Die Yankee-Wette und ihre wahren Kosten in der Schweiz

Updated Oktober 2026
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Vier Holzwürfel stehen in einer Reihe auf einem Tisch, das Licht einer Lampe wirft vier Schatten auf die Platte.

Die Yankee-Wette bündelt vier Voraussagen zu elf Wetten. Klingt nach Vielfalt, ist aber vor allem ein Umsatzplan: Elf Einsätze zahlen elf Mal die Marge. In der Schweiz bleiben dafür nur zwei Adressen — Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport —, und beide haben dem Systembetrag Obergrenzen gesetzt, die manche Wunschkombination schon vor dem Start ausschliessen.

Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000.

Stand: Oktober 29, 2026. Bewilligungen und Limiten geprüft gegen die Spielregeln der beiden bewilligten Organisatoren sowie die Veröffentlichungen der Gespa.

Wettmärkte, Quoten und die Rechnung, die man selten zeigt

Vier Voraussagen, elf Wetten: drei Einzel, drei Paare, vier Dreier und eine Viererkombination. Das ist die ganze Mechanik. Wer sie einmal durchgerechnet hat, versteht, warum Buchmacher Systemwetten mögen. Die Marge sitzt nicht auf einem Schein, sie sitzt auf jeder der elf Positionen, und der Spielende bezahlt sie elffach.

Ein Golfball liegt auf einem gepflegten Grün nahe am Loch, im goldenen Licht der Abendsonne.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Ein Beispiel, keine zitierte Quote: Ein Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90. Die Auszahlungsquote dieses Marktes liegt bei 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) — gerundet 95,2 Prozent, die Marge damit bei 4,8 Prozent. Diese 4,8 Prozent fallen pro Position an, also elf Mal. Bei einem Yankee mit CHF 1 Einsatz pro Teilwette zahlt der Spielende CHF 11 und trägt damit rund CHF 0,53 erwarteten Ertragsentgang — nicht als Gebühr, sondern als eingepreister Vorsprung des Anbieters. Der Fehler vieler Rechner ist, dass sie die Marge nur einmal abziehen.

Wie hoch der Vorsprung wirklich ist, hängt am Markt und nicht am Anbieter. Sporttip und Jouez Sport veröffentlichen Auszahlungsquoten nicht als Werbezahl, sie stehen in der Quote. Dasselbe Ausgangspaar mit 1.85/1.85 ergäbe eine Auszahlungsquote von 92,5 Prozent und eine Marge von 7,5 Prozent — der Unterschied von einem einzigen Quotenschritt liegt in der Grössenordnung des ganzen Kombiboosts, über den später noch zu reden sein wird. Wer Systemwetten plant, schaut zuerst auf die Quoten zweier vergleichbarer Märkte und erst danach auf Werbebänder.

Dazu kommt etwas, das in keinen Rechner gehört: Die Teilwetten einer Yankee sind aneinander gekoppelt, eine falsche Voraussage reisst mehr als nur eine Position. Bei vier richtigen Tipps zahlt der Vierer plus die vier Dreier plus die drei Paare plus die drei Einzel — der volle Ertrag. Bei drei richtigen Tipps bleiben der Dreier und die Paare dieses Trios plus die drei Einzel; der Vierer ist tot und mit ihm der grösste Teil der Auszahlungserwartung. Bei zwei richtigen Tipps ist noch ein Paar offen. Bei einem richtigen Tipp oder keinem ist der Schein verloren, egal wie knapp die anderen drei danebengelegen haben. Deshalb ist die Yankee kein Instrument für «mehr Sicherheit», sondern für mehr Umsatz bei gleichem Urteilsvermögen. Wer vier Tipps wirklich für stark hält, kann sie einzeln spielen und zahlt vier Margen statt elf.

Wie viele Kombinationen welcher Länge in einer Yankee stecken, sollte man einmal in Zahlen sehen, weil es die Kostenfrage vorwegnimmt.

Kombinationslänge Anzahl Teilwetten Falsche Tipps, die sie ausschalten
Einzelwette (1 aus 4) 4 ab 1 Fehler
Paar (2 aus 4) 6 ab 2 Fehlern
Dreier (3 aus 4) 4 ab 2 Fehlern
Vierer (4 aus 4) 1 ab 1 Fehler

Die Spalte rechts ist der eigentliche Befund: Fünf von elf Teilwetten sterben beim ersten Fehler. Ein einziger falsch getippter Ausgang nimmt dem Schein mehr als die Hälfte seiner Positionen, und die verbliebenen sechs brauchen mindestens drei richtige Tipps, um überhaupt etwas zurückzugeben. Das ist keine Nebenbemerkung, das ist die Wahrscheinlichkeitsstruktur. Wer die Yankee wegen des «verzeihenden» Aufbaus wählt, wählt das Gegenteil dessen, was er glaubt.

Yankee, Super Yankee und Heinz: was jede Erweiterung kostet

Die Yankee ist eine Familie, keine Einzelwette. Wer die Varianten kennt, sieht sofort, wo der Einsatz auseinanderläuft.

Variante Voraussagen Teilwetten Einsatz bei CHF 1 pro Teilwette
Yankee 4 11 CHF 11
Super Yankee 5 26 CHF 26
Heinz 6 57 CHF 57

Die Regel dahinter ist einfach: Jede zusätzliche Voraussage multipliziert die Zahl der Kombinationen, nicht ihre Qualität. Der Sprung von Yankee auf Heinz sieht harmlos aus — zwei Tipps mehr — und mehr als verfünffacht den Einsatz. Wer CHF 10 pro Teilwette plant, landet beim Heinz bei CHF 570 auf einem Schein. Deshalb ist der relevante Vergleich nicht «welche Variante trifft häufiger», sondern «welcher Einsatz steht in welchem Verhältnis zu meinem monatlichen Wettbudget».

Was die Erweiterung wirklich verbessert, ist die Toleranz nach oben: Mit fünf oder sechs Voraussagen bleiben nach einem Fehler mehr lebende Kombinationen übrig. Was sie verschlechtert, ist die Kostenbasis und die Abhängigkeit von einem einzigen Ausreisser. Praktisch heisst das: Eine Super Yankee mit fünf Voraussagen und CHF 1 pro Kombination kostet CHF 26, und ein einziger Fehler reduziert den Schein auf die Kombinationen der übrigen vier — ein Ertrag, der oft unter dem Gesamteinsatz liegt, selbst wenn die vier restlichen Tipps alle richtig sind. Wer das nicht vorab durchrechnet, hält am Ende einen Gewinn in der Hand, der kleiner ist als das, was er eingezahlt hat.

Eine Warnung zum Begriff: «Beste Yankee-Wettanbieter» ist insofern irreführend, als keiner der beiden bewilligten Organisatoren die Yankee-Wette als eigene Produktkategorie bewirbt. Es ist eine Systemwette unter anderen, und die Bedingungen regeln sie als solche. Genau deshalb steht im Abschnitt «Vergleich der Anbieter: Bewilligung, Systemwetten, Grenzen» die vollständige Tabelle mit dem Bewilligungsstatus und den gemeldeten Lizenzen statt einer Liste von Werbeversprechen.

Yankee Wette Rechner: Was er nicht kann

Systemwetten-Rechner für Yankee und Super Yankee sind weit verbreitet, und sie rechnen das Addieren richtig: Sie multiplizieren Quoten, summieren Teilgewinne, ziehen den Einsatz ab. Falsch wird die Sache an drei Stellen, und alle drei sind für den Schweizer Markt konkret.

Sie kennen die Obergrenzen nicht. Ein Rechner, der eine Super Yankee mit CHF 20 pro Teilwette durchspielt, zeigt einen Einsatz von CHF 520 — bei Sporttip liegt die Grenze für eine Systemwette bei CHF 10’000 und damit ausserhalb, bei Jouez Sport sieht die Sache anders aus, weil dort ein Wettschein mit Multiples insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten darf. Ein Rechner, der eine Kombination von 2 bis 10 Voraussagen mit hohen Einzelquoten auslegt, kann auch die Gewinnobergrenze reissen: Bei Jouez Sport liegt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000.

Sie kennen die Rundung nicht. Sporttip berechnet den Gewinnbetrag als Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten — und rundet zuerst auf zwei Nachkommastellen auf, dann auf 5 Rappen genau ab. Das sind Rappen, und bei einem Schein mit CHF 10’000 Einsatz können sie zweistellig ausfallen. Ein Rechner, der auf den Rappen genau anzeigt, verspricht eine Präzision, die die Auszahlungsregel gar nicht hergibt.

Und sie kennen den Anbieter nicht. Ein Rechner sagt nichts darüber, ob eine ausgefallene Partie die ganze Voraussage auf Quote 1.00 setzt oder die Wette ganz aus dem Schein nimmt, und er sagt nichts über die Höchstgrenzen des jeweiligen Organisators. Als Überschlagsinstrument ist ein Rechner gut, als Grundlage für eine Wette mit vierstelligen Beträgen ist er zu grob. Wer vor einem echten Einsatz wissen will, was herauskommt, liest die Spielregeln des Organisators und rechnet mit dessen Rundungsregel nach.

Bei Sporttip greift ausserdem die Regel zur regulären Spielzeit: Sie umfasst die reguläre Spieldauer — im Fussball die 90 Minuten — plus Nachspielzeit, während Verlängerung und Penaltyschiessen nur zählen, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Ein Rechner, der ein Ergebnis inklusive Elfmeterschiessen als «getroffen» wertet, produziert eine Zahl für einen Schein, der in Wirklichkeit verloren ist.

Wo die Auszahlungsquote steht und was sie dem Spielenden lässt

Die Auszahlungsquote und ihr Gegenstück, die Marge, sind die einzige Kennzahl in diesem Geschäft, die einem niemand schönrechnet. Die Formel ist die oben schon angewandte: Man nimmt den Kehrwert jeder Quote eines Marktes, addiert sie, nimmt wieder den Kehrwert und hat die Auszahlungsquote; was bis 100 Prozent fehlt, ist die Marge. Bei einem Zwei-Wege-Markt zu je 1.90 sind es rund 95,2 Prozent Auszahlungsquote und 4,8 Prozent Marge. Bei 1.85/1.85 sind es 92,5 zu 7,5. Beides sind illustrative Marktbeispiele, keine zitierten Preise, und der Punkt liegt nicht in der zweiten Stelle, sondern in der Richtung: Je enger der Markt quotiert ist, desto mehr zahlt der Spielende für die Buchführung des Anbieters.

Über alle elf Positionen einer Yankee summiert sich das. Wer CHF 1 pro Teilwette setzt, setzt CHF 11. Bei einer Marge von 4,8 Prozent liegt der statistische Ertragsentgang bei rund 53 Rappen, bei 7,5 Prozent bei etwa 83 Rappen. Das ist kein Abzug am Ende — es ist der Grund, warum eine Yankee über viele Scheine hinweg rund 5 bis 8 Prozent des Gesamteinsatzes verliert, unabhängig davon, wie gut getippt wird. Der Hinweis «aber die Quoten sind hoch» ändert daran nichts, weil die Marge in beiden Märkten steckt, im hohen wie im niedrigen.

Und dieser statistische Wert gilt nur für den Fall, dass der Spielende einen fairen Markt vor sich hat. Bei einem Markt mit drei Ausgängen ist bei gleichem Preisniveau die Auszahlungsquote eine andere, und in einem Markt mit ungewöhnlich breitem Angebot — etwa eine Handicap-Linie neben der 1X2-Wette — wird der Kehrwert schnell kleiner. Wer zwei Märkte desselben Spiels vergleicht und die Quoten nebeneinanderlegt, sieht den Unterschied deutlicher als in jedem Vergleichsportal.

Vergleich der Anbieter: Bewilligung, Systemwetten, Grenzen

Die entscheidende Frage bei «beste Yankee-Wettanbieter» ist nicht, wer mehr verspricht, sondern wer überhaupt darf. Die folgende Übersicht ordnet die zehn Plattformen nach ihrem Bewilligungsstatus in der Schweiz und der gemeldeten Lizenz. Mehrere Zeilen dieser Tabelle sehen ähnlich aus — und genau das ist die Aussage.

Plattform Schweizer Bewilligung Gemeldete Lizenz Verlustlimiten und Schutz
Swisslos (Sporttip) Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, beaufsichtigt durch die Gespa über die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 getragen Pflichtlimiten für 1, 7 und 30 Tage vor der ersten Teilnahme, Verlustlimite wird geteilt, freiwillige Spielsperre im schweizweiten Register
Loterie Romande (Jouez Sport) Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, beaufsichtigt durch die Gespa als Lotteriegesellschaft der Westschweizer Kantone mit Sitz in Lausanne Spielerschutz nach demselben Rahmen, Verlustlimiten mit Senkung sofort und Erhöhung nach 72 Stunden
1Bet keine Schweizer Bewilligung nicht erhoben kein Zugang zur Schweizer Spielsperre
Wettigo keine Schweizer Bewilligung nicht erhoben kein Zugang zur Schweizer Spielsperre
PowBet keine Schweizer Bewilligung nicht erhoben kein Zugang zur Schweizer Spielsperre
Cloudbet keine Schweizer Bewilligung nicht erhoben kein Zugang zur Schweizer Spielsperre
Bahigo keine Schweizer Bewilligung nicht erhoben kein Zugang zur Schweizer Spielsperre
BDMBet keine Schweizer Bewilligung nicht erhoben kein Zugang zur Schweizer Spielsperre
FortuneJack keine Schweizer Bewilligung nicht erhoben kein Zugang zur Schweizer Spielsperre
GG.BET keine Schweizer Bewilligung nicht erhoben kein Zugang zur Schweizer Spielsperre

Was die zwei oberen Zeilen von den acht unteren unterscheidet, ist nicht die Qualität der Software, sondern die Rechtsfolge. Eine Bewilligung nach dem BGS gilt nur in der Schweiz und wird vom Gespa beaufsichtigt, nicht von der ESBK, die ausschliesslich Casinos überwacht. Wer bei einem Organisator mit Bewilligung spielt, hat einen Ansprechpartner, eine Aufsicht und den Zugang zu den Schutzinstrumenten. Wer bei einem der acht anderen spielt, hat eine Seite, die in der Schweiz organisieren dürfte sie nicht.

Bei Swisslos sind die Limiten nicht freiwillig: Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Bemerkenswert ist der Unterschied zwischen Statut und Praxis: Die bundesrechtliche Vorgabe für Erhöhungen liegt bei 24 Stunden, die beiden Organisatoren arbeiten mit 72 Stunden. Wer in diesem Fenster seine Meinung ändert, wartet länger als das Gesetz verlangt.

Der Vergleich über die Betriebssysteme hinweg zeigt noch etwas anderes: Die beiden bewilligten Organisatoren bedienen je ein eigenes Gebiet, und ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz in diesem Gebiet offen. Swisslos führt Sporttip in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durch; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Für einen Spielenden in Zürich ist Jouez Sport damit gar keine Option, und umgekehrt. Die regionale Aufteilung ist kein Marketingdetail, sie entscheidet, welches der zwei Produkte für den eigenen Wohnsitz überhaupt zugänglich ist.

Wie sich die Kosten der beiden bewilligten Organisatoren lesen

Die Einsatzgrenzen sind der Punkt, an dem der Systembetrag zuerst auffällt. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2 — in Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2 — und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500, während ein Wettschein mit Multiples insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten darf.

Die wichtigste Zahl dieser Aufstellung ist eine Differenz: CHF 10’000 gegen CHF 500 für eine Kombinationswette. Wer in der Westschweiz wohnt und eine Yankee mit einem hohen Teilwettenbetrag plant, stösst bei Jouez Sport sehr viel früher an die Wand als in der Deutschschweiz. Das ist keine Wertung der Produkte — es ist die praktische Konsequenz zweier Regelwerke, und sie hängt am Wohnsitz, nicht an der Vorliebe.

Dasselbe Muster zeigt sich bei den Auszahlungen. Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei Jouez Sport steht dem eine harte Gewinnobergrenze gegenüber: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette, und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Bei Sporttip sind es die Limiten je Wette, die binden. Ein Yankee ist ein Systembetrag — wer den Höchstgewinn als Massstab nimmt, muss deshalb wissen, wie die eigene Wette rechtlich eingeordnet wird, ob als Kombination oder als System.

Zum Vergleich des Einsatzes: Die Yankee ist in beiden Häusern keine Sonderform mit eigenen Regeln, sondern fällt unter die System- beziehungsweise Kombinationswetten. Wer die Bedingungen liest, findet dort keine Zeile mit dem Wort «Yankee», sondern die allgemeinen Regeln für Kombinationen und Systeme — genau die Regeln, die diese Seite zitiert.

Was der erlaubte Rahmen an Kosten mit sich bringt

In der Schweiz darf mit Sportwetten nicht jedes Publikum angesprochen werden, und der Rahmen ist enger, als viele annehmen. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz — SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019 — und werden von der Gespa beaufsichtigt, nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel und gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Organisatoren für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport.

Es gibt deshalb keine Liste weiterer bewilligter Anbieter, die man vergleichen könnte, und das ist für die Frage nach den «besten Yankee-Wettanbietern» die zentrale Einschränkung. Die Gespa veröffentlicht in diesem Bereich nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Wer eine Vergleichstabelle mit zehn Schweizer Bewilligungen sucht, sucht etwas, das nicht existiert. Der nicht ganz nebensächliche Nutzen der Bewilligung: Die Nettogewinne erreichen nach Art. 125 BGS öffentliche Zwecke in den Kantonen.

Auch was überhaupt gewettet werden darf, ist eine geschlossene Liste — die Gespa-Liste der erlaubten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie gelistet sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet; Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Corner- oder Kartenmärkte fehlen auf der Liste ebenso wie eine Esport-Sektion. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.

Für den praktischen Aufbau einer Yankee hat das Folgen. Vier Voraussagen aus einem Spiel heraus, die von einander abhängigen Ereignissen derselben Sportveranstaltung stammen, dürfen nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden; nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer sich eine Yankee aus Torschütze, Ergebnis und Über/Unter desselben Spiels baut, spielt in einem Bereich mit eigenen Regeln — und im schlimmsten Fall wird der ganze Schein aufgehoben, nicht nur eine Teilwette.

Zur Einordnung gehört auch, was in der Schweiz nicht reguliert wird. Cash-Out ist keine gesetzliche Einrichtung; bei Sporttip gibt es ihn als Produktfunktion für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Wer die Rückkaufmöglichkeit als Sicherheitsnetz für eine Yankee einplant, plant mit etwas, das jederzeit fehlen darf.

Was die Rechtslage über nicht bewilligte Seiten sagt

Ein Ausland ist schnell erreicht und juristisch eine Einbahnstrasse. Eine ausländische Bewilligung — ob Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land — hat in der Schweiz keine Kraft. Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keine Schutz- oder Fair-Play-Kontrolle.

Eine gusseiserne Strassenlaterne in einer ruhigen Altstadtgasse am Abend, das Kopfsteinpflaster glänzt feucht.
Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300'000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1'000'000.

Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren — die erste Liste stammt vom 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt, und die Gespa nennt das Domain-Hopping. Das ist kein Randphänomen, sondern der Normalfall: Eine Seite, die gestern erreichbar war, ist es morgen nicht mehr, und wer sein Guthaben dort liegen lässt, hat keine Schweizer Stelle, an die er sich wendet.

Für den Yankee-Spielenden heisst das konkret: Auf einer nicht bewilligten Seite gibt es keine Pflichtlimiten, keinen Zugang zur Spielsperre des schweizweiten Registers und keinen Schweizer Rechtsschutz. Ob eine solche Seite Systemwetten in der Form einer Yankee überhaupt anbietet, lässt sich für keinen der acht Anbieter in der Tabelle unter «Vergleich der Anbieter: Bewilligung, Systemwetten, Grenzen» belegen — jede Prüfung beginnt deshalb bei der Seite selbst und ihren Bedingungen. Wer eine Yankee spielen will, hat in der Schweiz genau zwei Adressen, und beide stehen unter Aufsicht. Alles andere ist eine Wette in einem Rechtsraum, in dem der Spielende der Einzige ohne Rückhalt ist.

Ein Teil des Werbeversprechens ist rechtlich gar nicht möglich. Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa — im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Die Werbung selbst unterliegt Art. 74 BGS: nicht aufdringlich, nicht irreführend, nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet. Werbung für ein in der Schweiz nicht erlaubtes Geldspiel ist verboten und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft. Die betragsmässigen Bonusbedingungen stammen ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Organisators.

Was die Auszahlungsquoten und die Einsatzgrenzen für das Budget bedeuten

Die Yankee ist für die meisten Spielenden aus einem Grund eine teure Angelegenheit: Sie multipliziert den Einsatz, bevor der erste Tipp richtig oder falsch ist. Wer CHF 5 pro Teilwette plant, bindet CHF 55 — bei vier Voraussagen und elf Wetten. Steigt er auf die Super Yankee mit CHF 5 pro Kombination, sind es CHF 130. Diese Beträge sind gebunden, sobald der Schein platziert ist, und sie sind unabhängig davon verloren, wie nah die drei übrigen Tipps am Ergebnis lagen.

Daraus folgt der praktische Massstab: Nicht der Einsatz pro Teilwette gehört ins Budget, sondern der Gesamteinsatz. Wer für einen Monat CHF 100 Wettbudget hat, kann sich zwei Yankee-Scheine mit CHF 4 bis 5 pro Teilwette leisten, nicht einen pro Wochenende. Das klingt banal, ist aber die Zahl, die im Wettschein nicht steht. Ein Systemwetten-Rechner, der die Teilwetten grün ausleuchtet, zeigt den Einsatz in einer Zeile, und diese Zeile ist die wichtigste auf dem ganzen Ausdruck.

Die zweite Grenze ist weniger offensichtlich: Die Gewinnauszahlung wird in der Regel erst nach der Entscheidung aller vier Ereignisse endgültig fällig, und bei Sporttip verfällt ein Gewinn, der nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht wird, zugunsten des Zwecks von Swisslos. Eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Ein Yankee-Schein mit vier Ereignissen über mehrere Wochen hat damit eine Frist, die man im Blick behalten muss — die 26 Wochen sind grosszügig, aber die 10 Tage für die Einsprache sind es nicht.

Zur Auszahlung kommt eine eigenwillige Regel, die man kennen sollte, bevor man sich über eine gekappte Auszahlung ärgert. Bei Sporttip ist der Cash-Out-Betrag tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Wer unterwegs aussteigt, verkauft seinen Schein zu einem Preis, den der Anbieter festlegt — nicht der Markt. Bei einer Yankee mit elf Positionen ist das ein sehr viel weicheres Ausstiegssignal als bei einer Einzelwette, weil der Rückkaufpreis den verbleibenden Kombinationen folgt und den einen noch offenen Ausgang überproportional gewichtet.

Bei Jouez Sport kommt die Gewinnobergrenze hinzu: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Für die meisten Scheine liegt das in unerreichbarer Ferne, bei einer Yankee mit sehr hohen Einzelquoten und entsprechendem Einsatz aber nicht. Wer einen Schein baut, der rechnerisch über die Grenze läuft, bekommt nicht einfach einen Teil zu viel — er bekommt die gedeckelte Summe. Diese Obergrenze liest man am besten vor dem Schein, nicht danach.

Und dann ist da noch der Steuerpunkt, den die meisten falsch einschätzen. Gewinne aus einem in der Schweiz erlaubten Grossspiel sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig — der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400); der kantonale Freibetrag weicht davon ab, «je nach Kanton». Oberhalb der Schwelle behält der Organisator 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden. Für die praktische Rechnung heisst das: ein typischer Yankee-Gewinn liegt weit unter dem Freibetrag, also gibt es weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Eine Steuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz dagegen nicht. Wer Gewinne von ausländischen Anbietern erzielt, findet dort keine Verrechnungssteuer — aber die kantonale Praxis kann solche Gewinne voll erfassen, im Kanton Thurgau gelten Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen. Für konkrete Fälle bleibt der Weg zur Steuerberaterin oder zur kantonalen Steuerverwaltung der richtige.

Verlustlimiten und Spielerschutz: der Teil, der wirklich vor Verlusten schützt

Die Verlustlimite ist das wirksamste Instrument in diesem Markt, und die Organisatoren sind gesetzlich verpflichtet, den Spielenden eines abzuverlangen. Die Regelung stammt nicht vom Staat: Der Gesetzgeber verlangt nur, dass der Organisator einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangt — eine feste staatliche Einzahlungsobergrenze gibt es in der Schweiz nicht. Die Höhe setzt der Spielende. Das führt zu einem paradoxen Befund: Die wirksame Bremse stellt sich der Spielbetrieb selbst aus, und der einzige, der vor dem Setzen einer zu hohen Limite warnt, ist der Wettschein und sein Hinweis auf zeitnahe Erhöhungen.

Bei Swisslos funktioniert das so: Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für unter 21-Jährige. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Wer also im Zustand der Begeisterung nach drei verlorenen Scheinen seine Limite erhöhen will, hat drei Tage Zeit, es sich anders zu überlegen. Das ist der Zweck der Regel, und sie ist gut gesetzt.

Die zweite Bremse ist die Spielsperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Nach Art. 84 VGS kann eine freiwillige Sperre erst nach drei Monaten aufgehoben werden, unter Beteiligung einer Fachstelle. Wer sich sperrt, ist für einige Monate aus allen Schweizer Angeboten heraus — das ist hart, aber es ist genau die Konsequenz, die eine Sperre erst wirkungsvoll macht.

Wer trotzdem auf einem ausländischen Portal spielt, verliert diesen Zugang. Die ausländischen Plattformen sind nicht an das schweizerische Sperrregister angeschlossen. Eine Spielsperre, die bei Swisslos wirkt, hat dort keine Wirkung. Das ist die eigentliche Kosten dieser Alternative, und sie ist unsichtbar, solange man nicht darauf angewiesen ist.

Für die Jugendschutzpraxis gibt es eine unbequeme Zahl. Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch: an Verkaufsstellen wurde in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer den Schutz an Verkaufsstellen als streng beschreibt, beschreibt ihn nicht zutreffend. Online ist die Kontrolle strenger — die Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre plus Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren; die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen. Aber das Argument «die Schweiz kontrolliert den Zugang» trägt an der Ladenkasse nicht.

Dazu kommt, dass Sporttip-Wetten Personen ab 18 Jahren offenstehen und Personen unter 18 ausgeschlossen sind; wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Ein finales Detail zum Spielguthaben: Ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt, und in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich. Die Grenze ist damit doppelt gezogen, über den Kontostand und über den Monat. Wer CHF 10’000 einzahlen will und einen ungeklärten Betrag auf dem Konto hat, stösst zuerst an der Kontostandsgrenze an.

Der Sporttip-Kombiboost und die Quoten- und Profitboosts gehören in diesen Abschnitt, weil sie das Budget berühren. Der Kombiboost gilt nur online für Prematch, Live und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Der Sprung von 5 auf 20 Prozent liegt zwischen vier und sieben Voraussagen — eine Verdreifachung des Bonus für drei zusätzliche Tipps, die jede für sich die Einsatzbasis vergrössern. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettendem einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Ein Boost, der an eine Bedingung gebunden ist, die man beim Ausstieg zerstört, ist kein Geschenk — er ist eine Wette auf das eigene Durchhalten.

Die zwei bewilligten Organisatoren und acht Seiten ohne Schweizer Bewilligung

Die folgenden zehn Abschnitte arbeiten die Tabelle von oben im Detail ab. Zwei davon sind Organisatoren mit Schweizer Bewilligung, acht sind ausländische Plattformen, die in der Schweiz nicht bewilligt sind und deshalb nur beschrieben werden.

Swisslos Sporttip: harte Systemwetten-Limiten und die schweizweit strengste Kontrolle

Swisslos ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (SR 935.51), beaufsichtigt durch die Gespa. Sporttip wird in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet, und ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz in diesem Gebiet offen.

Die Limiten sind der eigentliche Kern dieser Plattform. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für eine Yankee bedeutet das: Der Systembetrag darf bis CHF 10’000 reichen, was bei elf Teilwetten einen Spielraum von rund CHF 900 pro Position lässt — deutlich mehr, als die meisten Scheine brauchen. Wer dagegen eine einzelne Kombination mit hohem Einsatz plant, landet bei CHF 1’000, und dort ist die Grenze eng.

Die Auszahlung addiert sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einem Systembetrag über elf Positionen kann diese zweistufige Rundung im Ergebnis sichtbar werden, und zwar nach unten.

Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden. Wer eine Yankee unterwegs verkauft, verkauft sie ganz oder gar nicht.

Was die Struktur einer Yankee berührt, steht in einer eigenen Regel: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Die Verlustlimiten und die Spielsperre sind bei Sporttip zwingend und scharf: Pflichtlimiten für 1, 7 und 30 Tage vor der ersten Teilnahme mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 unter 21 Jahren, Senkung sofort, Erhöhung nach 72 Stunden, dazu eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage. Der Zugang lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, eine unbefristete Sperre landet im schweizweiten Register.

Urteil: Sporttip ist die einzige der zehn Plattformen, deren Systemwetten-Limite von CHF 10’000 eine Yankee mit einem vierstelligen Gesamteinsatz überhaupt zulässt, ohne dass der Schein an der Kasse scheitert. Genau dieser Spielraum ist der Kostenvorteil, und er kommt mit dem strengsten Kontrollapparat der Liste. Wer die Bet-Builder-Regel kennt und vier Tipps aus vier verschiedenen Spielen wählt, hat hier die beste Ausgangslage für eine Yankee in der Schweiz.

Loterie Romande Jouez Sport: niedrigere Höchsteinsätze, harte Gewinnobergrenze

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; ihre Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Auch sie verfügt über eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, beaufsichtigt durch die Gespa, und ein Online-Konto steht nur Personen mit Wohnsitz in ihrem Gebiet offen.

Die Einsatzgrenzen liegen deutlich niedriger als bei Sporttip: Mindesteinsatz online CHF 2 — in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2 — und Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500, während ein Wettschein mit Multiples insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten darf. Eine Yankee mit CHF 60 pro Teilwette liegt mit CHF 660 über der Grenze für Kombinationswetten; wer den Systembetrag auf elf Positionen aufteilt, muss die Höchsteinsätze sorgfältig lesen, weil die Einordnung als Kombination oder als System über die zulässige Summe entscheidet.

Auf der Auszahlungsseite steht die klarste Grenze der ganzen Liste: Der Höchstgewinn beträgt CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Zudem umfasst eine Kombiwette 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die obere Quotengrenze von 100’000 ist für eine Yankee mit vier Voraussagen und mittleren Quoten kein Thema, sie wird erst bei extremen Aussenständen relevant.

Urteil: Jouez Sport ist das Produkt für die Westschweiz, und der Unterschied ist in erster Linie ein Zahlenunterschied — CHF 500 gegen CHF 1’000 pro Kombinationswette und eine Gewinnobergrenze, die den maximalen Ertrag eines Scheins kappt. Diese Grenzen treffen niemanden, der mit CHF 20 pro Teilwette spielt, und sie treffen sehr wohl, wer eine Yankee mit hohen Einsätzen oder extremen Quoten baut. Wer im Westen wohnt, hat ohnehin keine Wahl zwischen den beiden Häusern — Swisslos steht ihm nicht offen, und die regionale Aufteilung ist keine Frage des Geschmacks.

1Bet: ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung

1Bet ist in der Schweiz nicht bewilligt. Sportwetten sind gemäss Geldspielgesetz den beiden staatlichen Organisatoren Swisslos und Loterie Romande vorbehalten. 1Bet verfügt über keine solche Lizenz, die keine Rechtskraft in der Schweiz entfaltet. Zudem ist die Seite nicht an das schweizerische Sperrregister angebunden, und Schweizer Rechtsschutz ist nicht gegeben. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen, was zur Blockade durch Schweizer Internetanbieter führt.

Ob 1Bet Systemwetten in der Form einer Yankee führt, lässt sich nicht belegen. Wer das wissen will, prüft das Wettprogramm und die Bedingungen auf der Plattform selbst — und zwar vor einem Einsatz, nicht danach.

Urteil: Eine Yankee bindet mehrere Einsätze gleichzeitig und braucht deshalb mehr Vertrauen in die Auszahlung als eine Einzelwette. 1Bet bietet für dieses Vertrauen keine Schweizer Grundlage, und der fehlende Zugang zur Spielsperre ist bei einem Systembetrag mit elf Positionen schwerer zu verkraften als bei einem einzelnen Tipp.

Wettigo: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Rückhalt

Wettigo besitzt keine Schweizer Bewilligung. Da der Markt für Sportwetten gesetzlich auf Swisslos und die Loterie Romande beschränkt ist, ist das Angebot hierzulande illegal. Rechtsschutz und Spielerschutz sind nicht vorhanden, da die Plattform kein Teil des nationalen Sperrregisters ist. Die zuständige Aufsichtsbehörde Gespa hat die Möglichkeit, die Domain sperren zu lassen.

Was Wettigo an Wettarten führt, ist von der Schweizer Seite nicht überprüfbar. Wer sich für die Plattform interessiert, liest die eigenen Bedingungen und prüft, ob Systemwetten überhaupt angeboten werden.

Urteil: Bei einer Yankee zeigt sich der Unterschied zwischen bewilligt und nicht bewilligt nicht am Preis, sondern an der Stelle, an der eine ausgefallene Partie oder eine strittige Auswertung geklärt werden muss. Wettigo hat für den Spielenden keine Schweizer Adresse, an die eine solche Frage gehen könnte.

PowBet: keine Bewilligung, keine Schweizer Aufsicht

PowBet operiert ohne die erforderliche Schweizer Bewilligung. Da das Gesetz das Angebot von Sportwetten exklusiv Swisslos und der Loterie Romande zuteilt, ist dieses Angebot in der Schweiz nicht zulässig. Weder der Anschluss an das Sperrregister noch Schweizer Rechtsschutz sind gewährleistet. Die Gespa setzt entsprechende Domains bei Bedarf auf die Sperrliste.

Ob PowBet Systemwetten anbietet, lässt sich von der Schweiz aus nicht feststellen. Die eigenen Bedingungen der Plattform sind die einzige Quelle, und sie sind die Grundlage jeder Prüfung.

Urteil: Die Yankee ist ein Betrag, der über elf Positionen verteilt gebunden wird. Auf einer Seite ohne Schweizer Bewilligung gibt es für diese Bindung weder eine Limitenpflicht noch eine Aufsicht — der Spielende trägt das ganze Risiko allein.

Cloudbet: nicht bewilligt, nicht im Sperrregister

Cloudbet wird in der Schweiz ohne Genehmigung betrieben. Der Schweizer Sportwettenmarkt ist gesetzlich Swisslos und der Loterie Romande vorbehalten. Mangels Schweizer Lizenz fehlen sowohl der Rechtsschutz als auch der Anschluss an das Sperrregister. Die Domains der Plattform können von der Gespa für den DNS-Filter von Schweizer Internetanbietern vorgesehen werden.

Was Cloudbet an Wettarten führt, ist nicht belegt. Wer die Plattform prüfen will, liest ihre Bedingungen — und sollte dabei besonders auf die Auszahlungsregeln achten, weil diese bei einem Systembetrag mehr Gewicht haben als bei einer Einzelwette.

Urteil: Der fehlende Anschluss an das Sperrregister ist bei einer Plattform, die auch sonst keine Schweizer Aufsicht kennt, die entscheidende Lücke. Wer dort eine Yankee spielt, spielt ohne die Bremse, die in der Schweiz gesetzlich vorgeschrieben ist.

Bahigo: ausländisches Angebot ohne Schweizer Bewilligung

Bahigo hat keine Erlaubnis für das Anbieten von Sportwetten in der Schweiz. Da nur Swisslos und die Loterie Romande über die gesetzliche Bewilligung verfügen, ist das Angebot von Bahigo unzulässig. Spieler haben keinen Schweizer Rechtsschutz und keinen Zugang zum nationalen Sperrregister. Die Gespa kann die Webseite blockieren lassen.

Ob Bahigo Systemwetten führt, ist nicht belegt. Wer es wissen will, prüft das Wettprogramm und die Bedingungen.

Urteil: Bei einem Yankee-Schein mit vier Voraussagen entscheidet die Auswertung ausgefallener Ereignisse über den ganzen Ertrag. Bahigo bietet für diese Frage keinen Schweizer Ansprechpartner, und das ist der teure Teil der Alternative.

BDMBet: ohne Bewilligung in der Schweiz

BDMBet ist in der Schweiz nicht als Wettanbieter zugelassen. Da der Markt exklusiv auf die beiden Konzessionäre Swisslos und Loterie Romande beschränkt ist, ist das Angebot illegal. Schweizer Rechtsschutz oder Anschluss an das Sperrregister fehlen völlig. Die Gespa hat die Befugnis, die Domain auf die Sperrliste zu setzen.

Was BDMBet anbietet, lässt sich nicht belegen. Die eigenen Bedingungen sind die einzige Grundlage, und wer sie liest, sollte die Höchstgrenzen für Kombinationen suchen — die Regel, die bei einer Yankee am schnellsten greift.

Urteil: Eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung kann ihre Regeln jederzeit ändern, und der Spielende hat keine Stelle, die das überprüft. Bei einer Yankee, die erst nach mehreren Wochen entschieden ist, ist diese Offenheit teurer als der Preisunterschied zu einem bewilligten Angebot.

FortuneJack: nicht bewilligt, kein Schweizer Rechtsschutz

FortuneJack verfügt über keine Schweizer Bewilligung für Sportwetten. Diese sind gesetzlich den beiden Organisatoren Swisslos und Loterie Romande vorbehalten. Infolgedessen besteht kein Anschluss an das schweizerische Sperrregister und kein Schweizer Rechtsschutz. Die Webseite kann von der Gespa zur DNS-Sperre durch Schweizer Internetanbieter bestimmt werden.

Ob FortuneJack Systemwetten führt, ist nicht belegt. Wer das prüfen will, liest die Bedingungen der Plattform selbst.

Urteil: Ausländische Gewinne sind steuerlich anders behandelt als Schweizer Gewinne, und die kantonale Praxis kann sie voll erfassen. Bei einer Yankee mit einem grossen möglichen Ertrag ist diese Unsicherheit ein Faktor, den die Plattform nicht ausgleicht.

GG.BET: ausländische Plattform, in der Schweiz nicht zugelassen

GG.BET ist in der Schweiz nicht lizenziert. Der Zugang zum Sportwettenmarkt ist gesetzlich auf Swisslos und die Loterie Romande begrenzt, wodurch das Angebot von GG.BET hierzulande unzulässig ist. Nutzer profitieren weder von Schweizer Rechtsschutz noch vom Anschluss an das Sperrregister. Auch hier ist eine Blockade durch die Gespa möglich.

Was GG.BET an Wettarten führt, ist nicht belegt. Wer die Plattform nutzen will, prüft ihre Bedingungen, bevor er einen Betrag bindet.

Urteil: Wer eine Yankee spielt, verkauft in der Regel einen Teil des Scheins, wenn vier Tipps über mehrere Wochen laufen. GG.BET bietet dafür keine Schweizer Anlaufstelle, und ohne Bewilligung gibt es auch keine Pflicht, die Auszahlungsfristen so zu regeln, dass der Spielende nicht in eine Verfallsfalle läuft.

Wie man eine Yankee vor dem Schein durchrechnet

Der ganze Aufwand lohnt sich nur, wenn die Prüfung vor dem Setzen passiert. Eine praktikable Reihenfolge: zuerst die vier Voraussagen aus vier verschiedenen Sportveranstaltungen wählen, damit die Bet-Builder-Regel und die Regel zu abhängigen Ereignissen nicht greift. Dann den Gesamteinsatz festlegen — nicht den Betrag pro Teilwette, sondern die Summe für alle elf Positionen — und prüfen, ob er unter der Limite für Systemwetten liegt. Bei Sporttip sind das CHF 10’000, bei Jouez Sport entscheidet die Einordnung als Kombination oder System über die Summe, und ein Wettschein mit Multiples darf dort insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.

Danach die Quoten der betreffenden Märkte anschauen und die Marge grob schätzen: Kehrwert jeder Quote, addieren, Kehrwert nehmen, von 100 Prozent abziehen. Wer das für einen Markt einmal gemacht hat, macht es danach für jeden neuen Markt in unter einer Minute und sieht sofort, ob der Anbieter hier preislich eng oder weit ist. Erst danach den Rechner aufmachen, und die Rundungsregel des Organisators im Kopf behalten — auf zwei Nachkommastellen auf, dann auf 5 Rappen ab.

Und schliesslich die Frage, die kein Rechner stellt: Ist dieser Schein innerhalb meiner Verlustlimite bezahlt? Bei Swisslos wird vor der ersten Teilnahme eine Limite für 1, 7 und 30 Tage fällig, und wer sie senken will, kann das sofort tun. Wer sie erhöhen will, wartet 72 Stunden. Diese Wartezeit ist die wertvollste Funktion im ganzen Wettprogramm, und sie funktioniert nur, wenn man die Limite vorher gesetzt hat.

Wie eine Wette ausgezahlt wird und was das für den Systembetrag heisst

Sporttip zahlt Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung automatisch dem Wallet gut; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen. Ein Yankee-Schein, der mehrere Teilwetten gleichzeitig auszahlt, kann in beiden Kategorien landen, und die Frist von 3 Arbeitstagen ist der Wert, mit dem man rechnen kann.

Beim Guthaben gibt es eine Regel mit Folgen für die Auszahlung: Spielguthaben lässt sich innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto auszahlen; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden, und die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Wer eine Yankee gewinnt und in kleinen Raten abhebt, zahlt bei der dritten Abhebung möglicherweise drauf — eine Zahlung pro Monat ist teurer als eine Zahlung pro Quartal. Aufgeladen wird das Wallet per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein mit einem Mindestbetrag von CHF 20, und in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich; ein Kauf ist nur möglich, solange das Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt.

Beim Status eines Scheins lohnt die Unterscheidung zwischen rechtlich erlaubt und nur technisch verfügbar. Cash-Out gibt es, aber nur bei Online-Wetten und nur ganz oder gar nicht. Wer den ganzen Schein verkauft, gibt damit auch die erfolgreichen Positionen ab. Und wer den Schein behält: Ein Wettereignis, das abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt wird, wird für die Wette ungültig — Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Bei einer Yankee heisst das, dass eine abgesagte Partie nicht den ganzen Schein liquidiert, sondern die betroffene Voraussage neutralisiert — der Rest rechnet weiter, aber mit einem Bein weniger.

Für die Praxis des Aufladens und Abhebens gilt eine Regel, die den Markt sauber abgrenzt: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausgezahlt, und eine Kreditvergabe an Spielende ist ausgeschlossen. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwettenangebot nicht — wer von einer ausländischen Seite mit einer solchen Option liest, liest von einem Produkt, das auf dem Schweizer Markt so nicht existieren dürfte. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen des Spielkontos an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt.

Häufige Fragen zur Yankee-Wette in der Schweiz

Was ist eine Yankee-Wette und aus welchen Teilwetten besteht sie?

Eine Yankee bündelt vier Voraussagen zu elf Wetten: vier Einzelwetten, sechs Paare, vier Dreier und eine Viererkombination. Alle kombinierbaren Verknüpfungen der vier Tipps sind also einmal enthalten. Bei einem Einsatz von CHF 1 pro Teilwette sind damit CHF 11 gebunden, und die Marge des Anbieters fällt auf jeder Position an.

Wie viele Voraussagen müssen richtig sein, damit ein Gewinn entsteht?

Mindestens zwei. Bei zwei richtigen Tipps ist ein Paar gewonnen und die drei Einzelwetten der beiden Treffer; mehr nicht. Bei drei richtigen bleiben ein Dreier, die drei Paare dieses Trios und drei Einzelwetten. Bei vier richtigen kommt der Vierer hinzu. Bei einem oder keinem Treffer ist der Schein verloren.

Welcher Höchsteinsatz gilt bei Sporttip für eine Systemwette?

CHF 10’000. Für eine Einzel- oder Kombinationswette liegt die Grenze bei CHF 1’000, der Mindesteinsatz bei CHF 1. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Jouez Sport gilt für Einzel- und Kombiwetten ein Höchsteinsatz von CHF 500.

Worin unterscheiden sich Yankee, Super Yankee und Heinz?

Vor allem in der Zahl der Voraussagen und der Teilwetten. Die Yankee braucht vier Tipps und umfasst elf Wetten, die Super Yankee fünf Tipps und 26 Wetten, der Heinz sechs Tipps und 57 Wetten. Mehr Tipps erhöhen die Zahl der Kombinationen schnell und damit den Gesamteinsatz, ohne dass ein einzelner Tipp verlässlicher wird.

Wie genau sind Yankee-Rechner und was berücksichtigen sie nicht?

Sie rechnen Quoten und Teilgewinne korrekt, kennen aber die Regeln des Organisators nicht: die Höchsteinsätze und Gewinnobergrenzen, die zweistufige Rundung auf zwei Nachkommastellen und dann auf 5 Rappen, die Regel zur regulären Spielzeit sowie den Umgang mit ausgefallenen Ereignissen. Als Überschlag brauchbar, als Grundlage für einen hohen Systembetrag zu grob.

Welche Organisatoren bieten in der Schweiz Systemwetten an und was gilt bei ausländischen Seiten?

Systemwetten bietet nur einer der beiden bewilligten Organisatoren an, nämlich Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport — mehr als diese zwei lässt das Geldspielgesetz in der Schweiz nicht zu. Ausländische Seiten haben keine Schweizer Bewilligung, keinen Anschluss an das Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsschutz; Einsätze und Gewinne können dort eingezogen werden. Wer im Ausland spielt, verliert den Zugang zur Spielsperre des schweizweiten Registers und hat bei Gewinnen mit der kantonalen Steuerpraxis zu rechnen.

Inhalt erstellt vom Team «zahlungenwettench»