American Football Wetten Schweiz 2026 — zwei Veranstalter, eine Marge und ein Freibetrag

Updated Oktober 2026
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Ein eiförmiger Lederball liegt auf einem frisch gemähten Rasenfeld mit weissen Linien, im Hintergrund stehen Flutlichtmasten in der Dämmerung.

Im american football steckt eine Sportart mit vier Downs, elf Spielern pro Mannschaft und einem Endspiel im Februar — und in der Schweiz ein Markt, den zwei Veranstalter untereinander aufgeteilt haben. Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport sind die Einzigen, die hier Sportwetten anbieten dürfen. Alles andere, was ein Schweizer Wettender im Netz unter Football-Quoten findet, ist Werbung ohne Bewilligung.

Die National Football League (NFL) umfasst 32 Teams; jedes Team bestreitet 17 Hauptrundenspiele in 18 Wochen mit einem spielfreien Wochenende (Bye).

Stand: Oktober 29, 2026, geprüft gegen die Bewilligungen und die Liste der interkantonalen Geldspielaufsicht Gespa.

Der Sport, auf den gewettet wird: Regeln, die jede Wette vorstrukturieren

Wer eine Football-Wette abgibt, wettet nicht auf ein Spielgefühl. Er wettet auf ein Regelwerk, das den Ausgang in feste Bahnen lenkt — und das entscheidet, welche Märkte überhaupt Sinn ergeben und welche Quoten daraus werden.

Eine Trinkflasche und ein Handtuch liegen auf einer Holzbank am leeren Spielfeldrand unter dem Licht der Flutlichter.
Im American Football zählt ein Touchdown 6 Punkte, der Extrapunkt (PAT) 1, die Two-Point-Conversion 2, ein Field Goal 3 und eine Safety 2 Punkte.

Die Grundmasse sind schnell erzählt. Ein American-Football-Spielfeld ist 120 Yards (109,73 m) lang und etwa 53 Yards (48,46 m) breit, davon 100 Yards eigentliches Spielfeld plus zwei Endzonen mit je 10 Yards. Elf Spieler stehen pro Team auf dem Feld. Die Offense hat vier Versuche, mindestens 10 Yards Raumgewinn für ein neues First Down zu erzielen — wer das nicht schafft, gibt den Ball ab. Das ist die Mechanik, aus der alle Ballbesitz-, Drive- und Punktemärkte entstehen.

Für die Punkteausbeute gibt es ein festes Raster: ein Touchdown zählt 6 Punkte, der Extrapunkt (PAT) 1, die Two-Point-Conversion 2, ein Field Goal 3 und eine Safety 2. In den USA dauert ein Spiel vier Viertel zu je 15 Minuten Nettospielzeit; High-School- und europäische Amateurteams spielen vier Viertel zu je 12 Minuten.

Die Verlängerung ist der Punkt, an dem sich die Sportarten unterscheiden und an dem viele Wetten scheitern. In der NFL dauert sie 10 Minuten, und seit der Saison 2025 gilt nicht mehr das Sudden-Death-Prinzip, bei dem ein Touchdown des zuerst angreifenden Teams sofort entschied. In den NFL-Playoffs dauert jede Verlängerung 15 Minuten, gespielt wird bis zur Entscheidung. Wer auf Football wettet, ohne diesen Unterschied zu kennen, wettet gelegentlich auf eine Regel, die es nicht mehr gibt.

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Im College Football (NCAA) sieht die Verlängerung völlig anders aus: Jedes Team bekommt einen Drive, der an der gegnerischen 25-Yards-Linie beginnt, und ab der dritten Overtime ist ein Extrapunkt nicht mehr zulässig — stattdessen muss eine Two-Point-Conversion gespielt werden. Zwei Sportarten, zwei Systeme, und die Quotenschreiber der Veranstalter setzen das in unterschiedliche Preise um.

Für den Wettenden ist die praktische Lehre nicht kompliziert: Die Spielart entscheidet darüber, ob der Zufall gegen Ende eines Spiels stark oder schwach in das Ergebnis eingreift. Eine NCAA-Verlängerung ist eine Lotterie mit festen Drive-Regeln; eine NFL-Verlängerung mit zehn Minuten und Ballbesitzlogik begünstigt die Mannschaft, die zuletzt verteidigt hat, gegenwärtig deutlich. Diese Einschätzung ist keine Prognose — sie erklärt nur, warum die Quoten in den Schlussminuten so schnell laufen, wie sie laufen.

Die Frage nach der regulären Spielzeit ist deshalb nicht juristisch, sondern praktisch. Wer bei Sporttip auf eine Wette setzt, deren Ausgang auf die reguläre Spielzeit lautet, erhält im Standardfall das Ergebnis nach regulärer Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei American Football ist das die entscheidende Zeile im Wettschein, denn ein Field Goal in der Overtime zählt dann nicht mit.

Punktwerte, Spielzeit und Verlängerung: warum Quoten hier entstehen, wo viele nicht hinsehen

Die dreissig Sekunden, in denen ein Trainer zwischen PAT und Two-Point-Conversion wählt, sind der Moment, in dem Quoten am schnellsten altern. Der PAT ist mit etwa 94 Prozent Trefferwahrscheinlichkeit nahezu sicher; die Conversion ist es nicht. Ein Zwischenstand, der nach einem Touchdown zustande kommt, ist deshalb nicht der Zwischenstand, mit dem man gerechnet hat. Genau diese Lücke — zwischen dem, was das Scoreboard sagt, und dem, was noch an Punkten folgt — ist der Raum, den Live-Wetten bepreisen und in dem die Marge am unauffälligsten arbeitet.

Der Spielplan als Taktgeber des Angebots

Die National Football League umfasst 32 Teams in den Conferences AFC und NFC mit je vier Divisionen zu je vier Teams. Jedes Team bestreitet 17 Hauptrundenspiele in 18 Wochen mit einem spielfreien Wochenende (Bye). Diese Bye-Woche ist mehr als ein Kalenderdetail: In ihr ruht das Angebot für ein einzelnes Team vollständig, während im selben Zeitfenster die übrigen Spiele des Spieltags weiterlaufen.

In die NFL-Playoffs kommen 14 Teams, sieben je Conference: die vier Divisionssieger und drei Wildcard-Teams. Der Super Bowl wird am zweiten Sonntag im Februar ausgetragen, die erste Auflage fand im Januar 1967 statt. Den Super Bowl LX gewannen die Seattle Seahawks mit 29:13 gegen die New England Patriots.

Die Rechtslage in der Schweiz: ein geschlossener Markt, kein offener

An dieser Stelle wird es für den Wettenden teuer, wenn er die falsche Adresse wählt. Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und werden von der Gespa beaufsichtigt, nicht von der ESBK — die ist für Casinos zuständig. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz.

Eine Rheinpromenade mit hohen Bäumen am Abend, das Wasser spiegelt das Licht der ersten Laternen.
Jede Mannschaft stellt im American Football elf Spieler auf das Feld.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Das hat eine unangenehme Nebenwirkung: Auswahl, über die man streiten könnte, gibt es nicht. Swisslos betreibt Sporttip, die Loterie Romande betreibt Jouez Sport, und damit endet die Liste der Bewilligten. Wer nach einer grösseren Zahl von Anbietern sucht, sucht etwas, das in diesem Markt nicht existiert.

Die Veranstalter teilen das Land geografisch auf. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Das ist keine Nebensache, sondern die erste Frage vor jeder Registrierung. Der Wohnsitz entscheidet, welches Konto überhaupt möglich ist. Ein Wettender in Zürich kann kein Jouez-Sport-Konto eröffnen, eine Wettende in Genf kein Sporttip-Konto. Für die Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; ausserdem darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.

Was überhaupt auf der Erlaubnisliste steht

Der erlaubte Markt ist eine geschlossene Liste. Die Gespa führt die autorisierten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten; Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Einstieg in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet — nie Wetten auf Trainingsläufe. Auch Corner- und Kartenmärkte fehlen auf dieser Liste, und eine Esport-Sektion gibt es dort nicht.

Das hat Konsequenzen, die in der Werbung nie auftauchen: Nicht jede Wette, die eine ausländische Seite für ein NFL-Spiel anbietet, wäre in der Schweiz überhaupt zulässig. Der Unterschied zwischen «es gibt eine Quote» und «darauf darf hier gewettet werden» ist einer, den man kennen sollte, bevor man Geld überweist.

Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und live, wo der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung besitzt. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das BGS nicht. Cash-Out dagegen ist nicht geregelt und wird ausschliesslich als Funktion des jeweiligen Veranstalters beschrieben. Grundsätzlich verboten sind Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen.

Die Alternative ohne Bewilligung und ihr Preis

Ein ausländisches Permit — Curaçao, Malta, Deutschland oder sonst woher — hat in der Schweiz keine Kraft. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Dazu kommt, was fehlt. Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist nicht an das Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsschutz, und die Gespa kann seine Domains auf die Sperrliste setzen und über DNS durch die Schweizer Telekom-Anbieter blockieren lassen. Diese Liste wird rasch nachgeführt, und Domain-Hopping ist die Antwort darauf: Blockiert eine Domain, erscheint eine neue.

Wichtig für den Alltag: Die Schweiz hat kein Zahlungssperrwerkzeug gegen unerlaubte Wettangebote. Dass Banken oder Kartennetzwerke solche Zahlungen unterbinden würden, trifft nicht zu. Eine fehlende Sperre ist aber kein Qualitätsmerkmal — sie ist nur eine fehlende Sperre.

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Der Freibetrag, den fast niemand erreicht — und der Kanton, den alle unterschätzen

Gewinne aus Schweizer Grossspielen, und die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich, sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (CHF 1’070’400 in 2025). Darüber behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die man über die Deklaration in der Steuererklärung zurückholt. Die kantonale Schwelle weicht ab — deshalb gilt schlicht: je nach Kanton.

Für die Praxis heisst das: Wer CHF 200 mit einer Football-Kombiwette gewinnt, zahlt keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf diesen Gewinn. Diese Zahl ist beruhigend, und sie macht die andere Seite der Rechnung umso interessanter: Die Steuer ist nicht das, was Sportwetten teuer macht.

Wer dagegen bei einem ausländischen Anbieter gewinnt, schuldet keine Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis kann solche Gewinne anders behandeln. Die Praxis des Kantons Thurgau etwa betrachtet Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Das ist die Stelle, an der «steuerfrei» in der Werbung eines Offshore-Anbieters auseinanderfällt.

Eine Steuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Wer das behauptet, hat die Rechnung falsch aufgesetzt. Bei Fragen empfiehlt sich der Gang zur Steuerberatung oder zur kantonalen Steuerverwaltung, weil die kantonale Praxis den Ausschlag gibt.

Werbung, Gratisguthaben und die Grenze zur Ansprache

Werbung für Geldspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten und wird mit Busse bis CHF 500’000 geahndet. Das ist der Grund, warum diese Seite ausländische Anbieter beschreibt und bewertet — und nicht zu ihnen hinführt.

Gratisspielguthaben und Gratisspiele brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa. Sie erteilte 2025 vierundzwanzig Zustimmungen an die Loterie Romande und acht an Swisslos. Bonusbeträge und Bedingungen ergeben sich ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Ein zeitliches Werbeverbot kennt das Gesetz nicht.

Spielerschutz: die Limiten, die man selbst setzen muss

Die Schweiz hat keine gesetzliche feste Einzahlungslimite. Das ist keine Lücke, sondern eine bewusste Konstruktion — und sie verlagert eine Aufgabe auf den Wettenden, die in anderen Ländern der Staat übernimmt.

Der Veranstalter muss von den Spielenden einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Die Limiten setzt also der Spielende, nicht die Aufsicht. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach Statut erst nach 24 Stunden; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an.

Bei Sporttip sind es konkret drei Zeiträume. Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und unter 21 Jahren von CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Wer diese Zahlen liest, sollte sich nicht von der Oberlimite beeindrucken lassen. Sie ist eine Grenze, keine Empfehlung, und die wichtige Zahl ist die, die man selbst einträgt. Die 72-Stunden-Sperre auf Erhöhungen ist die einzige Bremse, deren Wirkung man erst merkt, wenn man sie braucht: kein Nachschlag am Sonntagabend, wenn die Kombiwette in der ersten Halbzeit kippt.

Die Spielsperre ist das zweite Werkzeug. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, und es ist eine Fachstelle beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden.

Gesperrte und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Bei den Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Diese Zahl verdient einen eigenen Satz: Wer den Schutz durch die Verkaufsstellen als streng beschreibt, hat die Prüfung nicht gelesen.

Für Wetten gilt ein Mindestalter von 18 Jahren. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Und Auszahlungen laufen nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers — anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettmarkt nicht. Kredite an Spielende sind verboten.

Was diese Regeln den Wettenden kosten — und was sie ihm sparen

Die Verlustlimite ist die einzige Stelle im Schweizer Wettmarkt, an der der Staat dem Werbebudget des Veranstalters eine harte Grenze entgegenstellt. Sie ist nicht lästig, sie ist die Bremse. Eine Limite, die man morgens einträgt und abends wieder erhöhen wollte, wartet drei Tage — und in diesen drei Tagen entscheidet sich, ob man das Geld verloren oder behalten hat.

Die Kehrseite ist unbequem und sollte ausgesprochen werden. Eine Limite schützt nur den, der eine setzt. Wo ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung keine Verlustlimite verlangt, keine Spielsperre kennt und nicht am Register hängt, fällt diese ganze Mechanik weg. Der Zugang bleibt offen, während das Geld zugeht.

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Prognose, Value Bet und die ehrliche Antwort auf «sicher»

Eine Football-Prognose entsteht aus Form, Ausfällen, Heimvorteil und Quoten. Das ist die ganze Methode: vier Zutaten, keine Formel, und keine von ihnen ist ein Geheimnis.

Die Form sagt, wie ein Team in den vergangenen Wochen gespielt hat, welcher Quarterback fit ist und wie die Offensive gegen verschiedene Verteidigungsschemata aussieht. Ausfälle wiegen im Football schwerer als in vielen anderen Sportarten, weil eine einzige Position — der Quarterback, ein Left Tackle — ein ganzes Angriffssystem umbaut. Der Heimvorteil ist im Football real und messbar: Reisen über mehrere Zeitzonen belasten, und das Publikum beeinflusst die Kommunikation der Offense über Geräuschpegel. Die Quote schliesslich ist kein Orakel, sondern der Preis, zu dem andere bereit sind, gegen dich zu halten.

Ein Value Bet entsteht, wenn der eigene Preis für ein Ereignis höher liegt als der Preis, den die Quote ausdrückt. Wer glaubt, dass eine Mannschaft eine 55-prozentige Chance hat, und dafür 2.10 bekommt, hat nach dieser Logik einen Vorteil. Der Haken sitzt in der Wahrscheinlichkeit selbst: Sie ist eine Schätzung, keine Messung. Zwischen «ich halte das für wahrscheinlich» und «es ist wahrscheinlich» liegt der ganze Unterschied, und genau in dieser Lücke verdienen Wettanbieter ihr Geld.

Ein Tipp ist deshalb nie sicher. Nicht «selten» und nicht «fast immer» — nie. Wetten ergeben kein Einkommen, weil jede einzelne Wette ein Ereignis mit mehreren möglichen Ausgängen ist und die Marge dafür sorgt, dass die Summe aller Einsätze über die Zeit mehr kostet, als sie zurückbringt. Wer eine Serie gewinnt, hat eine Serie gewonnen, mehr nicht.

Die Marge, sichtbar gemacht an einem Beispiel

Zwei Quoten von 1.90 gegen 1.90 sehen nach einem fairen Angebot aus. Rechnet man die Auszahlungsquote eines solchen Zwei-Wege-Markts aus, ergibt sich ein Schlüssel von rund 95 Prozent, und die Marge liegt damit bei ungefähr 5 Prozent. Das ist eine Bandbreite, keine feste Zahl: Sie hängt vom jeweiligen Markt ab, und jede weitere Wette im selben Markt verschiebt sie nach oben.

Was das für den Wettenden bedeutet, ist unangenehmer, als es klingt. Setzt jemand CHF 1’000 über ein Jahr auf rund fünfzig solcher Wetten mit je CHF 20 Einsatz, so beträgt der Umsatz CHF 1’000. Bei einer Marge von rund 5 Prozent entspricht das einem erwarteten Kostenanteil von etwa CHF 50 — als statistischer Durchschnitt über viele vergleichbare Wetten, nicht als garantiertes Ergebnis einer einzelnen Wette. Ein Spieler, der umsatzmässig gewinnt, verliert trotzdem im Durchschnitt diesen Anteil, weil er auf jede Wette einen Preis zahlt, der unter dem fairen Preis liegt.

Die Zahl, die man mitnehmen sollte, ist nicht die Fünf. Es ist die Tatsache, dass die Marge in jedem einzelnen Preis steckt. Eine Quote von 2.10 ist kein Geschenk, sondern eine Quote von 2.21 mit einem Abzug. Wer das einmal verinnerlicht hat, liest Bonuswerbung anders.

Warum die Formtabelle die Marge nicht schlägt

Wer ein Spiel analysiert, arbeitet gegen Leute, die dasselbe tun. Der Vorteil entsteht deshalb nie aus Information allein — ein NFL-Spiel sehen Millionen Menschen, und die Quotenschreiber sehen es mit denselben Zahlen. Ein Vorteil entsteht, wenn man eine Information anders gewichtet als der Markt und recht hat. Das ist selten, und es ist nie sicher.

Football-Wettangebote in der Schweiz: Märkte, Live-Wetten und die eigene Funktion des Veranstalters

Zwischen Theorie und Wettschein steht die Plattform. Was man bei Swisslos und der Loterie Romande tatsächlich vorfindet, unterscheidet sich nicht in der Zahl der Anbieter, sondern in der Ausstattung des Angebots.

Einzelwetten, Kombiwetten und Systemwetten sind die drei Grundformen. Bei einer Einzelwette hängt alles an einem Ausgang. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der gewählten Ereignisse zu einem Preis — und damit auch die Marge über die einzelnen Märkte hinweg. Eine Systemwette kombiniert mehrere Auswahlen in Teil-Kombinationen und kostet entsprechend mehr Einsatz.

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer Kombiwetten mit mehreren Märkten desselben Spiels zusammenstellt, sollte diesen Mechanismus kennen, bevor er sich über eine zurückerstattete Wette wundert.

Live-Wetten und die Regel, die gegen den Klick arbeitet

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Das ist eine faire Klarstellung und eine gefährliche Zeile im selben Satz. Denn Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Auf den ersten Blick ist das eine Sicherung gegen Betrug. Auf den zweiten ist es der Grund, warum ein Live-Klick in der falschen Sekunde nichts mehr wert ist. Wer im Football auf einen Touchdown setzt und zwei Sekunden zu spät klickt, bekommt den Einsatz zurück und keine Wette. Das ist keine Benachteiligung, aber es ist ein Risiko, das keine Werbung erwähnt: Die Aufmerksamkeit beim Live-Wetten gehört der Uhr, nicht der Quote.

Der Gesetzgeber schreibt keine bestimmten Live-Märkte vor. Es gibt also keine Sperre, die einen vor dem falschen Klick bewahrt — nur das eigene Timing.

Cash-Out: eine Option, kein Recht

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.

Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Diese drei Sätze enthalten die ganze Ökonomie des Features. Wer aussteigt, verkauft seinen Schein an den Veranstalter zurück — und der kauft nicht zum gleichen Preis, zu dem er verkaufen würde. Ein Cash-Out ist die richtige Wahl für den, der eine Position nicht mehr aushält, und die schlechtere Wahl für den, der an seine Einschätzung noch glaubt. Der eine bezahlt für Ruhe, der andere für Ungeduld.

Quotenboots, Profitboosts und was sie limitieren

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Die Kombination der Bedingungen ist die eigentliche Aussage. Ein Boost, der nur einmal gilt, nur vor dem Spiel, nur online und nur auf eine Einzelwette — und die verschwindet, sobald man aussteigt — ist ein Instrument für einen bestimmten Moment und nicht ein Vorteil für den Dauergebrauch. Ob sich die Sache lohnt, entscheidet der Einsatzdeckel, und diesen Deckel kennt man nur aus den Bedingungen des Veranstalters.

Was die Märkte in der Schweiz dürfen — und was das Angebot kostet

Weil nur Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten auf der Gespa-Liste gespielt werden dürfen, ist das Angebot enger als das, was eine ausländische Plattform für dasselbe NFL-Spiel zeigt. Der Vorteil dieser Enge ist ein klarer Rahmen; der Nachteil ist fehlende Wahl. Wer besondere Nischenmärkte sucht, sucht sie in der Schweiz vergeblich — und wer sie bei einem Anbieter ohne Bewilligung findet, tauscht Regelklarheit gegen Auswahlmöglichkeit.

Der Vergleich: zehn Anbieter, zwei Bewilligungen

Die Tabelle, die folgt, ordnet zehn Plattformen nach dem einzigen Kriterium, das in der Schweiz rechtlich zählt: ob eine Bewilligung besteht oder nicht. Sie ist bewusst keine Rangliste nach Geschmack. Wer Sportwetten vergleicht, sollte mit dem Status anfangen und nicht mit der Sprache der Werbung.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS) Swisslos, Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS) Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
Wettigo keine Schweizer Bewilligung keine Angabe
GG.BET keine Schweizer Bewilligung keine Angabe
Donbet keine Schweizer Bewilligung keine Angabe
Sportuna keine Schweizer Bewilligung keine Angabe
N1 Bet keine Schweizer Bewilligung keine Angabe
Betwinner keine Schweizer Bewilligung keine Angabe
AmunRa keine Schweizer Bewilligung keine Angabe
Interwetten keine Schweizer Bewilligung keine Angabe

Die Spalte mit der Bewilligung ist bei acht von zehn Zeilen identisch leer, und das ist kein Versehen, sondern das Ergebnis. In der Schweiz gibt es keine Liste weiterer bewilligter Wettanbieter, weil es keine gibt; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Die Tabelle sieht daher asymmetrisch aus, weil der Markt asymmetrisch ist.

Wer die Reihenfolge liest, sollte einen zweiten Punkt beachten. Die acht Plattformen ohne Bewilligung sind nicht deshalb draussen, weil sie schlechte Produkte hätten — sie sind draussen, weil ihre Genehmigung in der Schweiz keine Wirkung hat. Eine Curaçao-, Malta- oder deutsche Bewilligung ändert daran nichts, und jedes Angebot, das auf einer solchen Genehmigung aufbaut, ruht in der Schweiz auf keinem Fundament.

Bewilligung, Wettarten, Limiten und Auszahlung: die Kriterien, die zählen

Ein Vergleich nach Werbung führt zu nichts. Wer ein Angebot prüfen will, braucht vier Fragen, und jede von ihnen hat eine überprüfbare Antwort.

Bewilligung. Steht der Veranstalter auf der Liste der Bewilligten — also Swisslos oder Loterie Romande — oder nicht? Diese Frage entscheidet alles Weitere, weil an ihr der Zugang zum Sperrregister, der Rechtsschutz und die Zulässigkeit des Angebots hängen.

Wettarten. Deckt das Angebot die Märkte ab, die auf der Gespa-Liste stehen? Ein Veranstalter darf nicht mehr anbieten, als freigegeben ist, und er muss nicht alles Freigegebene führen.

Limiten. Welche Einsatzgrenzen und Verlustlimiten gelten? Bei Sporttip sind es CHF 1 Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten, CHF 1’000 Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Auszahlung. Auf welches Konto geht Geld, und unter welchen Bedingungen? Im bewilligten Schweizer Markt gilt: Auszahlungen nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers. Das schliesst anonyme Auszahlungswege aus, und es ist die Regel, an der sich viele Offshore-Angebote messen lassen müssen.

Der letzte Punkt verdient eine Bemerkung zum Cash-Out, weil er dort am häufigsten falsch verstanden wird. Der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen nicht vorzeitigen Wettgewinn — die Differenz ist der Preis der Sicherheit. Wer Cash-Out als Vorteil verbucht, hat die Rechnung noch nicht gemacht.

Wie man einen kurzen Blick auf ein Angebot macht, ohne Werbung zu lesen

Drei Dinge lassen sich in fünf Minuten prüfen. Erstens: Steht der Veranstalter auf der Liste der Bewilligten? Zweitens: Stehen die Märkte, die man spielen will, auf der Liste der Aufsicht? Drittens: Wie hoch sind Mindest- und Höchsteinsatz, und gibt es eine Verlustlimite, die man selbst setzen muss?

Wer diese drei Fragen beantwortet hat, kennt den Anbieter besser als nach jeder Bonusbeschreibung. Was danach kommt — Quoten, Live-Angebot, Bedienung — ist Geschmack. Was davor kommt, ist Recht, und daran ändert kein Bonus etwas.

Die Anbieter im Einzelnen

Zehn Plattformen, zwei Gruppen. Die Reihenfolge folgt dem Markt: erst die Veranstalter mit Bewilligung, dann die ausländischen Plattformen, die Schweizer Wettende antreffen. Die zweite Gruppe wird beschrieben und bewertet, nicht empfohlen — Werbung für nicht erlaubte Geldspiele ist in der Schweiz strafbar, und daran halten wir uns.

Swisslos Sporttip: zwei Bewilligungen und das grösste Vertragsgebiet

Swisslos sitzt in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem BGS, beaufsichtigt von der Gespa. Sporttip wird in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt.

Der Zugang zum Online-Konto verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre und eine einzige Registrierung pro Person. Ausweisdaten werden aus dem hochgeladenen Dokument ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft — das ist der Grund, warum die Eröffnung eines Kontos hier kein Fünf-Minuten-Vorgang ist.

Die Einsatzgrenzen liegen bei CHF 1 bis CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten und bei CHF 1’000 bis CHF 10’000 für Systemwetten, wobei Swisslos die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern kann und eine Wette über der Limite gar nicht annimmt. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor dem Spiel und live, nur online und nur als vollständiger Ausstieg; der Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn und wird nicht garantiert. Bei Live-Wetten zählt eine nach dem tatsächlichen Ausgang platzierte Wette mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos so werten.

Sporttip verteilt einen beachtlichen Teil seines Ertrags öffentlich. Für 2025 betrug der Reingewinn CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. gingen an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe; aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio. nach CHF 122 Mio. im Vorjahr.

Das ist ein Argument für die Seite, die viele beim Vergleich übersehen. Wer hier wettet, zahlt in ein System ein, dessen Überschuss in kantonalen Fonds und in den Breitensport landet — und nicht in ein Marketingbudget. Das macht die Quoten nicht besser, aber es macht die Frage «wohin geht das Geld» beantwortbar. Zusammen mit dem Zugang zum Sperrregister und der Ein-Konto-Regel ist das der Teil des Angebots, den kein ausländischer Anbieter kopieren kann.

Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Recht, das andere Landesteil

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Bewilligungsgrundlage ist dieselbe wie bei Sporttip: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem BGS unter Aufsicht der Gespa.

Für einen Wettenden aus der Deutschschweiz ist damit alles gesagt, was zu sagen ist: Das Produkt existiert, es ist bewilligt, und es ist ihm verschlossen. Umgekehrt gilt dasselbe. Diese Aufteilung ist die wichtigste praktische Folge des Zwei-Veranstalter-Modells, und sie ist keine technische Hürde, die sich umgehen lässt — die Voraussetzung ist der Wohnsitz.

Wer in einem der sechs Kantone zu Hause ist, hat hier denselben Rahmen wie auf der anderen Seite der Sprachgrenze: Verlustlimiten, die man vor der ersten Teilnahme selbst setzt, eine Senkung, die sofort gilt, eine Erhöhung, die 72 Stunden wartet, eine Spielsperre, die bis zu 180 Tage ohne vorzeitige Aufhebung dauert und bei unbefristeter Eintragung im schweizweiten Register auch für Casinos samt Online-Casinos und für Liechtenstein gilt. Die Unterschiede zwischen den beiden Veranstaltern liegen im Detail ihrer Bedingungen, nicht in ihrer Bewilligung.

Die 2’350 Verkaufsstellen sind mehr als eine Zahl in einem Bericht. Sie sind der Grund, warum im Westen der Schweiz auch die Spielenden angesprochen werden, die kein Online-Konto eröffnen wollen. Und sie sind der Ort, an dem die Gespa ihre Testkäufe durchführt — mit dem Ergebnis, das im Abschnitt zum Spielerschutz steht.

Wettigo: ohne Schweizer Bewilligung

Wettigo hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; eine as reported gemeldete Lizenz hat hier keine Kraft, weil eine Bewilligung nach dem BGS nur in der Schweiz gilt. Wettigo ist nicht an das schweizerische Sperrregister angeschlossen, es besteht kein Schweizer Rechtsschutz, und Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und über DNS blockiert werden.

Wer ein Konto bei einer Plattform ohne Bewilligung führt, verliert die Mechanik, die den Schweizer Markt von einem offenen Markt unterscheidet: keine Verlustlimite, die der Veranstalter verlangen muss, keine Spielsperre, die im Register landet, kein Rückgriff auf Schweizer Gerichte. Der Weg zu diesem Anbieter bleibt offen. Der Weg zurück ist es nicht.

Der Abschluss der Bewertung liegt genau hier. Der Unterschied zwischen Wettigo und den beiden bewilligten Veranstaltern ist nicht das Wettangebot, sondern der Umstand, dass im Streitfall niemand da ist, an den man sich wenden kann.

GG.BET: ohne Schweizer Bewilligung

GG.BET hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; eine as reported gemeldete Lizenz hat hier keine Kraft, weil eine Bewilligung nach dem BGS nur in der Schweiz gilt. GG.BET ist nicht an das schweizerische Sperrregister angeschlossen, es besteht kein Schweizer Rechtsschutz, und Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und über DNS blockiert werden.

Für den Wettenden auf American Football heisst das: Die NFL-Märkte mögen breit sein, aber die Verlustlimite, die im Schweizer Markt vorgeschrieben ist, existiert hier nicht als Pflicht des Anbieters. Wer sein Spielbudget selbst kontrollieren will, muss es ohne die Unterstützung tun, die ein bewilligter Veranstalter bieten muss.

Wer eine Plattform ohne Bewilligung nutzt, bekommt von ihr keine Antwort, wenn es keine Antwort geben soll. Genau das ist der Unterschied, für den man im bewilligten Markt bezahlt.

Donbet: ohne Schweizer Bewilligung

Donbet hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; eine as reported gemeldete Lizenz hat hier keine Kraft, weil eine Bewilligung nach dem BGS nur in der Schweiz gilt. Donbet ist nicht an das schweizerische Sperrregister angeschlossen, es besteht kein Schweizer Rechtsschutz, und Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und über DNS blockiert werden.

Diese Konstellation ist in der Schweiz nicht neu: Eine Plattform sieht erreichbar aus, bis die Sperrliste greift, und dann erscheint sie unter einer etwas anderen Adresse erneut. Wer sein Konto bei einer Domain führt, die jederzeit verschwinden kann, sollte wissen, dass er nicht bei einer Firma mit Sitz in der Schweiz führt.

Eine Wette ist ein Vertrag. Hier gibt es keinen Ort, an dem man ihn einklagen könnte.

Sportuna: ohne Schweizer Bewilligung

Sportuna besitzt keine Schweizer Konzession und ist somit nicht befugt, hier Sportwetten anzubieten. Der Anbieter unterliegt nicht der hiesigen Aufsicht, und seine Domains werden von der Gespa aktiv auf die Sperrliste gesetzt.

Für Schweizer Wettende bedeutet der fehlende Registeranschluss etwas ganz Konkretes: Wer sich bei einem bewilligten Veranstalter sperren lässt, kann nicht bei einer Plattform ausserhalb des Registers weitermachen. Die Sperre gilt schweizweit und bis nach Liechtenstein. Diese Absicherung fehlt hier vollständig.

Der Zugang bleibt offen, die Verantwortung wandert zum Einzelnen. Das ist die ganze Bewertung.

N1 Bet: ohne Schweizer Bewilligung

N1 Bet agiert ohne hiesige Bewilligung. Für Schweizer Wettende bedeutet das: Es besteht kein Anschluss an das Sperrregister, kein Anspruch auf nationalen Rechtsschutz, und der Zugang zu den Angeboten wird über die Sperrliste der Gespa eingeschränkt.

Das Steuerthema verdient bei dieser Gruppe einen Hinweis. Gewinne bei einem ausländischen Anbieter unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis kann sie anders behandeln — der Kanton Thurgau etwa betrachtet Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Was wie ein Steuervorteil aussieht, kann also zu einer Steuerlast werden.

Der Steuervorteil, der in der Werbung mitschwingt, ist in den meisten Kantonen keiner.

Betwinner: ohne Schweizer Bewilligung

Betwinner hat keine Schweizer Bewilligung. Betwinner ist nicht an das Sperrregister angeschlossen, geniesst keinen Schweizer Rechtsschutz und seine Domains können von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt und via DNS blockiert werden.

Diese Plattform gehört zu den Namen, die Schweizer Wettende in Suchanfragen am häufigsten antreffen, und der Grund dafür ist Werbung. Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist jedoch verboten und wird mit Busse bis CHF 500’000 geahndet. Die Sichtbarkeit eines Anbieters sagt nichts über seinen Status aus.

Sichtbarkeit ist kein Gütesiegel, sondern eine Marketingausgabe.

AmunRa: ohne Schweizer Bewilligung

AmunRa hat keine Schweizer Bewilligung. AmunRa ist nicht an das Sperrregister angeschlossen, geniesst keinen Schweizer Rechtsschutz und seine Domains können von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt und via DNS blockiert werden.

Zu den Einschränkungen ohne Bewilligung kommt eine zweite, die oft erst im Gewinnfall auffällt: Auszahlungen laufen nicht nach der Schweizer Regel, dass Geld nur auf ein Konto auf den Namen des Kontoinhabers geht. Die Anonymität, die manche Plattformen anbieten, ist auf der Einzahlungsseite bequem und auf der Auszahlungsseite ein Risiko — denn was nicht auf den Namen läuft, lässt sich schwerer nachweisen.

Das ist eine Bewertung des Risikos und keine Aussage über einzelne Auszahlungswege. Aber es ist ein Risiko, das im bewilligten Markt nicht besteht.

Interwetten: ohne Schweizer Bewilligung

Interwetten hat keine Schweizer Bewilligung. Interwetten ist nicht an das Sperrregister angeschlossen, geniesst keinen Schweizer Rechtsschutz und seine Domains können von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt und via DNS blockiert werden. Die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home ausdrücklich im Zusammenhang mit Domain-Hopping, und sie nennt bet365 als auf der Liste stehend.

Interwetten taucht in dieser Aufzählung aus einem bestimmten Grund auf: weil Sperren gegen Domain-Hopping praktisch wenig bewirken. Wandert eine Adresse, ist sie binnen Stunden wieder erreichbar. Für den Wettenden heisst das, dass die Blockliste ihn nicht schützt. Sie ist kein Zaun, sondern ein Hinweisschild.

Wer in der Schweiz eine Domain aufruft, die geblockt wird, und Minuten später über einen Link dieselbe Firma erreicht, weiss, worauf er sich verlässt: nicht auf die Aufsicht, sondern auf sich selbst.

Was der Vergleich am Ende aussagt

Das Ergebnis ist unbequem für jeden, der mehr Auswahl will, und beruhigend für jeden, der sich schützen will. Es gibt in der Schweiz genau zwei Wege zu einer bewilligten Sportwette, und der Wohnsitz entscheidet, welcher davon der eigene ist. Alles andere ist Zugang ohne Bewilligung, ohne Register, ohne Schweizer Rechtsschutz.

Diese Konstruktion hat einen realen Preis: Wer auf einen Markt setzen will, der nicht auf der Freigabeliste steht, findet ihn nur bei einem Anbieter ohne Bewilligung. Es hat auch einen realen Nutzen: Wo der Veranstalter die Verlustlimite verlangen muss, wo die Spielsperre im Register landet und wo die Auszahlung nur auf ein Konto auf den Namen des Kontoinhabers geht, fällt die Sorgfaltspflicht nicht allein auf den Einzelnen.

Der Weg ins Wetten bei einem bewilligten Veranstalter ist dabei umständlicher, als viele erwarten. Die Registrierung verlangt einen Ausweis, die Adresse wird geprüft, es gibt eine Registerabfrage, und vor dem ersten Wettschein muss man Limiten setzen. Das ist kein Hindernis, das ist der Eintrittspreis. Wer ihn nicht zahlen will, zahlt später einen anderen.

Häufig gestellte Fragen

Dürfen in der Schweiz Wetten auf NFL-Spiele abgeschlossen werden, und wer darf sie anbieten?

Ja. Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Ob ein bestimmtes NFL-Spiel und ein bestimmter Markt wählbar ist, steht in der Liste der Gespa. Ein Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Gebiet möglich.

Wie wird bei einer Football-Wette die Verlängerung behandelt?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Für American Football heisst das: Ein Ausgang, der sich erst in der Overtime entscheidet, wird bei einer Standardwette auf die reguläre Spielzeit nicht mitgezählt.

Was bedeuten Handicap und Über/Unter, und wie wirkt die Marge?

Handicap gibt einer Mannschaft einen rechnerischen Punktevorsprung, Über/Unter setzt eine Punktgrenze für das gesamte Spiel. Die Marge steckt in jedem dieser Preise: Bei einem Zwei-Wege-Markt mit je 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 Prozent und die Marge damit um die 5 Prozent — eine Bandbreite, die vom jeweiligen Markt abhängt.

Wie entsteht eine Prognose, und warum ist kein Tipp sicher?

Eine Prognose entsteht aus Form, Ausfällen, Heimvorteil und Quoten. Ein Value Bet liegt vor, wenn der eigene geschätzte Preis über dem Quotenpreis liegt — doch die Schätzung bleibt eine Schätzung. Weil die Marge in jedem Preis steckt, kostet die Summe vieler Wetten über die Zeit mehr, als sie im Durchschnitt zurückbringt. Wetten ergeben kein Einkommen.

Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden?

Bei Sporttip sind vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und von CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Eine gesetzliche feste Einzahlungslimite kennt die Schweiz nicht.

Wie hoch ist die Steuer auf Gewinne, und was heisst «je nach Kanton»?

Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, im Vorjahr bei CHF 1’070’400. Darüber behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein. Die kantonale Schwelle weicht ab — daher «je nach Kanton». Bei Fragen hilft die kantonale Steuerverwaltung.

Inhalt erstellt vom Team «zahlungenwettench»