Goliath Wetten im Check — 247 Wetten aus einem einzigen Wettschein und der Einsatz, den das verlangt

Updated Oktober 2026
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Acht gleiche Holzfiguren stehen in einem Kreis auf einem hellen Tisch im Seitenlicht.

Eine Goliath-Wette ist eine Systemwette auf acht Auswahlen, die aus jeder möglichen Mehrfachkombination dieser acht Auswahlen besteht und keine einzige Einzelwette enthält. Das klingt nach einem grossen Wurf und ist in Wahrheit vor allem eine Frage des Einsatzes: Wer eine Goliath-Systemwette abgibt, spielt nicht eine Wette, sondern 247 Wetten gleichzeitig, und bezahlt jede davon einzeln.

Der Goliath ist eine Systemwette auf 8 Auswahlen mit insgesamt 247 Einzelwetten: 28 Doppel, 56 Dreier, 70 Vierer, 56 Fünfer, 28 Sechser, 8 Siebener und 1 Achterkombination.

Datenstand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen und Spielerschutz-Regeln wurden gegen die Informationen der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) und der Veranstalter Swisslos und Loterie Romande abgeglichen.

Dieser Text ist kein Verkaufsgespräch. Er rechnet nach, was ein Goliath aus acht Auswahlen an Geld bindet, wo die Rückzahlung beginnt, welche Regeln in der Schweiz für Wetten überhaupt gelten und welcher der zehn Anbieter zu welchem Spieler passt. Wer nach dem Lesen zu dem Schluss kommt, dass ein Goliath für ihn zu teuer ist, hat die Seite richtig benutzt.

Was hinter einer Goliath Systemwette mit acht Auswahlen steckt

Der Goliath ist ein Baukasten. Acht Auswahlen — acht Spiele, acht Quoten, acht Meinungen — werden nicht zu einer einzigen Kombiwette zusammengeschraubt, sondern zu ihrer vollständigen Sammlung von Mehrfachwetten. In der Fachsprache heisst das eine Full-Cover-Wette: alles, was sich aus der Auswahlzahl an Mehrfachkombinationen bilden lässt, wird gebildet, und nichts davon ist eine Einzelwette. Die acht Einzelwetten, die man aus denselben acht Tipps machen könnte, fehlen bewusst.

Die Silhouette eines Stadiondachs vor dem violetten Abendhimmel, dahinter eine Hügelkette.
Bei der Systemwette Goliath mit 8 Auswahlen müssen mindestens zwei Auswahlen gewinnen, damit eine Rückzahlung entsteht.

Die Struktur ist nicht gewachsen, sondern gerechnet. Sie folgt der Zahl der Möglichkeiten, aus acht Elementen eine Teilmenge zu bilden, und genau deshalb ist sie so gross, wie sie ist.

Kombinationstiefe Anzahl Wetten
Zweierkombinationen (Doppel) 28
Dreierkombinationen 56
Viererkombinationen 70
Fünferkombinationen 56
Sechserkombinationen 28
Siebenerkombinationen 8
Achterkombination (alle acht) 1
Total 247

Addiert man die Zeilen, kommt man auf 247 Einzelwetten in einem einzigen Wettschein. Die Viererkombinationen bilden dabei den breitesten Block, weil aus acht Auswahlen nun einmal die meisten Vierergruppen zu bilden sind; die Achterkombination am unteren Ende ist die klassische Kombiwette, die man auch einzeln abgeben könnte — im Goliath ist sie nur eine von vielen Bausteinen.

Genau hier beginnt die Kostenfrage. Jede dieser 247 Wetten wird einzeln bezahlt. Es gibt beim Goliath keinen Rabatt für Masse, keine Sammelgebühr und keine Option, nur den aussichtsreichsten Teil der Kombinationen zu spielen. Wer einen Franken pro Wette einsetzt, hat bereits 247 Franken im Spiel, bevor das erste Tor gefallen ist. Wer mit dem Gedanken «ein Franken pro Tipp» an den Wettschein geht und acht Tipps auswählt, landet bei derselben Zahl — nur dass er sie dann nicht als 8 Franken sieht, sondern als 247.

Die Gesamtquote jeder einzelnen Kombination

Jeder Baustein des Goliaths hat seine eigene Quote, und die entsteht nicht durch Addition, sondern durch Multiplikation der Einzelquoten. Ein Doppel aus zwei Auswahlen mit 1.80 und 2.10 bringt eine Gesamtquote von 3.78. Bei der Achterkombination multiplizieren sich acht Quoten zu einer Zahl, die auf dem Wettschein zuweilen mehr wie ein Telefonnummernfragment aussieht als wie eine Quote.

Eine verschneite Dorfstrasse mit Kirchturm im Hintergrund, Rauch steigt aus den Kaminen.
Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10'000 und der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1.

Der Effekt ist jedem Kombiwetten-Spieler vertraut und wird im Goliath nur besonders sichtbar: Der Multiplikationsmechanismus arbeitet in beide Richtungen. Ein einziger schwacher Tipp verdirbt nicht nur eine Wette, sondern gleich den ganzen Block an Kombinationen, in dem er steckt — und bei acht Auswahlen steckt jede Auswahl in sehr vielen Blöcken. Gleichzeitig erzeugt die Multiplikation die hohen Endquoten, die den Reiz des Formats ausmachen. Beides ist dieselbe Rechenregel.

Wer das vorher durchspielen will, findet bei den Veranstaltern und in einschlägigen Wettforen Rechner, in die sich acht Quoten eingeben lassen. Solche Rechner sind nützlich, weil sie die 247 Zeilen ausgeben, die man sonst im Kopf bilden müsste. Sie sind aber keine Prognose. Sie zeigen, was herauskommt, wenn bestimmte Auswahlen treffen, und nicht, wie wahrscheinlich das ist.

Was ein Treffer pro Kombinationstiefe zahlt

Weil jede Kombination ihre eigene Quote trägt, hängt die Rückzahlung eines Goliaths davon ab, wie viele Auswahlen treffen. Die folgende Rechnung ist ein Beispiel mit einem Einsatz von CHF 1 pro Wette und drei angenommenen Quoten — sie ist ausdrücklich kein Angebot und keine Preisangabe eines Anbieters, sondern zeigt die Bandbreite, in der sich ein Goliath bewegt.

Bei lauter Auswahlen mit Quote 1.50 kostet der Schein CHF 247. Treffen alle acht, zahlt nur eine der 247 Wetten etwas aus: die Achterkombination, mit einer Gesamtquote von rund 25.63 und damit einer Rückzahlung von rund CHF 25.63. Die 246 übrigen Wetten sind verloren, weil keine von ihnen alle acht Tipps enthält. Das ist kein Rechenfehler, sondern der Grund, weshalb ein Goliath mit kurzen Quoten selten Freude macht: Der Einsatz wächst mit der Zahl der Wetten, der Erlös aber nur mit dem Multiplikationsfaktor der einen Kombination, die den Gewinn trägt.

Anders sieht es bei längeren Quoten aus. Mit Auswahlen zu Quote 2.50 liegt der Einsatz unverändert bei CHF 247, die Achterkombination bringt jedoch rund 1’525 Franken, knapp das Sechsfache. Der Schein wird also nicht dadurch teurer, dass die Quoten steigen — er wird nur besser bezahlt, wenn sie treffen, und unwahrscheinlicher, dass sie treffen. Mit Quoten um 2.00 liegt die Achterkombination bei rund 256 Franken und damit knapp über dem Einsatz, alles unterhalb der 2.00 liegt rechnerisch darunter. Kurz gesagt: Ein Goliath, in dem alle acht Tipps Favoriten mit Quoten um 1.50 sind, müsste schon alle acht treffen, um den eigenen Einsatz knapp zu übertreffen — und steht selbst dann noch vor der Frage, wie oft acht Favoriten alle gewinnen.

Die Bandbreite lautet deshalb: zwischen rund CHF 25 und rund CHF 1’500 Rückzahlung bei einem Einsatz von CHF 247, je nachdem, ob die acht Quoten bei 1.50, 2.00 oder 2.50 liegen — und dies nur im Fall, dass alle acht Auswahlen treffen. Treffen weniger, sinkt die Rückzahlung rasch, weil dann nur noch die kleineren Kombinationen zahlen, die aus den Treffern gebildet werden können.

Der Goliath Rechner: Einsatz und Rückzahlung nüchtern durchgerechnet

Ein Wettrechner ist für den Goliath keine Spielerei, sondern das einzige Werkzeug, das die Kostenflut sichtbar macht. Er verlangt drei Angaben: die Zahl der Auswahlen, den Einsatz pro Wette und die Quoten. Mit diesen drei Werten listet er 247 Zeilen aus und summiert sie.

Der wirksamste Hebel ist nicht der Einsatz pro Wette, sondern die Zahl der Auswahlen. Wer statt acht nur sechs Auswahlen nimmt, halbiert die Anforderung an seinen Geldbeutel grob: Die Variante mit sechs Auswahlen, im Wettjargon als Heinz bekannt, besteht aus 57 Einzelwetten — Doppel, Dreier, Vierer, Fünfer, Sechser und eine Sechserkombination. 57 Wetten zu je einem Franken sind CHF 57 statt CHF 247. Die Goliath-Struktur selbst lässt sich nicht verkleinern; die Auswahlzahl lässt sich verkleinern, und damit fällt ein ganzes Bündel an Kombinationen weg.

Die Marge des Veranstalters steckt in jeder der 247 Quoten und wird durch die Multiplikation nicht kleiner, sondern nur unübersichtlicher. Der Quotenschlüssel eines Marktes — die Auszahlungsquote, also der Anteil aller Einsätze, den der Markt insgesamt zurückgibt — liegt bei Schweizer Sportwetten typischerweise deutlich unter 100 Prozent; die Differenz ist der Verdienst des Veranstalters und wird auf 247 Einzelwetten gleich oft fällig. Wer den Goliath als Spielform mit «mehr Chancen» verkauft bekommt, sollte sich daran erinnern: Es sind mehr Wetten, nicht mehr Chancen — und dieselbe Marge wird auf jeden einzelnen Franken des Gesamteinsatzes erhoben, nicht nur einmal.

Für Schweizer Nutzer gibt es noch einen praktischen Vorbehalt: Die Rechner, die im Netz herumgeistern, sind fast alle für britische oder internationale Wettanbieter gebaut und rechnen mit Quoten, Höchsteinsätzen und Marktregeln, die in der Schweiz keine Geltung haben. Ein Rechner liefert die Arithmetik, nicht die örtlichen Bedingungen. Wer bei einem Schweizer Veranstalter spielt, muss den Höchsteinsatz der Systemwette zusätzlich im Kopf behalten, denn dort endet die Rechnung nicht an der Quote, sondern an einer Limite.

Die Schweizer Wettanbieter im Vergleich: zwei mit Bewilligung, acht ohne

Der Schweizer Markt für Sportwetten ist kein offener Markt. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt, und dementsprechend stehen den Spielern hierzulande genau zwei bewilligte Produkte gegenüber. Alles, was darüber hinaus im Netz auftaucht, ist ein ausländisches Angebot ohne Schweizer Bewilligung — und das ist keine Formalie, sondern der Unterschied zwischen einem Rechtsrahmen mit Spielerschutz und einem Geschäft nach eigenen Hausregeln.

Anbieter Bewilligung Veranstalter bzw. berichtete Bewilligung
Swisslos Sporttip Schweizer Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung) Swisslos, Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Schweizer Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung) Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
X3Bet Keine Schweizer Bewilligung Berichtet: Tobique (Kanada), ohne Wirkung in der Schweiz
1xBet Keine Schweizer Bewilligung Keine Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz berichtet
22Bet Keine Schweizer Bewilligung Keine Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz berichtet
myBet Keine Schweizer Bewilligung Keine Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz berichtet
HornetBet Keine Schweizer Bewilligung Keine Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz berichtet
WirWetten Keine Schweizer Bewilligung Keine Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz berichtet
Boomerang Bet Keine Schweizer Bewilligung Keine Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz berichtet
Rabona Keine Schweizer Bewilligung Keine Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz berichtet

Die Tabelle erklärt den Kern des Schweizer Systems. Eine Bewilligung nach dem Geldspielgesetz gilt nur in der Schweiz und wird für einen Veranstalter und zusätzlich je Spiel erteilt; sie ist an ein Vertragsgebiet gebunden, und das ist der Grund, weshalb ein Konto bei Swisslos nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet offensteht. Die acht ausländischen Marken in der Liste sind keine verbotenen Geheimtipps, sondern Anbieter, deren Domains auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden können und die über einen Schweizer DNS-Block für hiesige Nutzer unerreichbar werden. Dass eine Domain heute lädt und in drei Wochen nicht mehr, ist Teil des Geschäftsmodells.

Für die Kostenfrage ist die Einordnung folgenreich. Bei einem bewilligten Veranstalter sind Limiten, Sperrmechanismen und Auszahlungswege nach Schweizer Regeln geregelt. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung existieren weder eine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister noch ein Schweizer Rechtsweg, und die kantonalen Steuerfolgen sind andere. Wer dort einen Goliath spielt, spielt dieselben 247 Wetten auf eigenes Risiko — und zahlt denselben Einsatz, ohne den Gegenwert eines Rechtsrahmens zu bekommen.

Goliath Wetten mit kleinen Einsätzen: Limiten, Steuern und der Spielerschutz

Die Regeln, die den Goliath in der Schweiz einrahmen, sind strenger, als es die spielerische Oberfläche vermuten lässt. Die Schweiz kennt keine feste gesetzliche Einzahlungsobergrenze; die Limiten setzt der Spielende selbst, und der Veranstalter muss ihn dazu verpflichten.

Verlustlimiten als erste Bremse

Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden — eine Wartezeit, die verhindert, dass die Bremse im Moment der höchsten Erregung gelöst wird. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage einrichten. Wer einen Goliath mit 247 Wetten plant, merkt den Nutzen solcher Limiten schnell: Nicht der einzelne Wettschein ist das Problem, sondern die Wiederholung.

Spielsperre statt Selbstbetrug

Bei Swisslos kann der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst gesperrt werden, und die Sperre lässt sich innerhalb der Frist nicht aufheben. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist die härtere, aber auch die wirksamere Variante: Sie folgt dem Spielenden über die Plattformgrenze hinaus, statt ihn am nächsten Anbieter wieder freizugeben. Das gesetzliche Rahmenwerk sieht vor, dass eine freiwillige Sperre erst nach drei Monaten und unter Beteiligung einer Fachstelle aufgehoben werden kann.

Höchsteinsätze, die den Goliath begrenzen

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Eine Systemwette hat also einen eigenen, viel grösseren Deckel als eine Einzelwette — und dieser Deckel ist die eigentliche Spielraumgrenze des Goliaths. Bei CHF 1 pro Wette sind die 247 Wetten mit CHF 247 weit davon entfernt; bei CHF 40 pro Wette ist er erreicht. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Einzahlungen über das Wallet

Spielguthaben im Swisslos-Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmittel oder Einzahlungsschein kaufen; der Mindestbetrag liegt bei CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Ein regelmässiger Goliath-Spieler spült damit schnell grössere Summen über ein Konto, als ihm vermutlich bewusst ist — die Limiten des Kontos und die Limiten des Wettscheins sind zwei verschiedene Deckel, und beide können gleichzeitig greifen.

Steuern: der Freibetrag, den kaum jemand erreicht

Gewinne aus Schweizer Grossspielen — die Estv nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 und lag 2025 bei CHF 1’070’400; der kantonale Freibetrag weicht davon ab, je nach Kanton. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Für einen durchschnittlichen Spieler ist die praktische Folge schlicht: kein Steuerabzug auf dem Gewinn. Anders liegt der Fall bei ausländischen Anbietern — Gewinne dort unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als volles steuerbares Einkommen. Eine Steuer auf den Einsatz kennt die Schweiz nicht. Wer seine Situation genau wissen will, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.

Rechtlich auf der sicheren Seite: welches Sportwetten-Angebot in der Schweiz erlaubt ist

Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes und stehen unter der Aufsicht der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht die ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt, sondern die Gespa überwacht diesen Bereich. Eine Bewilligung braucht es zweifach — als Veranstalterbewilligung und je Spiel als Spielbewilligung — und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt, und damit existieren hierzulande genau zwei Produkte: Sporttip von Swisslos und Jouez Sport von Loterie Romande.

Es gibt deshalb keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher. Die Gespa publiziert in diesem Bereich nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Wer im Netz nach dem «besten lizenzierten Schweizer Wettanbieter» sucht, sucht nach einer Zahl, die es nicht gibt: Es sind zwei. Das ist keine Marktbeobachtung, sondern die Rechtslage.

Was überhaupt gewettet werden darf

Der erlaubte Inhalt der Wetten ist eine geschlossene Liste. Massgeblich ist die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettformen — in der Fassung vom 10. September 2026 — gestützt auf das Geldspielgesetz. Qualifikationsrunden sind nur zugelassen, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie dort aufgeführt sind, und Ranglistenwetten nur dann, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Auf Trainingsläufe darf nicht gewettet werden. Corner- und Kartenmärkte fehlen auf der Liste, und eine Esport-Sektion gibt es dort nicht. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung besitzt; das Gesetz schränkt sie nicht auf bestimmte Live-Märkte ein. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und damit Sache des jeweiligen Veranstalters. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber ausschliesslich für Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen nicht vorzeitigen Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden.

Ein Detail, das bei Livewetten und Systemwetten gern übersehen wird: Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Für einen Goliath ist das eine echte Einschränkung, denn eine Auswahl mit Quote 1.00 reisst alle Kombinationen mit, in denen sie steckt, und das sind bei acht Auswahlen sehr viele.

Ein Konto, ein Name, keine anonymen Auszahlungen

Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Auszahlungen gehen nur auf ein Zahlungskonto, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet; anonyme Auszahlungen und Auszahlungen in Kryptowährungen existieren im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht, und Kredite an Spieler sind untersagt. Auch deshalb ist der Goliath bei einem Schweizer Veranstalter kein anonymes Vergnügen: Er ist an ein verifiziertes Konto gebunden, und dieses Konto kennt seinen Inhaber.

Der Unterschied zum ausländischen Anbieter

Eine ausländische Bewilligung — ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Wirkung. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar, bei gewerbsmässigem Betrieb mit empfindlicher Strafe. Der Spielende selbst wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es existiert weder Schutz noch Fairplay-Kontrolle auf dem Weg dorthin. Das Sperrsystem arbeitet mit einer Liste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren; die erste Liste datiert vom 3. September 2019, und Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — dieser Domain-Hopping genannte Mechanismus ist der Grund, weshalb die Sperrliste nie fertig wird.

Die ehrliche Zusammenfassung lautet nicht «der Schweizer Weg ist immer der bessere», sondern: Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung führt kein Schweizer Sperrregister, bietet keinen Schweizer Rechtsweg und unterliegt anderen steuerlichen Regeln. Ein bewilligter Veranstalter bietet den vollen Schweizer Schutz, aber nur zwei Anbieter, eine geschlossene Liste an Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzvoraussetzung und eine Identitätsprüfung. Beides hat seinen Preis, und wer beides kennt, entscheidet anders als jemand, der nur die eine Hälfte hört.

Wenn aus CHF 1 pro Tipp CHF 247 werden: verantwortungsvoll mit Systemwetten umgehen

Der Goliath ist nicht gefährlich, weil er kompliziert ist, sondern weil er den Einsatz unsichtbar macht. Die Entscheidung fällt am Wettschein, wo «Einsatz pro Wette» steht — und genau diese Beschriftung ist irreführend, weil der Gesamteinsatz ein Vielfaches davon beträgt. Ein entspannter Abend mit einem Franken pro Tipp endet bei 247 Franken auf einem einzigen Wettschein, in dem keine einzige Einzelwette enthalten ist und damit auch keine einzige Position, die einzeln gewinnen könnte.

Der wirksamste Schutz ist deshalb vorab gesetzt und nicht unterwegs improvisiert. Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage vor der ersten Teilnahme sind bei Swisslos Pflicht, und ihre Wirkung entfaltet sich genau dann, wenn die Form der Wette zum Weitermachen verleitet: Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Wer merkt, dass er die Limite erhöhen will, hat damit bereits ein Signal erhalten.

Zweitens lohnt sich ein Blick auf die Struktur statt auf die Quote. Ein Goliath mit acht kurzen Quoten braucht alle acht Treffer, um an den Einsatz heranzukommen; das ist eine Wette auf Perfektion, keine auf gute Auswahl. Wer mittelfristig spielen will, fährt mit weniger Auswahlen und kleineren Kombinationen häufig besser, weil der Gesamteinsatz pro Schein sinkt und die Zahl der Wetten, die tatsächlich etwas zurückzahlen können, weniger stark von einem einzigen Tipp abhängt.

Drittens: Sperren sind kein Eingeständnis, sondern ein Werkzeug. Die produktbezogene Selbstsperre für 1 bis 180 Tage lässt sich nicht vorzeitig aufheben; die unbefristete Spielsperre gilt schweizweit und auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Für Personen, die ihren Konsum nicht mehr selbst steuern können, ist das die verlässlichste Variante, weil sie nicht am Willen des Spielenden hängt, sondern an einem Register.

Schliesslich die unbequeme Zahl, die niemand gern hört: Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer glaubt, der Zugangsschutz an der Verkaufsstelle funktioniere zuverlässig, irrt. Das ist kein Argument gegen das bewilligte Angebot — es ist ein Argument dafür, den eigenen Umgang mit Limiten und Sperren nicht an fremde Kontrollen zu delegieren.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Die Reihenfolge ist nicht willkürlich: Zuerst die beiden Veranstalter, die in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten dürfen, danach die ausländischen Marken, denen Schweizer Spieler begegnen. Die Bewertungsmassstäbe sind für alle dieselben — Bewilligungsstatus, Limiten, Wettprogramm, Auszahlung, Spielerschutz. Das Ergebnis fällt unterschiedlich aus, und das ist der Punkt.

Swisslos Sporttip: das Vollsortiment mit den höchsten Systemwetten-Limiten

Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet möglich: die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Für den Goliath ist Sporttip der einzige Anbieter mit Schweizer Bewilligung, bei dem sich die Limiten der Systemwette klar greifen lassen. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Der Systemwetten-Deckel ist also zehnmal so hoch wie der einer Einzelwette — ein Spielraum, der zu einem Format mit 247 Einzelwetten passt und zugleich deutlich macht, wie viel Geld ein einzelner Wettschein binden kann. Die Gewinnermittlung folgt einer eigenen Rundungsregel: Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten, wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Das Wettprogramm ist breit, aber nicht grenzenlos: Livewetten, Kombiboost und Quotenboosts gehören dazu. Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Für den Goliath ist das relevant, weil eine Systemwette mit acht guten Quoten die unteren Stufen dieses Bonus erreichen kann — und irrelevant, wenn die Quoten darunter liegen, denn dann greift der Mechanismus gar nicht. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Ein Punkt, der beim Goliath ernsthaft ins Gewicht fällt: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für einen Wettschein mit 247 Kombinationen heisst das: Eine unzulässige Verknüpfung zweier Auswahlen desselben Spiels kann nicht nur eine Zeile betreffen, sondern ein ganzes Bündel. Ebenso unangenehm ist die Behandlung abgesagter Ereignisse: Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt — oder im Rahmen eines Turniers —, ist die Wette ungültig; Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Bei acht Auswahlen kann eine einzige ausgefallene Partie damit eine ganze Reihe von Kombinationen entwerten.

Zwei weitere Regeln gehören zum Bild. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Und Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks des Veranstalters; eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Bei einem 247-Wetten-Schein mit vielen kleinen Auszahlungen ist diese Frist keine Formalie.

Fazit: Sporttip ist der einzige der zehn Anbieter, bei dem sich ein Goliath auf einer bewilligten Schweizer Plattform mit jederzeit nachvollziehbaren Limiten spielen lässt — und genau darin liegt die Einschränkung. Ein Systemwetten-Deckel von CHF 10’000 ist für einen Schein mit 247 Wetten eine reale Grösse, aber die Bet-Builder-Regel und die 48-Stunden-Regel für abgesagte Ereignisse können einen grossen Schein stärker verkürzen als jede Quote. Wer acht Auswahlen aus acht verschiedenen Veranstaltungen zusammenstellt, umgeht einen grossen Teil dieses Risikos; wer mehrere Märkte desselben Spiels einbaut, holt es sich freiwillig ins Haus.

Loterie Romande Jouez Sport: das Westschweizer Gegenstück mit engeren Auszahlungsgrenzen

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Auch sie hält eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa, und auch bei ihr ist ein Online-Konto auf Personen mit Wohnsitz in ihrem Gebiet beschränkt.

Die Limiten liegen spürbar enger als bei Sporttip. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Für einen Goliath heisst das: Selbst mit dem höchsten Einsatz pro Multiple ist bei CHF 7’500 pro Schein Schluss, und der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette von CHF 500 ist für eine Systemwette mit vielen Zeilen die eigentlich bindende Zahl. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Die Obergrenze von CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples ist bei einem Goliath aus acht Auswahlen mit langen Quoten keine theoretische Zahl. Rechnerisch summiert sich der Schein aus 247 Wetten bei günstigem Verlauf schnell zu einem sechsstelligen Betrag, und bei einer Achterkombination mit hohen Quoten kommt man in Regionen, in denen die Kappungsgrenze tatsächlich greift. Genau dort wird die Grenze zur Kostenfrage: Ein Gewinn oberhalb der Grenze wird nicht ausbezahlt, und der Einsatz, der ihn erzeugt hat, wird dadurch zu einem schlechteren Geschäft als die Quote vermuten lässt. Wer mit acht Auswahlen in hohen Quotenbereichen spielt, sollte die Gewinnsumme vorher überschlagen.

Fazit: Jouez Sport ist für einen Goliath die Variante mit dem strengsten Korsett — ein Höchsteinsatz von CHF 500 pro Einzel- oder Kombiwette und eine Million Deckel auf die Gesamtauszahlung eines Multiples begrenzen genau die beiden Grössen, die das Format nach oben treiben. Wer eine Goliath-Struktur bewusst klein und mit einem überschaubaren Gesamteinsatz spielt, findet hier dieselbe Bewilligungsqualität wie bei Sporttip bei geringerem Spielraum; wer den Schein gross dimensionieren will, stösst zuerst an die Auszahlungsgrenze und nicht an die Quote.

X3Bet: mit berichteter Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz

X3Bet trägt keine Schweizer Bewilligung — nur Swisslos und Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten. Als Bewilligung wird aus dritter Hand Tobique in Kanada genannt, was in der Schweiz keine Wirkung entfaltet, weil eine ausländische Bewilligung hier nichts gilt. Eine Verbindung zum Schweizer Sperrregister besteht nicht, ein Schweizer Rechtsweg ebenfalls nicht, und die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden. Wer dort spielt, spielt ohne den Schutz, den die bewilligten Veranstalter bieten.

Fasst man den Kostenrahmen zusammen: 247 Wetten kosten dort genau so viel wie überall, nur ohne Schweizer Limitenmechanik, ohne Verbindung zum Sperrregister und mit dem zusätzlichen Risiko, dass der Zugang von einem Tag auf den anderen wegfällt — samt der Frage, wie ein allfälliger Gewinn dann noch geltend gemacht wird.

Fazit: Die berichtete Bewilligung aus Kanada ist für einen Spieler in der Schweiz kein Aktivposten, sondern eine Fussnote — sie schützt ihn vor nichts, was hier gilt, und sie hilft ihm bei nichts, was hier schiefgeht. Ein Goliath ist auf dieser Plattform derselbe Schein mit demselben Einsatz und ohne den Gegenwert eines anwendbaren Rechtsrahmens.

1xBet: international bekannt, in der Schweiz ohne Bewilligung

1xBet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine mit Wirkung in der Schweiz anwendbare Bewilligung wird nicht berichtet. Damit fehlen die Verbindung zum schweizerischen Sperrregister und ein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden.

Über das Wettprogramm der Marke sagt das nichts aus, und ein Goliath lässt sich dort, wenn das Angebot es hergibt, mit denselben 247 Zeilen abgeben. Der Unterschied liegt nicht in der Struktur, sondern in der Rückseite: Wer bei einem Anbieter ohne Bewilligung spielt, hat bei einer Streitigkeit über eine ausgezahlte oder verweigerte Systemwette keinen Schweizer Weg, und für die Steuerbehandlung solcher Gewinne gelten die kantonalen Regeln für ausländische Grossspiele. Das ist der Posten, der in keiner Quotentabelle steht.

Fazit: Die Grösse der Marke ändert nichts an ihrem Bewilligungsstatus in der Schweiz; sie verschiebt nur die Erwartung des Spielers. Wer die internationale Bekanntheit als Sicherheit liest, verwechselt Bekanntheit mit Zuständigkeit — und ein Goliath mit vierstelligen Einsätzen ist ein schlechter Ort für diese Verwechslung.

22Bet: breites Programm, keine Schweizer Aufsicht

22Bet führt keine Schweizer Bewilligung; eine anwendbare Bewilligung wird nicht berichtet. Es besteht keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann blockiert werden.

Für Spieler, die vor allem ein grosses Wettangebot suchen, ist das ein Argument — für einen Goliath mit 247 Einzelwetten zählt es indes weniger, als es scheint. Die Struktur des Scheins hängt an acht Auswahlen, die der Spieler selbst trifft, und nicht daran, wie viele Märkte eine Plattform anbietet. Was fehlt, ist die Aufsicht: keine Schweizer Limitenmechanik, keine Anbindung an das Sperrsystem, kein Schweizer Beschwerdeweg.

Fazit: Ein umfangreiches Programm ist kein Ersatz für eine Aufsicht, die den Anbieter in die Pflicht nimmt. Wer dort spielt, muss seine eigenen Grenzen selbst setzen, weil niemand es für ihn tut — und beim Goliath ist genau das die schwierigste Aufgabe.

myBet: bekannte Marke, unklarer Bewilligungsstatus

myBet hat keine Schweizer Bewilligung, und eine mit Wirkung in der Schweiz anwendbare Bewilligung wird nicht berichtet. Verbindung zum Sperrregister und Schweizer Rechtsweg fehlen; die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden.

Wer die Marke aus früheren Jahren kennt, sollte den Bekanntheitsgrad nicht mit einem hiesigen Zulassungsstatus gleichsetzen. Die Kosten eines Goliaths sind dort dieselben wie überall — 247 Einsätze —, nur ohne die Schweizer Begrenzungen und ohne den Schweizer Schutzmechanismus. Das ist ein Tausch, der nur dann aufgeht, wenn man den Schutz ohnehin nicht braucht; und das weiss man vorher nicht.

Fazit: Der Name sagt nichts über die Bewilligung, und die Bewilligung ist in der Schweiz die einzige Grösse, die den Unterschied macht. Wer auf dieser Plattform spielt, tut es auf eigenes Risiko und ausserhalb der Regeln, die für bewilligte Veranstalter gelten.

HornetBet: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Sperrregister

HornetBet hat keine Schweizer Bewilligung; eine anwendbare Bewilligung wird nicht berichtet. Es besteht keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.

Ein Spieler, der dort einen Goliath abgibt, bindet denselben Gesamteinsatz wie anderswo. Der Unterschied liegt in der Umgebung: keine Schweizer Verlustlimiten-Pflicht, kein schweizweites Sperrsystem, keine Schweizer Fristen für Auszahlungen. Bei einem Wettschein mit 247 Zeilen und einer entsprechend grossen Gesamtsumme ist das der Punkt, an dem sich der Vergleich entscheidet.

Fazit: 247 Wetten ohne anwendbare Aufsicht sind 247 Wetten, deren Regeln der Anbieter selbst schreibt. Wer das akzeptiert, sollte es wenigstens bewusst tun — beim Goliath geht es um eine Summe, die über einen einzelnen Abend hinausreicht.

WirWetten: deutschsprachige Marke, keine Schweizer Bewilligung

WirWetten hat keine Schweizer Bewilligung, und eine mit Wirkung in der Schweiz anwendbare Bewilligung wird nicht berichtet. Verbindung zum Sperrregister und Schweizer Rechtsweg fehlen, die Domain kann blockiert werden.

Die deutschsprachige Oberfläche mag vertraut wirken; mit einer Schweizer Bewilligung hat sie nichts zu tun. Wer einen Goliath plant, findet dort weder die Swisslos-Systemwetten-Limite noch die Westschweizer Auszahlungsgrenzen, sondern die Hausregeln des Anbieters. Bei einem Format, das den Gesamteinsatz so stark in die Höhe treibt, ist die Frage nach den anwendbaren Limiten keine Formalie, sondern der Kern der Entscheidung.

Fazit: Die Sprache macht eine Plattform nicht zu einer Schweizer Plattform. Der Gesamteinsatz eines Goliaths ist der gleiche, das Mass an Verbindlichkeit dahinter nicht.

Boomerang Bet: ohne Bewilligung, mit Blockierungsrisiko

Boomerang Bet führt keine Schweizer Bewilligung, und eine anwendbare Bewilligung wird nicht berichtet. Es gibt keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden.

Für den Goliath-Spieler bedeutet das zweierlei. Erstens: Der Schein selbst bietet keine Besonderheit. Zweitens: Ein Anbieter, dessen Domain innerhalb von Stunden durch eine neue ersetzt werden muss, ist kein stabiler Ort für eine Wette, deren Auswertung sich über Tage oder Wochen ziehen kann. Genau das aber tut ein Goliath aus acht Auswahlen — die letzten Spiele enden oft lange nach dem ersten.

Fazit: Ein Goliath ist ein Wettschein mit Laufzeit, und ein instabiler Zugang ist kein passender Rahmen dafür. Wer auf Kontinuität angewiesen ist, sollte dort nicht anfangen.

Rabona: keine Schweizer Bewilligung, keine Schweizer Kontrolle

Rabona hat keine Schweizer Bewilligung; eine anwendbare Bewilligung wird nicht berichtet. Es besteht keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann blockiert werden.

Wer hier einen Goliath spielt, findet dieselben 247 Kombinationen und denselben Gesamteinsatz, aber keine Schweizer Limitenmechanik. Für Spieler, die ihre Grenzen selbst setzen und einhalten können, ist das ein Umfeld wie jedes andere ausländische; für alle anderen fehlt genau die Struktur, die in der Schweiz verhindert, dass ein einzelner Abend grössere Summen bewegt, als geplant waren.

Fazit: Ohne Schweizer Bewilligung gibt es keinen Schweizer Mechanismus, der den Einsatz eines Scheins mit 247 Wetten bremst. Diese Bremse muss der Spieler selbst einbauen — oder er verzichtet auf das Format.

Was die Goliath-Wette unter dem Strich kostet

Die Rechnung des Goliaths ist ungewöhnlich klar, und das ist ihr Vorteil. Der Einsatz ist das 247-Fache des Betrags, der pro Wette auf dem Schein steht. Es gibt keine Einzelwette, die einzeln gewinnen könnte, und die kleinste Rückzahlung entsteht erst, wenn mindestens zwei der acht Auswahlen treffen. Bei zwei Treffern zahlt genau eine Kombination — das Doppel aus diesen beiden; bei allen acht Treffern zahlt nur eine einzige Kombination, die Achterkombination, und die anderen 246 Zeilen sind verloren. Das ist die eigentliche Pointe des Formats: Die hohe Auszahlung im Volltrefferfall entsteht nicht durch 247 Gewinne, sondern durch einen einzigen grossen.

Zwei Fragen entscheiden deshalb, ob sich der Schein für den Einzelnen rechnet. Die erste ist die Quotenhöhe: Bei acht Quoten um 1.50 liegt die Achterkombination bei rund 25.63 Franken bei einem Einsatz von 247 Franken, bei Quoten um 2.00 bei rund 256 Franken, bei 2.50 bei rund 1’525 Franken. Nur in den höheren Quotenbereichen übersteigt die Rückzahlung den Gesamteinsatz deutlich. Die zweite Frage ist die Limite: Bei Swisslos liegt der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei CHF 10’000, bei Jouez Sport bei CHF 500 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 7’500 Gesamteinsatz pro Multiple, bei einer Million Deckel für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Wer diese Grenzen kennt, kann den Schein dimensionieren; wer sie nicht kennt, entdeckt sie unter Umständen erst beim Auszahlungsversuch.

Und dann ist da noch die Marge. Sie steckt in jeder der 247 Quoten und wird auf jeden einzelnen Franken des Gesamteinsatzes erhoben. Ein Goliath ist damit kein Weg an der Marge vorbei, sondern ein Weg, sie 247-fach zu bezahlen. Wer das Format trotzdem spielen will — und dafür gibt es gute Gründe, weil acht Auswahlen über alle Kombinationen hinweg tatsächlich mehr Trefferfelder abdecken als eine einzelne Kombiwette —, sollte die Grösse des Scheins bewusst wählen und nicht der Beschriftung «Einsatz pro Wette» glauben. Sie beschreibt eine Zeile. Bezahlt werden 247.

Häufige Fragen zur Goliath-Wette

Was genau ist eine Goliath-Wette, und wie viele Einzelwetten umfasst sie?

Der Goliath ist eine Systemwette auf acht Auswahlen und besteht aus sämtlichen Mehrfachkombinationen dieser acht Auswahlen: 28 Doppel, 56 Dreier, 70 Vierer, 56 Fünfer, 28 Sechser, 8 Siebener und eine Achterkombination. Das ergibt 247 Einzelwetten. Einzelwetten sind im Goliath nicht enthalten.

Wie viele Auswahlen müssen treffen, damit überhaupt eine Rückzahlung entsteht?

Mindestens zwei. Treffen nur zwei der acht Auswahlen, zahlt allein die Zweierkombination aus diesen beiden. Bei drei Treffern kommen die Dreierkombination und die drei möglichen Doppel hinzu, und mit jedem weiteren Treffer wächst die Zahl der Kombinationen, die etwas zurückzahlen. Bei einem Treffer zahlt nichts.

Wie ergibt sich der Gesamteinsatz, und welche Rolle spielt der Höchsteinsatz?

Der Gesamteinsatz ist der Einsatz pro Wette multipliziert mit 247. Bei CHF 1 pro Wette sind das CHF 247, bei CHF 5 bereits CHF 1’235. Der Höchsteinsatz einer Systemwette begrenzt den Schein von oben: Bei Sporttip liegt er bei CHF 10’000, was einem Einsatz von rund CHF 40 pro Wette entspricht. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Worin liegt der Unterschied zwischen einem Goliath und einem Schein mit Einzelwetten?

Ein Schein mit acht Einzelwetten kostet acht Einsätze und zahlt für jeden Treffer einzeln. Der Goliath kostet 247 Einsätze, enthält aber keine einzige Einzelwette und zahlt erst ab zwei Treffern. Dafür deckt er eine grosse Zahl von Kombinationen ab, die ein Einzelwettenschein gar nicht enthält — acht Einzelwetten zahlen bei drei Treffern dreimal, ein Goliath bei drei Treffern siebenmal.

Bietet Sporttip Systemwetten an, und welche Wettarten lässt die Gespa-Liste zu?

Sporttip bietet Systemwetten an, und bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei CHF 10’000 gegenüber CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette. Die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettformen regelt, worauf gewettet werden darf; Corner- und Kartenmärkte sowie Esport finden sich darauf nicht.

Wie rechnet man einen Goliath durch, und was macht die eingerechnete Marge?

Ein Wettrechner verlangt die Zahl der Auswahlen, den Einsatz pro Wette und die acht Quoten; daraus entstehen 247 Zeilen mit je eigener Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten. Die Marge steckt in jeder dieser Quoten und wird auf jeden der 247 Einsätze erhoben — sie verteuert den Schein, ohne in der Gesamtquote sichtbar zu werden.

Inhalt erstellt vom Team «zahlungenwettench»