld und mit dem nächsten Einsatz passiert, regelt er nicht — und an dieser Stelle wird die Schweizer Regulierung für den einzelnen Wettenden spürbarer als jede Quote.
Verlustlimiten, die vor der ersten Wette stehen
Wer zum ersten Mal bei Sporttip teilnehmen will, kommt nicht direkt auf den Wettschein. Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Bei der Loterie Romande gelten die Limiten aus deren eigenen Bedingungen.
Die 72 Stunden sind der eigentliche Mechanismus, und man sollte sie nicht als Formsache lesen. Ein Ratschlag, den ein Rechner in einer guten Stunde ausgibt, ist nach der Wette leicht wieder verworfen — nach drei Tagen sieht er anders aus. Genau darum steht die Frist dort. Ein festes staatliches Einzahlungslimit kennt die Schweiz nicht: Die Limiten setzt der Spielende selbst. Das Organisator muss einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat verlangen (Art. 87 VGS); eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach Gesetz nach 24 Stunden — Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bestimmungen 72 Stunden an.
Die Spielsperre und das Register, das über Kantone hinausreicht
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Dasselbe Register ist der Grund, weshalb eine Abwägung zwischen Schweizer und ausländischen Anbietern nicht symmetrisch ausfällt. Die Spielsperre (Art. 80–82 BGS) erfasst überschuldete oder suchtgefährdete Personen und die Selbstsperre, und sie wird in einem gemeinsamen Register geführt. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben (Art. 84 VGS), unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).
Ein ausländischer Anbieter steht ausserhalb dieses Registers. Das heisst nicht, dass dort niemand spielt, der es besser liesse. Es heisst, dass das Instrument, das hier genau für diesen Fall gebaut wurde, dort nicht greift.
Wie gut der Schutz am Verkaufspunkt funktioniert, ist übrigens eine eigene Frage. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer die Schweizer Regelung verteidigt, sollte diese Zahl kennen.
Auszahlung, Einsatzgrenzen und die Frage nach dem Budget
Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS) — anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht, und eine Kreditvergabe an Spielende ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, regelt jeder in seinen eigenen Bestimmungen.
Die Einsatzgrenzen der beiden Schweizer Veranstalter sind unterschiedlich gesetzt, und ein Rechner arbeitet innerhalb dieser Grenzen. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Wer das nebeneinanderlegt, sieht eine Verschiebung, die sich nicht in Quoten ausdrückt. Bei Jouez Sport deckelt eine einzelne Kombi bei CHF 500, während ein Multiple-Schein bis CHF 7’500 Einsatz tragen darf. Bei Sporttip liegt die Obergrenze für eine Systemwette beim Zehnfachen der Einzelgrenze. In beiden Fällen ist der Rahmen so gebaut, dass die Vervielfachung des Einsatzes nicht in einem einzigen Klick passiert.
Der letzte Punkt ist keiner über Veranstalter, sondern über Werkzeuge. Ein Rechner zeigt mögliche Gewinne, aber nicht, ob der Einsatz zum Budget passt. Er kennt kein Monatsbudget, keine Verlustlimite, keinen Spielsperre-Eintrag. Er addiert nur, was Sie ihm geben. Die Frage, ob der Einsatz stimmt, muss vor der Eingabe beantwortet sein, nicht danach.
Die zehn Anbieter im Vergleich: kostet der Rahmen mehr als die Quote?
Ein Vergleich von Anbietern auf einer Seite über Rechner klingt zunächst nach einem Kategorienfehler. Er ist keiner. Wer rechnet, entscheidet mit — über den Rahmen, in dem gerechnet wird. Zwei Schweizer Veranstalter mit Bewilligung stehen hier zehn Anbietern gegenüber, von denen keiner eine Schweizer Bewilligung hat. Die Kosten der beiden Gruppen sind unterschiedlich verteilt, und die Tabelle trennt genau das.
| Anbieter | Bewilligung in der Schweiz | Veranstalter beziehungsweise gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung (Grossspiel, BGS) | Swisslos, Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung (Grossspiel, BGS) | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| 22Bet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| MyStake | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Interwetten | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| IviBet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| bet365 | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BC.Game | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Bruce Bet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| GG.BET | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Die Spalte mit der dritten Information ist bewusst als Frage formuliert und nicht als Eigenschaft: «gemeldet» heisst, dass eine Bewilligung behauptet wird, nicht dass eine geprüft wurde. Genau in dieser Unterscheidung liegt der ganze Unterschied. Acht Zeilen wiederholen denselben Satz, weil acht Anbieter denselben Status haben — und die Wiederholung ist die Botschaft. Wer zehn Zeilen liest und nur zwei findet, in denen ein Veranstalter mit Schweizer Bewilligung steht, hat den Markt verstanden, ohne eine einzige Quote zu vergleichen.
Was die Tabelle nicht kann: Sie sagt nichts über die Qualität des Wettprogramms, nichts über Auszahlungsgeschwindigkeit, nichts über die Zahl der Märkte. All das steht in den einzelnen Abschnitten — und überall dort, wo eine Angabe fehlt, steht sie nicht, weil ein Strich kein Vergleich ist.
Swisslos Sporttip: das vollständigste Regelwerk der Schweiz
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem BGS (SR 935.51) unter Aufsicht der Gespa, und der Zugang ist auf Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet beschränkt — die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein. Zur Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in diesem Gebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.
Für den Rechner ist Sporttip der interessanteste Anbieter der Liste, weil sein Regelwerk die Rechnung an mehr Stellen berührt als jedes andere.
Der Kombiboost gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Diese Staffel ist der einzige Punkt im Schweizer Angebot, an dem eine Kombination mit jeder weiteren Voraussage tatsächlich mehr abwirft als das reine Produkt der Quoten. Der Preis dafür steht in der Mindestquote: Ein Tipp mit 1.20 zählt nicht mit, egal wie sicher er wirkt. Wer einen Kombischein bewusst aus Voraussagen zwischen 1.50 und 1.90 baut, ist hier besser dran als jemand, der zwei Favoriten mit 1.25 dazwischenschiebt.
Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Das ist die ehrlichste Beschreibung eines Ausstiegs, die man haben kann — und sie sagt genau das, was ein Rechner nie sagen würde: Der Ausstieg wird immer schlechter bezahlt als das Durchhalten, sonst würde ihn keiner anbieten.
Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer Live-Kombis rechnet, sollte diese Regel kennen: Eine Quote von 1.00 in einer Reihe reisst die Gesamtquote nach unten, ohne dass die Wette verloren ist.
Bleibt das Geschäftliche. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn (oder im Rahmen eines Turniers) nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, die Einzel- und Kombi-Obergrenze bei CHF 1’000, die einer Systemwette bei CHF 10’000, und Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern.
Das Urteil: Sporttip ist der Anbieter, bei dem ein Quotenrechner am wenigsten wert ist — nicht weil schlecht gerechnet würde, sondern weil das Regelwerk die Rechnung selbst schon erledigt und dabei Dinge einbezieht, die kein fremdes Werkzeug kennt: Rundung auf 5 Rappen, Quoten 1.00 in abgebrochenen Kombis, ein Boost, der an einer Mindestquote hängt. Der Vorteil liegt beim Boost-Fenster zwischen 1.50 und 1.90, und wer Kombis grundsätzlich aus solchen Quoten baut, holt dort etwas zurück, was ihm die Marge an anderer Stelle nimmt.
Loterie Romande Jouez Sport: tiefere Deckel, klarere Reihen
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Auch hier ist die Bewilligung eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem BGS unter Aufsicht der Gespa, und ein Online-Konto setzt einen Wohnsitz im Gebiet voraus.
Der auffälligste Zahlenunterschied zu Sporttip steht bei den Einsätzen. Jouez Sport verlangt online CHF 2 Mindesteinsatz (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und deckelt Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Bei den Höchstgewinnen liegt die Grenze weit darüber: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Diese drei Zahlen zusammen ergeben ein Profil, das sich deutlich von dem des Deutschschweizer Veranstalters unterscheidet. Der Mindesteinsatz von CHF 2 schliesst Einsätze aus, die keinen Franken, sondern ein Taschengeld kosten — für einen Rechner heisst das, dass kleine Spielereien im Kombinationsbau gar nicht erst entstehen. Die Obergrenze von CHF 500 pro Kombi wirkt beim Rechnen einer Achtfach-Kombi unspektakulär, weil das Produkt der Quoten viel grösser aussieht als der erlaubte Einsatz. Und die Mindestquote von 1.10 schneidet die extremen Favoriten ab, mit denen sich Kombinationen gern aufblähen.
Das Urteil: Jouez Sport ist der Anbieter für Wettende, die Kombinationen ernsthaft betreiben und dabei in einem festen Einsatzrahmen bleiben wollen — die niedrigen Deckel und die klaren Reihenregeln machen aus dem Wettschein eine rechteckige Sache statt einer offenen Fläche. Wer mit kleinen Einsätzen und langen Kombis arbeitet, findet hier die engere, berechenbarere Umgebung; wer grosse Beträge in einer Wette bündeln will, wird vom Deckel gebremst, bevor der Rechner ausgerechnet hat.
Die ausländischen Anbieter: was die Zeile «ohne Bewilligung» für die Rechnung heisst
Die folgenden acht Namen stehen hier, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen, nicht weil sie in der Schweiz etwas dürften. Für jeden gilt derselbe rechtliche Befund, und er ist bereits vollständig ausgeführt: keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, ein ausländischer Bewilligungsstand ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS), Domains, die auf der Gespa-Sperrliste stehen können. Die Beschreibungen dieser Angebote sind knapp gehalten, da für diese keine Schweizer Bewilligungen vorliegen. Wer eines dieser Programme nutzen will, liest die jeweils eigenen Bedingungen — dort und nur dort stehen Mindesteinsätze, Zahlungswege und Auszahlungsfristen.
22Bet gehört zu den Namen, die in Schweizer Wettkreisen regelmässig auftauchen, obwohl die Domain jederzeit auf der Sperrliste landen kann. Für die Frage dieses Artikels ist der entscheidende Punkt nicht die Grösse des Wettprogramms, sondern dass ein Rechner dort Kombinationen durchrechnet, die ein Schweizer Veranstalter nicht anbieten darf — E-Sport-Märkte, Eckball-Märkte und was sonst noch im Programm steht. Diese Rechnung ist mathematisch nicht falsch und praktisch wertlos. Wer auf 22Bet rechnet, rechnet für einen Wettschein, der im Zweifel in einem Verfahren gegen den Anbieter landet. Wer dennoch dort ist, sollte wenigstens wissen, dass der Gewinn kantenweise anders behandelt wird als ein Schweizer Gewinn.
MyStake ist eines der Programme, bei denen Sportwetten nur ein Teil des Angebots sind. Das ist für sich genommen kein Urteil, aber es verändert die Rechnung: Wo ein Anbieter breit aufgestellt ist, wird die Quote selten zum zentralen Versprechen. Der Schweizer Status ist derselbe wie bei allen acht — keine Bewilligung, keine Aufsicht, kein Registereintrag. Wer hier einen Quotenrechner benutzt, bekommt eine Zahl für ein Angebot, für das die hiesigen Schutzinstrumente nicht gebaut sind, und das ist der eigentliche Kostenposten; er erscheint nur nicht auf dem Bildschirm.
Interwetten ist ein Name, der über Jahre auf dem Schweizer Markt präsent war und heute auf der Sperrliste steht — die Gespa nennt ihn ausdrücklich im Zusammenhang mit dem Domain-Hopping, bei dem gesperrte Adressen innert Stunden unter anderem Namen wieder auftauchen. Wer nach dem Sperren einer Adresse sucht, findet den Anbieter meist schnell wieder. Genau das ist der Grund, weshalb eine Sperrliste kein Zahlungsverbot ersetzt und weshalb Schweizer Behörden den Zugang über DNS sperren statt über den Zahlungsverkehr. Ein Quotenrechner ist in diesem Spiel neutral. Er rechnet für beide Adressen gleich.
IviBet reiht sich in die Gruppe der international ausgerichteten Portale ein, bei denen eine Schweizer Leserschaft nicht das Zielpublikum ist. Für die Kostenfrage heisst das vor allem: Die steuerliche Seite ist offen. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, und die kantonale Praxis geht auseinander — im Thurgau gelten Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer bei IviBet spielt, sollte diese Frage vorher klären und nicht nach dem Gewinn.
bet365 steht namentlich auf der Sperrliste der Gespa. Das ist ungewöhnlich deutlich, weil die Behörde nur selten einzelne Anbieter öffentlich nennt, und es ist der klarste Hinweis darauf, dass die Grösse eines Anbieters mit seiner Zulässigkeit nichts zu tun hat. Für die Rechnung bleibt es bei demselben Punkt wie bei den übrigen: Ein Rechner dort beherrscht Systemwetten und Quotenformate möglicherweise besser als jeder Schweizer Wettschein — und liefert ein Ergebnis für ein Angebot, das die Schweiz nicht zulässt. Das ist ein Werkzeug ohne Einsatzmöglichkeit.
BC.Game ist ein Name, der vor allem in einer anderen Produktkategorie bekannt ist. In der Liste steht er, weil Schweizer Spielende ihm begegnen, nicht weil er hier Sportwetten veranstalten dürfte. Eine Schätzung des Schweizer Sportwetten-Anteils an einem solchen Angebot wäre unseriös, und keine Zahl dazu gehört auf diese Seite. Was bleibt, ist der Status: keine Bewilligung, keine Aufsicht, kein Rechtsschutz.
Bruce Bet gehört zu den kleineren Namen der Gruppe. Die Kostenfrage stellt sich bei solchen Anbietern in einer eigenen Form. Bei einem grossen Namen lässt sich die Zuverlässigkeit der Rechnung wenigstens durch Masse beurteilen; bei einem kleinen bleibt nur das eigene Urteil über die Bedingungen. Wer dort ein Konto führt, sollte den Auszahlungsteil der eigenen Bestimmungen lesen, bevor er rechnet — nicht danach.
GG.BET schliesst die Liste. Der Name ist vor allem dort bekannt, wo E-Sport gewettet wird — und E-Sport findet sich in der Liste der in der Schweiz bewilligten Sportarten nicht. Damit ist der Punkt für dieses Angebot schneller erreicht als bei jedem anderen in dieser Gruppe: Ein grosser Teil des Programms fällt in eine Kategorie, die ein Schweizer Veranstalter nicht anbieten darf. Wer dort rechnet, rechnet am hiesigen Markt vorbei.
Über die Schweizer Veranstalter hinaus gibt es hier keine Bewilligung, keine Aufsicht und kein Register. Wer rechnet, sollte das wissen.
Was eine Quote beim Rechnen nicht verrät
Es bleibt eine Frage, die über allem steht und die kein Werkzeug beantwortet.
Ein Quotenrechner zeigt mögliche Gewinne, aber nicht, ob der Einsatz zum Budget passt. Er addiert keine Verluste über Wochen, er verrechnet keine Verlustlimite, er kennt die Spielsperre nicht, und er erinnert nicht daran, dass eine Pause von bis zu sechs Monaten angeboten werden muss (Art. 89 VGS). Genau darum ist die Schweizer Konstruktion auf Limiten gebaut, die der Spielende selbst setzt, und nicht auf einen Rechner, der von aussen rechnet.
Gratisspielguthaben und Gratiswetten brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS; im Jahr 2025 gab sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos). Geldbeträge und Bedingungen von Boni stehen nur in den Bestimmungen der jeweiligen Veranstalterin — also genau dort, wo ein «100 %»-Versprechen auf seinen Kleingedruckten-Teil trifft.
Wer einen Rechner benutzt, sollte deshalb zuerst wissen, was er nicht rechnet: die Zeit, das eigene Verhalten und den wahrscheinlichsten Ausgang. Gewinnen lassen sich Wetten nicht rechnen.
Häufige Fragen zum Quotenrechner
Wie wird der Reingewinn einer Sportwette aus Einsatz und Quote berechnet?
Der Reingewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Bei CHF 20 auf eine Quote von 2.10 ergibt das CHF 22.00 Gewinn, der Einsatz kommt zusätzlich zurück. Die Formel gilt für jede feste Quote, unabhängig von Sportart und Markt.
Wie unterscheiden sich Dezimal-, Bruch- und US-Quoten, und wie rechnet man sie um?
Sie beschreiben denselben Preis. Eine Dezimalquote von 5,50 bedeutet bei 1 € Einsatz 5,50 € Auszahlung und 4,50 € Reingewinn; dieselbe Quote lautet als Bruchquote 9/2 und als US-Quote +450. Umgekehrt entspricht 1.40 der Bruchquote 2/5 und der US-Quote −250, wobei ein negatives US-Vorzeichen den Einsatz nennt, der für 100 Gewinn nötig ist.
Wie wird die Gesamtquote einer Kombiwette berechnet, und warum sinkt die Trefferchance?
Die Einzelquoten werden multipliziert, und der Einsatz gilt für die gesamte Wette. Gewonnen ist die Kombi nur, wenn jedes Ereignis richtig getippt wurde. Vier Quoten zu je 1.50 ergeben eine Gesamtquote von 5.06, aber das Produkt aus vier Einzeltreffern ist die kleinere Zahl — deshalb sinkt die Wahrscheinlichkeit mit jeder weiteren Voraussage.
Was ist eine Systemwette, und wie viele Einzelwetten stecken etwa in einer Trixie?
Eine Systemwette fasst mehrere ähnliche Kombinationswetten zusammen und wird als «X aus Y» angegeben; jede entstehende Kombination heisst Wettreihe. Eine Trixie ist «2 aus 3» und umfasst drei Zweier-Reihen plus die Dreier-Reihe, also vier Einzelwetten auf einem Wettschein. Der Einsatz wird für jede dieser Reihen fällig, nicht einmal für den ganzen Schein.
Welche Mindest- und Höchsteinsätze gelten bei Sporttip und Jouez Sport?
Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (Verkaufsstellen CHF 3, Multiples CHF 2), der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500, und ein Multiple-Schein darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Quoten – zahlungenwettench
Inhalt erstellt vom Team «zahlungenwettench»
