Snooker-Wetten in der Schweiz: zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste und ein Preis, den die Quote versteckt
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Das Angebot ist klein, der Weg dorthin geregelt
Wer in der Schweiz auf Snooker setzen will, landet schneller als ihm lieb ist in einem Regelwerk. Es gibt zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste erlaubter Sportarten und Wettarten, eine Wohnsitzprüfung und ein Konto, das auf den eigenen Namen lauten muss. Snooker ist darin kein Randfall — ein Frame ist ein übersichtliches Ereignis mit klaren Regeln, und genau daraus entsteht ein Markt. Aber der Weg zu diesem Markt ist kürzer und enger, als die Werbung auf ausländischen Seiten vermuten lässt.
Stand: Oktober 29, 2026. Alle Angaben zur Bewilligungslage wurden gegen die Gespa-Liste der bewilligten Veranstalter und gegen die öffentlich publizierte Sperrliste abgeglichen.
Die Schweiz hat sich vor Jahren entschieden, Sportwetten nicht dem Markt zu überlassen. Das Bundesgesetz über Geldspiele regelt seit dem 1. Januar 2019, wer ein Grossspiel veranstalten darf, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos betreibt Sporttip, die Loterie Romande betreibt Jouez Sport. Andere Anbieter mit Schweizer Bewilligung existieren nicht; die Gespa veröffentlicht keine Liste weiterer Buchmacher, weil es keine gibt. Wer trotzdem auf Seiten mit ausländischer Lizenz setzt, tut das ausserhalb dieses Rahmens.
Was das für den einzelnen Spieler bedeutet, ist weniger eine Frage der Moral als eine der Rechnung. Der bewilligte Weg kostet: eine Registrierung mit Ausweis, ein Konto im eigenen Namen, Wohnsitz im Vertragsgebiet, Limiten vor der ersten Wette. Der nicht bewilligte Weg kostet anders: keine Spielerschutzinstrumente, kein Rückgriff, keine Aufsicht, und ein Gewinn, den die kantonale Steuerpraxis anders behandelt. Für einen Snooker-Fan, der zwei, drei Frames im Jahr beurteilen will, ist das eine bewältigbare Formalität. Für jemanden, der täglich setzt, ist es eine Struktur, die ihm entweder Halt gibt oder im Weg steht.
Snooker selbst ist ein Sport der kleinen Wahrscheinlichkeiten. Ein Profi spielt ein Break von 50 Punkten, weil die Kugeln so liegen, wie er sie hingelegt hat, nicht weil er es vorhat. Ein Frame kippt über einen misslungenen Safety, ein Turnier über zwei schlechte Sessions. Das macht Snooker-Quoten weniger stabil als Fussballmärkte, und es macht die Marge des Veranstalters zu einem grösseren Faktor. Wer Snooker wettet, spielt gegen ein Buch, dessen Ertrag aus jedem einzelnen Markt kommt.
Die Rechtslage: eine Bewilligung, zwei Namen und eine geschlossene Liste
Mit Snooker lässt sich in der Schweiz verhältnismässig unspektakulär Geld verlieren, solange man es bei einem der beiden bewilligten Veranstalter tut. Eine Swisslos-Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel nach dem BGS sind die Voraussetzung, damit eine Wette überhaupt ins Rechtssystem passt. Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz, und die Aufsicht liegt bei der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht. Die Eidgenössische Spielbankenkommission ist dafür nicht zuständig, sie beaufsichtigt nur die Casinos.

Die beiden Veranstalter teilen das Land nach Sprachregionen auf. Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet ihre Sportwetten unter dem Namen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto öffnet nur, wer im jeweiligen Gebiet Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat.
Was wettbar ist, steht in einer geschlossenen Liste der Gespa: erlaubte Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, Fassung vom 10. September 2026. Nur Sportwettbewerbe sind zugelassen; Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen gibt es in der bewilligten Welt nicht. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Auf der Liste stehen keine Corner- oder Kartenmärkte und keine Esport-Sektion. Sportwettbewerbe, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.
Snooker passt in dieses Gerüst, weil es das ist, was die Liste verlangt: ein Sportwettbewerb mit Einzelspielern, einer Rangliste und einem Format, das sich in einzelne Frames zerlegen lässt. Ob ein bestimmtes Turnier im Programm steht, entscheidet der Veranstalter im Rahmen der bewilligten Wettarten. Es gibt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte: Livewetten sind erlaubt, vor und während des Ereignisses, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hält.
Bei Live gibt es eine Regel, die beim Snooker mehr wiegt als beim Fussball: Eine Wette, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wird, zählt mit Quote 1.00. Das ist kein Sonderfall des Snookers, aber Snooker hat mehr solcher Momente, weil ein Frame in einem einzigen Stoss oder in einer misslungenen Safety entschieden werden kann. Wer auf einen Frame setzt, ohne den Tisch zu sehen, riskiert, auf ein bereits entschiedenes Ereignis zu wetten.
Geldspiele, die in der Schweiz nicht bewilligt sind, dürfen nicht beworben werden. Art. 74 Abs. 3 BGS verbietet Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel, und Art. 131 BGS bedroht Verstösse mit einer Busse von bis zu CHF 500’000. Das ist der Grund, warum hier Anbieter aus dem Ausland beschrieben und beurteilt, aber niemand zu einem Konto dort aufgefordert wird. Eine Beschreibung ist keine Werbung; eine Aufforderung wäre eine.
Die Bewilligungslage ist damit klar: Swisslos und Loterie Romande dürfen Sportwetten veranstalten, alle anderen tun es in der Schweiz nicht. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa publiziert nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Wer auf einer solchen Seite setzt, trägt ein Risiko, das eine Bewilligung gerade ausräumt.
Die Kehrseite derselben Regel: Ein Schweizer Konto lässt sich nicht einfach bei einem beliebigen Anbieter eröffnen. Die Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und einen Ausweis, aus dem die Daten ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft werden. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Das klingt bürokratisch, ist aber genau die Kette, die einen Gewinn auszahlbar und einen Streitfall entscheidbar macht.
Was die Bewilligung kostet: Limiten, Kontrolle und ein Rahmen, der immer mitläuft
Die beiden bewilligten Veranstalter haben eine gemeinsame Eigenschaft, die den Alltag stärker prägt als jeder Bonus: Sie setzen den Spielerschutz nicht als Werbeargument ein, sondern als Bedingung an den Anfang. Limiten werden vor der ersten Wette festgelegt, nicht danach. Sperren greifen sofort, werden aber in der anderen Richtung zur Geduldsprobe. Wer sich das nicht vorher überlegt, merkt es erst, wenn er schon spielt.

Bei Swisslos müssen Spielende vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung wird sofort wirksam, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage ist zusätzlich möglich. Der gesetzliche Rahmen verlangt vom Veranstalter, einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste festzulegen; eine Erhöhung greift nach Gesetz nach 24 Stunden, Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an.
Diese Wartezeit ist die eigentliche Leistung. Sie sitzt genau dort, wo ein Impuls entsteht: nach einer schlechten Woche, wenn der Wunsch nach einem höheren Limit sich sehr dringend anfühlt. Dass der Wunsch auf einen Termin wartet, ist der Punkt. Wer in dieser Zeit weiterspielen will, tut es im Rahmen, den er vorher mit ruhigem Kopf gewählt hat.
Dazu kommen Zugangssperren. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Ausgeschlossene oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.
Von einem Schweizer Dach gibt es keine fixe Einzahlungsobergrenze. Wer an eine staatliche Depotobergrenze denkt, wie sie andere Länder kennen, findet sie hier nicht; die Limite ist die selbst gesetzte. Ein Casino-Limit ist ausserdem kein Wettlimit — Wetten und Casino sind getrennte Bewilligungen mit getrennten Regeln.
Die Kontrolle hat eine messbare Schwachstelle. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Das ist der Beleg dafür, dass Schutz nicht überall dort sitzt, wo er auf dem Papier steht. Wer meint, das System fange jeden Fall ab, hat die Zahl nicht gelesen.
Wichtiger als Regeln sind gesprächsbereite Stellen. Die Gespa informiert über Spielerschutz und die Spielsperre. Die kantonalen Suchtberatungsstellen und Sozialdienste beraten kostenlos, ebenso die Fachstellen von Swisslos und der Loterie Romande. Wer glaubt, mehr zu setzen, als er verkraftet, macht nichts falsch, wenn er dort anruft.
Ein Ausstieg mit Abschlag: warum der Cash-Out selten das kostet, was er verspricht
Wenn es eine Mechanik gibt, an der die Swisslos-Bedingungen ihre Kosten besonders deutlich zeigen, dann ist es der vorzeitige Ausstieg. Beim Cash-Out bei Sporttip kann der Betrag tiefer liegen als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn; er hängt vom Stand der Sportereignisse ab, und Swisslos kann ihn ändern. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Der Betrag ist also eine Zahl, die der Leser nicht selbst beeinflusst. Wer verkauft, verkauft an den Veranstalter.
Was verfügbar ist, steht in den Bedingungen: Cash-Out gibt es online für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiger Ausstieg ohne Teilauszahlung. Eine ausgeführte Cash-Out-Transaktion lässt sich nicht rückgängig machen, und für jeden Markt ist sie nicht garantiert. Bei einem Cash-Out verfällt ein Quotenboost.
Snooker passt zu dieser Mechanik wie kaum ein zweiter Sport. Ein Frame hat wenige Phasen: Safety-Duell, offener Tisch, Break. Wer nach zwei Frames fühlt, dass der Favorit heute nicht trifft, will raus, bevor der dritte beginnt. Der Ausstieg gibt ihm diese Möglichkeit — zu einem Preis, den der Veranstalter setzt. Eine Wette von CHF 100 auf Quote 2.10 hat einen möglichen Gewinn von CHF 210, also CHF 110 netto. Ein früher Ausstieg, der bei CHF 60 angeboten wird, kostet CHF 40 des Einsatzes gegenüber einem Nichteinstieg und lässt CHF 50 des möglichen Nettogewinns liegen. Fällt der Spieler im dritten Frame doch, hat der Ausstieg CHF 60 gerettet. Steht der Favorit auf, hat die Vorsicht CHF 50 gekostet. Die Frage ist nicht, ob Cash-Out gut ist, sondern ob die eigene Überzeugung den Abschlag wert ist.
Die «risikofreie» Variante, die manche Anbieter bewerben, existiert in dieser Rechnung nicht. Ein Ausstieg ist ein Verkauf mit Abschlag, und der Abschlag ist die Gegenleistung für die Sicherheit. Wer ihn nicht braucht, zahlt ihn nicht. Wer bei einem knappen Frame ohne Ausstieg bleibt, weil er die Wette wirklich für richtig hält, nutzt den Markt so, wie er gemeint ist.
Quoten, Auszahlungsquote und die Marge, die jeder Wette innewohnt
Die Quote eines Snooker-Markts entsteht wie in jedem anderen Sport aus einer Einschätzung, die zwei Dinge gleichzeitig tut: Sie schätzt die Wahrscheinlichkeit jedes Ausgangs und verteilt ihre eigene Einnahme darauf. Der zweite Teil ist die Marge, und sie ist im Snooker deutlicher zu spüren als in einem grossen Fussballmarkt, weil die Kurse weniger Liquidität haben und die Anbieter weniger Konkurrenz kennen.
Rechnen wir das an einem Beispiel durch, das kein Angebot ist, sondern eine Rechenübung. Nehmen wir einen Markt mit zwei Ausgängen, beide zu Quote 1.90. Die Auszahlungsquote errechnet sich aus 1 geteilt durch die Summe von 1 geteilt durch 1.90 plus 1 geteilt durch 1.90 — sie liegt damit bei rund 52,6 %. Die Marge ergibt sich, indem man diese Auszahlungsquote von 100 % abzieht, und sie liegt bei rund 47,4 %.
Auf den ersten Blick sieht diese Zahl zu hoch aus. Sie ist es auch, denn ein Zwei-Ausgänge-Beispiel mit einer Quote von 1.90 ist der ungünstigste Fall, den ein Buchmacher anbieten kann: Beide Seiten zusammen ergeben eine Auszahlung, die weit unter dem Einsatz liegt. In einem Markt, in dem der Anbieter einen klaren Favoriten von 1.20 gegen einen Aussenseiter von 5.00 stellt, ist die Auszahlungsquote eine ganz andere. Auch das lässt sich rechnen, weil es zeigt, wie die Marge sich innerhalb eines Marktes bewegt: 1 geteilt durch 1.20 ergibt 0,833, 1 geteilt durch 5.00 ergibt 0,200, zusammen 1,033. Die Auszahlungsquote liegt bei rund 96,8 %, die Marge bei rund 3,2 %. Dass die Beispielquote 1.90 einen so viel teureren Markt beschreibt, ist kein Zufall: Je gleichmässiger ein Feld eingeschätzt wird, desto mehr Raum lässt die Quotensetzung, und dieser Raum wird zur Einnahme des Veranstalters.
Von diesen beiden Szenarien ist das zweite die brauchbare Näherung. Der Markt mit zwei 1.90-Quoten liegt an der Grenze dessen, was bei einer Zweiweg-Wette überhaupt vorkommen kann, und er ist deshalb die oberste Kante der möglichen Marge, nicht die realistische Erwartung für Snooker-Quoten. Die untere Grenze lässt sich nicht aus einer einzigen Zahl ableiten; sie hängt vom Ereignis, von der Zahl der Wettenden und davon ab, wie viele Favoriten der Anbieter kennt.
Worum es dabei geht: Die Marge ist der Preis, den der Spieler für die Bequemlichkeit zahlt, einen Ausgang im Voraus festlegen zu können. Sie ist kein Betrug; sie ist der Grund, warum ein Buchmacher eine Quote überhaupt stellt. Sie wird aber dann zum Problem, wenn sie über mehrere aufeinander folgende Wetten hinweg wirkt. Wer zehn Wetten auf den gleichen Markt zu den gleichen Bedingungen spielt, zahlt die Marge zehn Mal, unabhängig davon, ob er gewinnt oder verliert.
Für Snooker heisst das: wenige, gut begründete Wetten sind in der Regel günstiger als viele kleine. Die Marge wird nicht grösser, wenn man den Event nicht kennt, aber die Fehlerwahrscheinlichkeit wird es.
Die Seite der Quotensetzung, die viele übersehen: Das Sporttip-Programm bietet Boosts, und der Quotenboost gilt nur online und nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. «Boost» klingt nach einem grösseren Kuchen; tatsächlich ist es eine einmalige Zugabe mit Verfallsdatum, und wer sie als systematischen Vorteil behandelt, rechnet den Abschlag nicht mit.
Spielplan, Formate und was ein Frame für die Wette bedeutet
Snooker hat eine Saisonstruktur, die das Setzen in eine bestimmte Richtung lenkt: grosse, wiederkehrende Turniere, die dieselben Namen tragen, und dazwischen Begegnungen, die kaum Beachtung finden. Wer den Kalender kennt, weiss, wann das Angebot breiter ist. Wer ihn nicht kennt, wettet auf ein Turnier, das gerade nicht läuft.
Der Rahmen ist seit Jahrzehnten stabil. Die World Professional Billiards & Snooker Association wurde 1968 gegründet, ihre kommerzielle Tochter ist die World Snooker Tour. Zur Triple Crown zählen die Snookerweltmeisterschaft, die UK Championship und das Masters. Diese drei sind die Turniere, auf die sich die Aufmerksamkeit und damit das Wettangebot konzentrieren. Die Weltmeisterschaft findet seit 1977 ab Ende April über 17 Tage im Crucible Theatre in Sheffield statt, und die Austragung dort ist vertraglich bis 2045 gesichert. 32 Spieler nehmen an der Endrunde teil, inklusive Qualifikation sind es 144; das Finale wird im Modus Best of 35 Frames gespielt.
Diese Länge ist für das Wetterlebnis entscheidend. Ein Finale über 35 Frames ist kein Nachmittagsspiel, sondern ein Zwei-Tage-Ereignis, und das heisst, dass Live-Märkte über einen langen Zeitraum buchbar bleiben. Wer auf den Matchsieger setzt, kann seine Position während des Finales korrigieren. Wer auf einen einzelnen Frame setzt, hat ein kurzes Zeitfenster, in dem ein einziger Stoss die Wette entscheidet. Beide Zugänge sind legitim; sie haben unterschiedliche Kosten und unterschiedliche Risiken.
Die Regeln des Spiels selbst sind der Grund, warum Snooker-Märkte so granular sind. Beim Snooker werden 22 Kugeln verwendet: der weisse Spielball, 15 rote Kugeln und je eine gelbe, grüne, braune, blaue, pinke und schwarze Kugel. Rot zählt 1 Punkt, Gelb 2, Grün 3, Braun 4, Blau 5, Pink 6 und Schwarz 7 Punkte; das maximale Break beträgt 147 Punkte. Bei Punktegleichstand am Ende eines Frames wird die schwarze Kugel erneut aufgelegt, der nächste Punktgewinn entscheidet den Frame.
Diese Struktur schafft drei Kategorien von Wetten, die unterschiedlich schwer zu beurteilen sind. Die erste ist der Matchsieger. Die zweite ist der Frame: Wer gewinnt den einzelnen Frame oder das Duell nach Frames, bei Best-of-Formaten eine Abfolge, die sich in einzelne Ausgänge zerlegen lässt. Die dritte betrifft das Spiel selbst: Punktehöhen, Breaks, das höchste Break des Turniers. Die ersten beiden haben einen klaren Messpunkt — den Frame und das Match. Beim dritten zählt ein Ergebnis, das nur teilweise vom Spieler beeinflusst ist, denn ein Break endet, wenn die Kugeln nicht mehr liegen.
Professionell werden 12-Fuss-Tische mit einem Aussenmass von etwa 366 × 183 cm verwendet. Diese Zahl ist für einen Wettenden wichtiger, als sie aussieht: Sie erklärt, warum ein Safety-Duell länger dauern kann, als ein Zuschauer erwartet, und warum eine Begegnung ins Stocken gerät. Sie erklärt auch, warum das Format über mehrere Frames gespielt wird — auf einem Tisch dieser Grösse ist ein einzelner Frame zu oft ein Zufallsprodukt, um einen stärkeren Spieler zuverlässig abzubilden. Wer auf den Matchsieger setzt, wettet deshalb auf ein Ergebnis, das über mehrere Frames stärker vom Können als vom Glück geprägt ist. Die Kosten dieser Sicherheit sind längere Durchlaufzeiten und weniger Spannung pro Wette.
Ein weiterer Punkt, den Snooker-Spieler kennen sollten: Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Das ist eine Fussball-Formulierung, und sie zeigt, dass die Regeln des Veranstalters sportartübergreifend formuliert sind. Bei Snooker gibt es kein Penaltyschiessen, aber die Logik bleibt: Was nicht im Programm steht, zählt nicht für die Wette.
Wer den Spielplan kennt, weiss, wann das Angebot breit ist. Grosse Turniere bringen mehr Märkte und mehr Live-Zeitfenster. Kleine Turniere bringen weniger Auswahl, aber manchmal weniger Aufmerksamkeit und damit weniger scharfe Quoten. Die Entscheidung, wo man setzt, ist eine Entscheidung über den Markt, nicht über den Sport.
Ganz ohne Abgeltung ist der Gewinn nicht: Abwicklung, Steuern und der eigene Name
Eine Wette, die man nicht abwickeln kann, ist keine Wette. Bei Schweizer Sportwetten hängt die Abwicklung an zwei Regeln, die leicht zu übersehen sind: Der Gewinn darf nur auf ein Zahlungskonto lauten, das auf den Inhaber des Spielerkontos ausgestellt ist, und es gibt keine Kreditvergabe an Spielende. Der Sieg kommt also dort an, wo er herkommt — bei der Person, die die Wette platziert hat. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es bei bewilligten Schweizer Sportwetten nicht.
Beim Steuerfreibetrag haben die Regeln eine Form, die viele überrascht. Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zu einem bestimmten Betrag pro Einzelgewinn von der Einkommenssteuer befreit; ab dem Schwellenwert greift die Verrechnungssteuer von 35 %, die der Veranstalter einbehält und die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Der Bund setzt den Schwellenwert ab dem 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000 fest, für 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Die kantonale Schwelle weicht davon ab, deshalb gilt hier: je nach Kanton. Eine Steuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht.
Für einen typischen Wettenden liegt der Gewinn weit unter dieser Marke. Einkommenssteuer und Verrechnungssteuer fallen dann nicht an. Wer regelmässig mit grösseren Einsätzen spielt, sollte die Schwelle trotzdem kennen, denn sie ist die Grenze, ab der aus einem Gewinn ein Steuerfall wird.
Bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung stehen die Dinge anders. Ihre Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis kann sie anders behandeln: Das Steueramt des Kantons Thurgau etwa erfasst Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer dort wohnt und dort spielt, sollte sich über die eigene Steuererklärung Gedanken machen. Der Rat bleibt der allgemeine: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.
Der andere Teil der Abwicklung ist die Wettschein-Ökonomie. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten — und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Die Abrundung auf 5 Rappen ist ein Detail, das in der Praxis fast nie auffällt und in der Betrachtung dennoch dazugehört. Der Mindesteinsatz von CHF 1 ist die eigentliche Hürde für einen kleinen Spieler: Er setzt die Untergrenze, unter der sich eine Wette nicht lohnt, und er setzt sie niedrig genug, dass auch ein Gelegenheitswetter nicht dauerhaft ausgeschlossen ist. Wer mit kleinen Beträgen arbeitet, merkt die Obergrenze von CHF 1’000 pro Wette kaum — ausser, wenn er grosse Einzelwetten verfolgt und plötzlich an eine Wand fährt, die er nicht selbst gesetzt hat.
Eine Wette von CHF 50 auf Quote 1.95 zahlt bei Treffer CHF 97,50 zurück, also CHF 47,50 netto. Bei zwei Wetten zu je CHF 50 auf denselben Markt zahlt derselbe Einzeltreffer nur CHF 97,50 auf CHF 100 — der zweite Tipp hätte gewinnen müssen, um über null zu bleiben. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1, und wer ihn nutzt, kann seine Kosten über die Zahl der Wetten steuern, nicht über die Höhe jeder einzelnen.
Der bewilligte Weg hat also nicht nur eine, sondern mehrere Kostenstellen: die Marge, den Mindesteinsatz, den Abschlag beim frühen Ausstieg und einen Gewinn, der erst dann frei wird, wenn Person und Konto zusammenpassen. Wer das akzeptiert, bekommt dafür einen Rahmen, in dem eine Wette überhaupt durchsetzbar ist.
Die zehn Anbieter im Vergleich: Bewilligung, Betreuung und die Frage, wer nach Schweizer Recht handelt
Bei der Wahl des Sportwettanbieters entscheidet die Schweizer Bewilligung mehr über die Kosten der Wette als jedes Prozent im Willkommensangebot. Ein Schweizer Veranstalter braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem BGS und steht unter der Aufsicht der Gespa. Dieses Mass gilt für die zwei bewilligten Veranstalter; bei allen anderen handelt es sich um Betriebe ohne Schweizer Bewilligung.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter bzw. berichtete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligung (Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS) | Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel, unter Aufsicht der Gespa |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligung (Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS) | Société de la Loterie de la Suisse Romande, unter Aufsicht der Gespa |
| BillyBets | ohne Schweizer Bewilligung | keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz |
| 1Bet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz |
| BetPanda | ohne Schweizer Bewilligung | keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz |
| Boomerang Bet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz |
| Playzilla | ohne Schweizer Bewilligung | keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz |
| BetAlright | ohne Schweizer Bewilligung | keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz |
| BetFury | ohne Schweizer Bewilligung | keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz |
| FortuneJack | ohne Schweizer Bewilligung | keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz |
Die Tabelle trennt die Gruppen sichtbar, und sie sollte es auch. Bei den beiden Schweizer Veranstaltern ist die Bewilligung der Rahmen, der Sportarten, Wettarten und Spielerschutz regelt. Die ausländischen Marken stehen hier, weil ein Schweizer Spieler sie antrifft und sich ein Urteil bilden möchte, nicht weil sie eine Alternative darstellten. Ein ausländischer Anbieter ersetzt keine Schweizer Bewilligung; er umgeht sie.
Zur Vollständigkeit gehört ein Hinweis: Wer sich über einen Anbieter informiert, der hier fehlt, findet bei der Gespa die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Sie ist die einzige öffentliche Liste, die in dieser Frage etwas belegt. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder Deutschland hat in der Schweiz keine Kraft; der Veranstalter braucht die Bewilligung des hiesigen Rechts, nicht eine ausländische Erlaubnis.
Swisslos Sporttip
Swisslos mit seinem Sporttip-Wettbetrieb ist der grösste Sportwettenanbieter der Deutschschweiz. Das ist zunächst eine reine Tatsache: Wer im Kanton Zürich, in Basel oder in Graubünden auf Snooker setzen will, landet bei diesem Namen, ob er das Bequeme sucht oder nicht. Der Veranstalter ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, die ihre Sportwetten auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 stützt.
Der Vertragsraum umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer in Freiburg oder Genf wohnt, findet sein Konto beim anderen Veranstalter. Eine Ausnahme gibt es nicht — die Registrierung verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und schliesst Auswärtige aus.
Die Bedingungen, die den Kontoinhaber betreffen, sind vielfältig und präzise: Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage vor der ersten Teilnahme, Oberlimite CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren, Senkung sofort, Erhöhung nach 72 Stunden. Die Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre, eine einmalige Registrierung und keine bestehende Spielsperre; die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.
Wer bei Sporttip eine Wette platziert, zahlt zwischen CHF 1 und CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, bei Systemwetten bis CHF 10’000. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, und wer an einem Wettereignis als Wettkämpfer teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht setzen. Für Snooker heisst das: Ein aktiver Spieler auf einer Turnierliste ist vom Markt ausgeschlossen. Das trifft eine kleine Gruppe, aber es trifft die einzigen, die ein Break tatsächlich einschätzen könnten.
Der Kombiboost gilt nur online und für Prematch-, Live- und Systemwetten; er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von jeweils mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die gesamte Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Was den Ausschlag gibt: Die Tiefe des Programms ist der Vorteil dieses Anbieters, und die Limiten sind sein Preis. Wer dauerhaft grosse Einzelwetten auf Snooker spielt, stösst an eine Grenze, die nicht durch Sachkenntnis gezogen ist, sondern durch die Hausordnung. Wer den Snooker nur gelegentlich verfolgt, merkt davon nichts und bekommt dafür einen Betrieb, der in der Deutschschweiz fast überall erreichbar ist. Der Kombiboost hilft der zweiten Gruppe mehr als der ersten: Vier Voraussagen mit Quote ab 1.50 lassen sich bei einem Turnier mit mehreren Frames leichter finden als bei einem einzelnen Match — angeben lässt sich eine solche Kombination aber nur auf Märkte, die im Programm stehen.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande ist das französischsprachige Pendant. Ihre sechs Kantone sind Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, und sie betreibt ihre Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Lausanne, an der Avenue de Provence 14, und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wer den Snooker-Markt in Genf oder Lausanne sucht, findet ihn hier.
Die Bewilligungsgrundlage ist dieselbe wie in der Deutschschweiz, die Aufsicht dieselbe, und die Grundsätze des Spielerschutzes sind es auch. Bei den Einzelheiten lohnt der zweite Blick, denn die Limiten und die Bedingungen sind betreiberspezifisch: Die Loterie Romande hat ebenfalls eine Verlustlimitenpflicht und ebenfalls die gemeinsame Sperrliste, und sie wendet — wie Sporttip — die 72 Stunden für die Erhöhung an, während das Gesetz 24 Stunden vorsieht.
Den Unterschied macht der Ort. Die Westschweiz ist ein eigener Markt, und wer dort wohnt, wird von der Auswahl auf der Sporttip-Seite ohnehin nicht erreicht. Die Loterie Romande ist deshalb kein Vergleichspartner, sondern die einzige Option im bewilligten Rahmen. Der Preis dieser Situation ist der, den Monopole immer haben: Es gibt keinen zweiten Anbieter, an dem sich die Quoten messen lassen müssten. Wer Snooker-Märkte in grosser Zahl und in vielen Varianten sucht, wird hier geduldiger sein müssen als bei einem internationalen Buch. Wer dagegen in der Westschweiz wohnt und im bewilligten Rahmen bleiben will, hat keine Alternative zu prüfen — und keine Ausrede, sich nicht vorher eine Verlustlimite zu setzen, denn auch hier gilt: Limiten kommen vor der ersten Wette.
BillyBets
BillyBets firmiert als Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Was das bedeutet, ist keine Formalie: Die Bewilligung nach BGS gilt nur in der Schweiz, und sie ist die einzige, die hier Wirkung entfaltet. Die berichtete Bewilligung von BillyBets ist in der Schweiz nicht belegt und damit keine Grundlage für Aufsicht. Dazu kommt, dass die Domain von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt und über DNS blockiert werden kann.
Der Anbieter behandelt also nicht die Schweizer Regeln als Bedingungen, sondern seine eigenen. Ein Konto dort steht ausserhalb des Spielsperrregisters, und wer einen Streit führt, hat keinen Schweizer Weg. Was von diesem Angebot bleibt, ist der Reiz eines breiteren Programms — bezahlt mit dem Verzicht auf alles, was eine Bewilligung ausmacht.
1Bet
Auch 1Bet ist ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Dass der Betrieb nicht über eine Zulassung verfügt, die ihn in der Schweiz zur Veranstaltung von Sportwetten ermächtigt, ist keine Einschätzung, sondern eine Feststellung der Rechtsordnung. Die Regeln des BGS gelten für ihn nicht, und seine Domain kann über die Sperrliste blockiert werden.
Damit fehlt die Grundlage für jeden Schweizer Anspruch. Wer dort ein Konto führt, hat keine Beschwerdestelle, die in der Schweiz greift, und keine Sperre, die ihn hier schützt. Näheres zum Programm des Anbieters lässt sich aus dieser Position heraus nicht bewerten.
BetPanda
BetPanda bewegt sich in der Schweiz ohne Bewilligung. Die Domain kann von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt werden, und die Aufsicht, die für einen Schweizer Veranstalter gilt, gilt für diesen Anbieter nicht. Eine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz liegt nicht vor.
Eine Beurteilung, die ohne Schweizer Spielregeln auskommen muss, kann über die Bedingungen für einen Spieler bei diesem Anbieter nichts sagen. Wer sich für ihn interessiert, muss die Bedingungen selbst zur Hand nehmen, weil in der Schweiz keine Stelle sie prüft. Das ist die eigentliche Kostenstelle dieses Weges: die eigene Sorgfalt, ohne Netz.
Boomerang Bet
Boomerang Bet operiert ohne Schweizer Bewilligung und unterliegt deshalb nicht der Aufsicht der Gespa. Eine Veranstaltung von Sportwetten ohne Bewilligung ist nach Schweizer Recht strafbar; der Spieler selbst wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.
Die Schutzwirkung, die ein bewilligter Anbieter bietet — Sperrregister, Aufsicht, Rückgriff, ein Konto auf den eigenen Namen — gilt hier nicht. Was bleibt, ist ein Marktplatz ohne Schweizer Rahmen und ein Gewinn, dessen Weg zur Steuererklärung der Spieler selbst klären muss.
Playzilla
Playzilla tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Die Bewilligung besteht hier nicht, und die Überwachung findet nicht statt. Dass ein Anbieter in dieser Position auf die Gespa-Sperrliste gelangen kann und seine Domain blockiert wird, ist die logische Folge.
Die verbleibende Einschätzung beschränkt sich damit auf die Feststellung, dass Playzilla in der Schweiz ohne Bewilligung handelt und nicht dem Schweizer Aufsichtsrahmen untersteht. Über das Snooker-Angebot entscheiden die Bedingungen des Anbieters, nicht schweizerische Regeln.
BetAlright
BetAlright agiert ohne Schweizer Bewilligung und verfügt damit über keine in der Schweiz verbindliche Zulassung. Eine ausländische Bewilligung hat hier keine Wirkung. Wer dort setzt, geht das Risiko ein, dass Einsätze und Gewinne eingezogen werden können und dass kein Rückgriff auf Schweizer Stellen besteht.
Im Fehlen einer Schweizer Bewilligung liegt die gesamte Einordnung. Sie sagt nichts über die Qualität des Produkts, sondern über den Umfang der Aufsicht, unter der es steht. Das ist der Unterschied, der hier zählt.
BetFury
BetFury gehört zur Gruppe der Anbieter, die in der Schweiz ohne Bewilligung tätig sind. Nach Art. 21 bis 25 BGS braucht, wer hier Sportwetten veranstalten will, eine Zulassung, und die ist nur zwei Veranstaltern erteilt. Für einen Anbieter ausserhalb dieser Gruppe besteht hier keine Zulassung.
Über die Einzelheiten des Angebots ist zum Zeitpunkt dieser Betrachtung nichts zu sagen. Die Bewertung beschränkt sich deshalb darauf, dass BetFury ohne Schweizer Bewilligung handelt und nicht dem hiesigen Aufsichtsrahmen untersteht. Damit entfällt für den Spieler die Möglichkeit, sich auf Schweizer Regeln zu berufen.
FortuneJack
FortuneJack ist ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Seine Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, und seine Tätigkeit wird von keiner Schweizer Behörde überwacht. Wie bei den anderen ausländischen Marken gilt: Eine Bewilligung aus einem anderen Land ist in der Schweiz ohne Wirkung.
Die Einordnung ist damit klar: kein Schweizer Rahmen, keine Schweizer Aufsicht, keine in der Schweiz nachprüfbaren Rechte. Wer sich dennoch für das Angebot interessiert, muss sich an die Bedingungen halten, die der Anbieter selbst veröffentlicht, und die Prüfung selbst übernehmen. Weitere Angaben zu den spezifischen Eigenschaften des Anbieters stehen für diese Betrachtung nicht zur Verfügung.
Was ein Snooker-Tipp leisten kann und was nicht
Die verbreitete Vorstellung, ein Tipp sei eine Aussage über den wahrscheinlichen Ausgang eines Spiels, hält der Überprüfung nicht stand. Ein Tipp ist eine Aussage über ein Missverhältnis zwischen einer Quote und einer Einschätzung. Wer auf einen Snooker-Favoriten setzt, der bei 1.40 geführt wird, setzt nicht darauf, dass er gewinnt — er setzt darauf, dass er häufiger gewinnt, als die Quote unterstellt. Das ist eine andere Behauptung, und sie lässt sich nur mit einem Argument stützen.
Am Tisch zählen wenige Dinge. Die Form eines Spielers in den letzten Wochen, die Tischgeschwindigkeit, die Tageszeit — Snooker ist ein Sport, in dem die Nachmittagssession eines Turniers anders verläuft als die Abendsession — und die Frage, wie viele Frames gespielt werden. In einem Best-of-7-Frame-Match ist ein einzelner Aussetzer schwerer zu kompensieren als in einem Best-of-19-Frame-Match. Wer ein Turnier über mehrere Runden beobachtet, sieht diese Unterschiede und kann sie in seine Einschätzung einbeziehen.
Die Struktur des Markts macht es unrealistisch, mit einer einzelnen Analyse die Marge zuverlässig zu schlagen. Wer auf ein einzelnes Spiel setzt und richtig liegt, gewinnt. Wer auf viele Spiele setzt, zahlt die Marge viele Male. Die einzig haltbare Position ist die, wenige Wetten zu platzieren, die man wirklich begründen kann, und den Rest zu lassen.
Zu dieser Haltung gehört auch die Fähigkeit, nein zu sagen. Ein Programm mit hundert Snooker-Märkten ist kein Anlass, hundert Wetten zu platzieren. Es ist ein Angebot, aus dem ein Spieler auswählen darf — und es ist genau dann ein gutes Angebot, wenn er die Auswahl nutzt und die Menge begrenzt.
Wann ein Tipp trotzdem sinnvoll ist
Es gibt zwei Situationen, in denen ein Tipp mehr als ein Ratespiel ist. Die erste: Wenn ein Spieler in einem Turnier über mehrere Runden zeigt, dass sein Break-Spiel funktioniert, und die Quote ihn weiterhin als Aussenseiter führt. Die zweite: Wenn ein Favorit in einem langen Match einbricht — nicht wegen eines misslungenen Stosses, sondern weil seine Safety über zwei Sessions nicht trägt. Beide Muster lassen sich nur erkennen, wenn man den Sport tatsächlich verfolgt.
Was unscharf bleibt, ist die Punktzahl. Der Ausgang eines Frames lässt sich nur begründet vorhersagen, wenn die Tischlage bekannt ist, und die Tischlage ändert sich mit jedem Stoss. Das ist der Grund, warum Live-Wetten auf Snooker-Frames ein eigenes Risiko tragen: Sie werden in einem Moment platziert, in dem der Spielende die Tischlage nicht sieht, und der Ausgang kann bereits entschieden sein, bevor die Wette ankommt.
Wie der Anbieter damit umgeht, steht im Abschnitt zur Rechtslage. Für die Praxis heisst es: Wer in einem spielentscheidenden Moment auf einen Frame setzt, ohne den Tisch zu sehen, riskiert, dass die Wette mit dem Einsatz zurückkommt statt zu gewinnen. Eine Wette, die mit Quote 1.00 gewertet wird, ist kein Verlust — sie ist nur keine Wette mehr. Wer live spielt, sollte den Tisch im Blick haben oder es lassen.
Wann ein Tipp gefährlich wird
Die gefährliche Version des Tippens ist nicht das falsche Urteil, sondern der Einsatz, der aus einem Gefühl folgt. Wer nach einer Serie verlorener Wetten den Einsatz erhöht, um die Verluste zu holen, spielt nicht mehr Snooker — er spielt gegen den Verlust. Die Limiten, die vor der ersten Wette gesetzt werden, greifen genau in diesen Momenten. Sie sind die vernünftige Antwort auf einen Impuls, den jeder kennt.
Die zweite Gefahr ist eine Rechnung, die nicht aufgemacht wird. Wer nicht weiss, wie hoch der Mindesteinsatz ist, wo die Obergrenze für eine Einzelwette liegt und wie viel eine Kombination an Zeit kostet, kann die eigene Position nicht einschätzen. Der Mindesteinsatz von CHF 1 hilft hier: Er erlaubt es, klein zu bleiben, und er macht aus einem unbedachten Einsatz keine Katastrophe.
Die dritte Gefahr ist die Bequemlichkeit. Ein Live-Markt, der rund um die Uhr verfügbar ist, tut so, als gäbe es immer einen Grund zum Setzen. Es gibt ihn nicht. Wer Snooker mag, mag ihn auch ohne Wette, und das ist die günstigste Art, ihn zu sehen.
Häufige Fragen
Wo darf in der Schweiz legal auf Snooker gewettet werden?
Bei den beiden bewilligten Veranstaltern: Swisslos betreibt Sporttip für die Deutschschweizer Kantone, den Tessin und Liechtenstein, die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Nur diese zwei dürfen Sportwetten in der Schweiz veranstalten. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet voraus.
Steht Snooker auf der Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten?
Massgeblich ist die Gespa-Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in der Fassung vom 10. September 2026. Sie erlaubt nur Sportwettbewerbe; Wetter-, Politik- oder Fernsehwetten fehlen, ebenso Corner- und Kartenmärkte sowie eine Esport-Sektion. Welche Snooker-Turniere im Wettprogramm stehen, entscheidet der jeweilige Veranstalter.
Wie gross ist die Marge in Snooker-Quoten, und was kostet sie den Spieler?
Bei einem Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 52,6 %, die Marge also bei rund 47,4 %. Bei einer klaren Favoritenstellung etwa 1.20 gegen 5.00 sind es rund 96,8 % Auszahlung und rund 3,2 % Marge. Snooker-Märkte liegen meist dazwischen, weil sie weniger liquide sind als grosse Fussballmärkte.
Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?
Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote; bei Kombinationen zählt die Gesamtquote, das Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird der Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Eine Wette von CHF 100 auf Quote 2.10 zahlt bei Treffer CHF 210 zurück, also CHF 110 netto.
Wie werden Livewetten auf einzelne Frames abgerechnet, und was gilt bei zu spät platzierten Wetten?
Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird. Eine Wette, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wird, zählt mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Der Einsatz kommt dann zurück, ein Gewinn entsteht nicht.
Wie werden Gewinne von Anbietern ohne Schweizer Bewilligung steuerlich behandelt?
Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen nicht der Verrechnungssteuer. Kantonal können sie trotzdem steuerbar sein: Die Steuerpraxis des Kantons Thurgau erfasst Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Für die eigene Situation hilft der Gang zur kantonalen Steuerverwaltung oder zu einer Steuerberatung.
Sportarten – zahlungenwettench
Inhalt erstellt vom Team «zahlungenwettench»
