Mobile Sportwetten 2026: zwei bewilligte Veranstalter, zehn Handys und ein Preis, den keiner bewirbt

Updated Oktober 2026
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Ein Smartphone mit dunklem Display liegt auf einem Holztisch neben einer Kaffeetasse, durch das Fenster fällt warmes Abendlicht.

Stand: Oktober 29, 2026 · Bewilligungen abgeglichen mit der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern) und mit den Veranstalterbewilligungen nach BGS.

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000.

Wer auf dem Handy wettet, zahlt denselben Preis wie am Schalter. Die Quote ist dieselbe, die Limite ist dieselbe, das Gesetz ist dasselbe. Was sich ändert, ist die Distanz zwischen einem Gedanken und einem Klick — und genau dort entstehen die Kosten, über die niemand schreibt.

Was mobiles Wetten auf dem Smartphone überhaupt bedeutet

In der Schweiz ist eine Sportwette auf dem Handy kein anderes Produkt als eine Sportwette in einer Verkaufsstelle. Es ist derselbe Wettschein, nur ohne Papier.

Die Erwartung, die das Marketing an den Bildschirm hängt, ist eine andere: Fussball auf dem Sofa, ein Tipp während der Halbzeitpause, «wetten, wo du bist». Was ein Wettender tatsächlich in der Hand hält, sind drei Dinge: ein Wettschein mit einer Quote, eine Wallet mit einem Guthaben und ein Werkzeug, das schneller reagiert als jeder Schalter.

Die Quote und ihr Quotenschlüssel

Eine Quote ist keine Meinung über ein Spiel, sie ist ein Preis mit einer eingebauten Rechnung. Der Buchmacher summiert für alle Ausgänge eines Marktes die Kehrwerte der Quoten. Der Kehrwert dieser Summe heisst Quotenschlüssel oder Auszahlungsquote — der Anteil aller Einsätze, der über diese eine Wette zurückfliesst. Die Marge ist der Rest.

Bei drei Ausgängen 1X2 lautet die Formel 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + 1/Quote₃). Wer den Quotenschlüssel kennt, weiss, was ein Markt kostet, bevor er ihn überhaupt sieht. Wer ihn nicht kennt, sieht nur Zahlen und hält die wahrscheinlichste für die beste.

Und hier liegt die erste Rechnung, die das Handy dem Auge erspart: Die Marge steht in keiner Ansicht. Sie steckt in jedem Ausgang bereits drin, gleichmässig verteilt, unauffällig. In der App gibt es keinen Schalter, der sie anzeigt. Es gibt nur die Quoten.

Was das Smartphone an der Rechnung ändert — und was nicht

Nichts am Preis. Alles am Tempo.

Die Anzeige ist klein, der Daumen gross, die Benachrichtigung schnell. Eine Wette, die am Schalter drei Sätze Gespräch gekostet hätte, kostet in der App zwei Sekunden. Für einen Menschen mit einem klaren Budget ist das Bequemlichkeit. Für einen, der gerade verliert und das zurückholen will, ist es die gefährlichste Eigenschaft des Produkts.

Deshalb ist der Kontostand auf dem Handy nie das gleiche wie das Budget im Kopf. Wer mobil wettet, sollte die Zahl, die er zu sehen bekommt, nicht für die Zahl halten, die er sich vorgenommen hat. Das ist der eine Satz, der auf dieser Seite am meisten Geld kostet, wenn man ihn überliest.

Das Programm, das ein Handy anbieten darf

Die Schweiz hat kein offenes Wettprogramm. Die Gespa führt eine abschliessende Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich genannt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie genannt sind. Ranglistenwetten sind nur zulässig, wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Auf Trainingsläufe darf nicht gewettet werden. Corner- und Kartenmärkte zeigt die Liste nicht, ein Esport-Abschnitt fehlt darin ganz. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige beteiligt sind, sind gesperrt.

Auf dem Bildschirm sieht das wie ein schlankes Angebot aus. Es ist eine geschlossene Liste, und das ist der Unterschied. Was ein ausländischer Anbieter in derselben App-Fläche zusätzlich zeigt, ist nicht zusätzlicher Service, sondern eine Wette auf ein Ereignis, für das hier keine Bewilligung besteht.

Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind unzulässig. Das klingt selbstverständlich, bis man sieht, was Applikationen ohne Schweizer Bewilligung alles anbieten.

Woran sich Sportwetten mobil vergleichen lassen

Zehn Anbieter stehen hier nebeneinander, aber sie stehen nicht auf derselben Stufe. Die ersten beiden halten eine Schweizer Bewilligung für ein Grossspiel, die übrigen acht haben keine. Das ist keine Fussnote, sondern die Trennlinie, an der sich alles Weitere entscheidet.

Verglichen wird nach den Dingen, die ein Wettender am Handy wirklich spürt: wer den Vertrag anbietet, welche Bewilligung dahintersteht, wie tief der Einsatz reichen darf, wie lange das Geld bis zum Auszahlen braucht und wie das Angebot sich bedienen lässt. Werbeversprechen kommen nicht in den Vergleich, weil sie keine Spalte füllen.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip ja, Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport ja, Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Jouez Sport
MrXbet ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
Wettigo ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
Pribet ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
HighFlyBet ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
AmunRa ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
Betify ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
Funbet ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz

Die Spalte zur gemeldeten Bewilligung ist bei den acht ausländischen Namen dünn, und sie bleibt es. Eine Bewilligung aus einem anderen Land — Curaçao, Malta, Deutschland oder woher auch immer — entfaltet in der Schweiz nach Art. 4 BGS keine Wirkung. Sie einem Schweizer Publikum als Zulassung zu verkaufen, ist der Kern des Geschäftsmodells vieler dieser Seiten. Der Nutzen für den Wettenden ist null.

Warum die Liste trotzdem acht Namen enthält: Wer mobil wettet, trifft sie. Über Werbung, über Sponsoring, über Suchergebnisse, über Pop-ups in einer Sportergebnis-App. Es ist ehrlicher, sie hier mit derselben Elle zu messen, als sie zu ignorieren.

Der Grund, weshalb nur zwei Namen oben stehen

Das Geldspielgesetz erlaubt Sportwetten nur als Grossspiel mit einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung pro Spiel. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Deshalb gibt es keine längere Liste bewilligter Buchmacher — nicht, weil sie nicht gefunden wurde, sondern weil es sie nicht gibt. Die Gespa veröffentlicht nur eine Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.

Daraus folgt eine unbequeme Konsequenz für jeden Vergleich dieser Art: Ein Handy-Vergleich unter Schweizer Sportwetten ist kein Vergleich unter zwanzig Anbietern. Er ist eine Gegenüberstellung von zwei Bewilligungen und acht Geschäftsmodellen, die hier keine haben.

Was ein ausländisches Konto den Wettenden kostet

Ein Konto bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung heisst: keine Anbindung an das schweizerische Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Rechtsweg, wenn die Auszahlung ausbleibt. Das ist keine Warnung, das ist die Beschreibung der Vertragsbeziehung. Es gibt niemanden, den man anrufen könnte.

Dazu kommt der Steuerpunkt: Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer mobil über die Grenze wettet, kauft sich ein zweites Steuerdossier.

Blockierte Domains ersetzen das nicht. Die Sperrliste wird als DNS-Sperre umgesetzt, und blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt. Blockieren ist ein Werkzeug gegen den Anbieter, kein Schutz für den Wettenden.

Die Grundlagen: Wettschein, Einsatz und was am Ende übrig bleibt

Bevor irgendetwas verglichen wird, muss der Bauplan einer Wette auf dem Tisch liegen. Eine Einzelwette hat eine Voraussage und eine Quote. Eine Kombiwette hat mehrere Voraussagen und eine Gesamtquote, die das Produkt der Einzelquoten ist. Eine Systemwette kombiniert mehrere Voraussagen zu einer festgelegten Anzahl von Kombinationen.

Ein Fernglas liegt auf der Brüstung einer leeren Tribüne, dahinter verschwimmt ein grosser Rasenplatz im Dunst.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal Gesamtquote. Der Betrag wird zunächst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese zweite Rundung ist die unspektakulärste und am häufigsten übersehene Regel im ganzen Schweizer Sportwettengeschäft: Sie läuft immer zugunsten des Veranstalters, sie betrifft jeden einzelnen Wettschein, und sie steht in den Spielregeln, nicht im Werbebanner.

Wann Sporttip und Jouez Sport überhaupt zur Verfügung stehen

Ein Online-Konto bei Swisslos ist nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet möglich. Das sind die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu der Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Registrieren kann sich, wer mindestens 18 Jahre alt ist, nicht gesperrt ist und sich nur einmal registriert; die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz bei 221 Mitarbeitenden.

Für einen Wettenden in Zürich ist Jouez Sport deshalb keine Option, und für einen in Genf ist Sporttip keine. Das ist keine Marketingentscheidung, sondern die Aufteilung der Veranstaltergebiete. Wer in der Deutschschweiz wohnt und im Ausland ein Konto eröffnet, hat nicht eine zweite Schweizer Wahl getroffen. Er hat die Schweiz verlassen, vertraglich betrachtet.

Wieviel eine Wette mobil kosten kann — Mindest- und Höchsteinsätze

Hier wird es konkret. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Der Mindesteinsatz von CHF 1 ist für einen mobilen Wettenden das freundlichste Detail des ganzen Angebots. Niemand muss CHF 10 setzen, um mitspielen zu dürfen. Ein Fünfliber, der vor sich hin wächst, wird nicht durch eine Hürde bestraft.

Der Höchsteinsatz von CHF 1’000 pro Wette sieht grosszügig aus, und an dieser Stelle lohnt sich der zweite Blick auf eine andere Zahl. Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet kann man kaufen, wobei in 30 Tagen höchstens CHF 10’000 möglich sind und ein Kauf nur zulässig ist, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Damit steht die praktische Obergrenze vor jeder einzelnen Wette: Die Einzelwette darf CHF 1’000 tragen, aber das Wallet lässt nicht mehr als CHF 9’999 auf einmal stehen.

Niemand limitiert hier also den Ehrgeiz, sondern die Grösse des Tanks. Das ist der eigentliche Kostenrahmen des Schweizer Online-Sportwettens, und er ist enger, als die Zahl auf dem Wettschein vermuten lässt.

Was eine Auszahlung mobil wirklich dauert

Auszahlen ist der Moment, in dem ein Buchmacher seinen Charakter zeigt. Vorher ist alles Versprechen, danach alles Buchhaltung.

Bei Swisslos werden Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung automatisch dem Wallet gutgeschrieben. Gewinne über CHF 1’000 gehen bei bekannter Zahlungsverbindung innert drei Arbeitstagen auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers.

Das Guthaben selbst kommt nur zurück, wenn der Weg stimmt. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Die Überweisung erfolgt innert fünf bis zehn Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Drei % auf eine Auszahlung klingen nach nichts. Auf CHF 2’000 sind es CHF 60, und sie treffen genau den Wettenden, der sein Guthaben in Häppchen abräumt statt einmal. Wer den Rhythmus kennt, zahlt nichts: zweimal im Jahr, dazwischen nichts. Wer nach jedem Wochenende CHF 50 abzieht, zahlt ab dem dritten Mal und merkt es erst auf dem Kontoauszug.

Auszahlungen und Guthaben gehen nur auf ein Zahlungskonto, das auf den Kontoinhaber lautet. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht, und Kredite an Spielende sind nach Art. 75 Abs. 1 BGS ohnehin verboten. Das ist eine der wenigen Stellen, an denen Regulierung den Wettenden direkt vor einem Mechanismus schützt, der in anderen Märkten normal ist.

Bei den acht Anbietern ohne Schweizer Bewilligung steht keine dieser Zusagen. Ihre Auszahlungszeiten kommen aus ihren eigenen Bedingungen, und es gibt keine Schweizer Stelle, die sie durchsetzt.

Die Bedienung am Touchscreen

Eine Wette auf dem Handy wird mit dem Daumen gebaut. Das klingt nach Detail und entscheidet über mehr, als es sollte.

Bei Sporttip lassen sich Wetten online über die Sporttip App für iOS und Android abgeben. In der App zusammengestellte Wetten können zusätzlich per QR-Code an einer Sporttip Verkaufsstelle gespielt werden. Dieser QR-Code ist die interessanteste Funktion des ganzen Angebots, weil er zwei Welten verbindet. Wer die Wette am Küchentisch ausgedacht hat, kann sie am Schalter abgeben, mit Bargeld, ohne Kartenzahlung. Wer will, kann mobil entscheiden und analog bezahlen.

Die Livewette ist der zweite grosse Unterschied. Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Das ist die Regel, die auf dem Sofa am härtesten trifft. Wer während des Elfmeters tippt, hat bereits getippt, bevor die Bestätigung erscheint. Die Quote 1.00 bedeutet: Einsatz zurück, sonst nichts. Nicht verloren, aber auch nichts gewonnen, und das innerhalb einer Sekunde, in der man den Finger noch auf dem Bildschirm hatte.

Cash-Out und was er kostet

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live. Er ist ausschliesslich bei Online-Wetten möglich und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.

Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Da steht es, in den eigenen Spielregeln: weniger Geld als beim Abwarten, keine Garantie, keine Umkehr. «Cash-Out» ist der freundlichste Name, den eine Preisreduktion je bekommen hat. Wer ihn nutzt, verkauft eine Chance mit einem Aufschlag an den Verkäufer. Manchmal ist das richtig — bei einer Verletzung, bei einem Platzverweis, bei einer Situation, die man falsch eingeschätzt hat. Nur ist es dann keine Funktion, sondern eine Notbremse.

Bei den acht Anbietern ohne Schweizer Bewilligung ist Cash-Out Sache jedes Hauses. In der Schweiz ist er überhaupt nicht reguliert: Er wird nur als Merkmal des jeweiligen Veranstalters beschrieben, nie als gesetzlich geregeltes Recht.

Kombiboost, Quotenboost, Profitboost: was tatsächlich erhöht wird

Sporttip kennt drei Erhöhungsmechanismen, und alle drei haben Bedingungen, die in keinem App-Screen auftauchen.

Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Die 100 % klingen nach der Zahl, für die man sich vierzehn zusätzliche Prognosen antut. Der Blick auf die Mechanik dämpft das: erhöht wird der Nettogewinn, nicht der Einsatz, und der Sprung auf fünfzehn Voraussagen mit je mindestens 1.50 verlangt eine Trefferquote, die den Zusatz auf einer Kombination aus fünfzehn Beinen selten werden lässt. Das ist kein Geschenk, das ist eine Wette auf die eigene Treffsicherheit, von der Swisslos nichts trägt.

Der letzte Satz ist der teuerste im Kleingedruckten. Ein Cash-Out löscht einen Boost. Wer sich während eines Spiels zur Notbremse entscheidet, verliert die Erhöhung, die er sich über mehrere Voraussagen aufgebaut hat — und dieser Verlust steht in keiner Anzeige.

Kostenlos ist allerdings nichts davon, und noch eine Bedingung gehört dazu: Gratisspiele oder Gratisguthaben benötigen die vorherige Zustimmung der Gespa. 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbeträge und Bonusbedingungen kommen ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Honest gilt hier wie überall in diesem Artikel: Ein Gratisspielguthaben, das nicht auszahlbar ist, ist kein Guthaben, sondern ein Wettschein mit engerem Verfallsdatum.

Die Rechtslage in der Schweiz

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019), geregelt in Art. 3 lit. c und e. Beaufsichtigt werden sie von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern; das Geldspielkonkordat steht seit 1. Januar 2021 in Kraft. Die ESBK ist nicht zuständig — sie beaufsichtigt ausschliesslich Casinos.

Ein schmaler Kiesweg führt zwischen zwei hellen Mauern durch eine Schweizer Altstadt, die Laternen sind noch nicht angezündet.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Eine Bewilligung verlangt eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21 bis 25 BGS) und gilt nach Art. 4 BGS nur in der Schweiz. Der Nettoertrag geht in den Kantonen an gemeinnützige Zwecke (Art. 125 BGS).

Was das für einen Wettenden am Handy bedeutet, ist unspektakulär und wichtig zugleich: Es gibt keine zweite Zulassungsebene, keine europäische Passfähigkeit und keine Anerkennung einer ausländischen Bewilligung. Der Pass gilt für Personen, nicht für Spielbanken.

Warum eine ausländische Bewilligung hier nichts wert ist

Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Geltung. Das organisierte Anbieten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schutz und keine Fairplay-Kontrolle.

Man kann also verlieren, ohne je gegen eine Regel verstossen zu haben. Das ist keine Drohkulisse, sondern die Bankkonstruktion des Geschäfts: Der Wettende trägt das Risiko, der Anbieter trägt nichts, und der Schweizer Staat hat in dieser Beziehung niemanden, den er belangen kann, ausser den Anbieter selbst.

Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre umsetzen (Art. 86 bis 93 BGS; erste Liste vom 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt.

Werbung und der Preis, den ein Anbieter dafür zahlt

Werbung darf nicht aufdringlich, nicht irreführend und nicht auf Minderjährige oder gesperrte Personen ausgerichtet sein (Art. 74 BGS). Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS).

Das ist die Zahl, die den Ton dieses Artikels bestimmt. Beschreiben und bewerten ist erlaubt, anpreisen nicht. Ein Nachmittagsverbot für Werbung kennt die Schweiz übrigens nicht.

Wetten, die ein Handy in der Schweiz nicht anbieten darf

Die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten ist abschliessend (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung besitzt; eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das BGS nicht. Esports erscheinen in der Gespa-Liste nicht.

Cash-Out ist, wie oben beschrieben, gesetzlich nicht geregelt. Zu virtuellen Sportarten ist keine Aussage möglich, weil dazu nichts feststeht.

Was das Handy verlangt, wenn es einmal läuft

Ein grosses Smartphone-Display macht das Setzen bequemer. Es macht auch das Aufhören bequemer, wenn die Werkzeuge dafür sichtbar sind.

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer sich sperrt, ist gesperrt — an jedem Schalter, in jedem Casino, auch online.

Dazu kommt eine Quote, die man kennen sollte, bevor man sich auf die Verkaufsstellen verlässt. Bei den Gespa-Testkäufen 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer glaubt, der Schalter sei die strengere Umgebung, irrt. Die Regeln gelten dort genauso, ihre Einhaltung ist eine andere Frage.

Wer sich selbst sperrt, sollte wissen, was eine Sperre wirklich bedeutet: Ein freiwilliger Ausschluss kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Gesperrte oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Limiten: die Zahl, die vor der ersten Wette stehen muss

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite beträgt CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Diese 72 Stunden sind das wirksamste Element im ganzen Schweizer Spielerschutz, und sie kosten nichts. Wer nach einem Verlustabend seine Limite anheben will, muss zwei Nächte darüber schlafen. In dieser Zeit sieht er den Verlust, ohne ihn bestätigen zu können, und genau dafür ist die Frist gebaut.

Hier verdient ein Detail Aufmerksamkeit: Statutarisch gilt für eine Erhöhung 24 Stunden (Art. 87 VGS). Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bestimmungen 72 Stunden an. Der Veranstalter ist in diesem Punkt strenger als das Gesetz, und das sollte man ihm anrechnen.

Limiten sind Sache der Spielenden, nicht des Staates: Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen (Art. 87 VGS), aber die Zahl setzt der Wettende selbst. Die Schweiz kennt keine gesetzlich feste Einzahlungsobergrenze. Wer eine Limite sucht, die ihm jemand anderes gesetzt hat, findet sie hier nicht — er findet eine, die er sich selbst gesetzt hat, und die deshalb hält oder nicht.

Eine Limite, die nur während der Freispielphase eines Bonus gilt, ist übrigens keine Limite. Sie ist eine Bedingung, und sie endet, wenn der Bonus endet.

Was ein Gratisspielguthaben am Handy kostet

Für die Schweiz lässt sich das nicht ausrechnen, und das ist eine der ehrlichsten Aussagen, die diese Seite machen kann. Die Bewilligungen für Gratisspiele und Gratisguthaben erteilt die Gespa, in einzelnen Fällen und nach Vorprüfung. Aus einem bewilligten Gratisspielguthaben wird deshalb keine allgemeine Rechenregel.

Was sich sagen lässt, ist die Struktur solcher Angebote in diesem Markt: Ein Gratisspielguthaben, das aus einer Promotion stammt, ist bei Swisslos nicht auszahlbar. Der Wert eines solchen Angebots liegt damit nicht im Guthaben, sondern in dem, was daraus auf dem Wettschein entsteht — und wer Gratisspielguthaben als kleine Auszahlung liest, wird von der eigenen Erwartung getroffen, nicht vom Veranstalter.

Bei den acht Anbietern ohne Schweizer Bewilligung schliesslich gibt es keine Schweizer Prüfung, keine Schweizer Zustimmung und keine Schweizer Bedingung. Was dort als Bonus erscheint, ist ein Angebot eines ausländischen Unternehmens, über das die Gespa nichts zu sagen hat.

Der Vergleich: zehn mobile Angebote und was sie kosten

Die Reihenfolge dieser Bewertungen folgt keiner Werbeprämie, sondern dem Aufbau des Schweizer Rechts: zuerst die beiden, die eine Bewilligung haben, dann die acht, die keine haben.

Swisslos Sporttip — Sportwetten per App mit QR-Code bis an die Verkaufsstelle

Swisslos hat seinen Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Das Sportwettengeschäft läuft unter dem Namen Sporttip.

Online wird über die Sporttip App für iOS und Android gespielt; in der App zusammengestellte Wetten können per QR-Code an einer Verkaufsstelle gespielt werden. Registrieren kann sich, wer 18 Jahre alt ist, im Vertragsgebiet wohnt und sich nur einmal registriert — der Ausweis wird hochgeladen und automatisch ausgelesen.

Was eine Wette auf dem Handy bei Sporttip konkret kostet und trägt, steht in den Regeln: Mindesteinsatz CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, Höchsteinsatz CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Wetten über der Limite werden nicht angenommen. Die reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Das ist die Regel, an der unerfahrene Wettende im Pokal am häufigsten scheitern.

Ein weiteres Detail, das mobil besonders auffällt: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer eine Kombiwette baut und sich wundert, dass zwei Märkte derselben Partie sich nicht verknüpfen lassen, hat die Regel nicht erfunden — sie steht in den Bedingungen.

Auf der Zahlungsseite bietet Swisslos PostFinance Pay zum Aufladen des Spielkontos an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 Guthabenkauf möglich, und gekauft werden kann nur, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt.

Die Schweizer Bewilligung mit Aufsicht durch die Gespa, die Anbindung an das schweizweite Sperrregister und der QR-Weg zwischen App und Verkaufsstelle sind die stärksten Argumente dieses Angebots. Der Höchsteinsatz von CHF 1’000 pro Wette und der Wallet-Deckel von CHF 9’999 engen den Spielraum für grosse Einzelwetten dagegen spürbar ein als bei manchem ausländischen Anbieter — wer mit vierstelligen Beträgen arbeiten will, merkt das schnell.

Loterie Romande Jouez Sport — das Angebot für die Westschweiz

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14 in Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Bewilligung ist dieselbe Art von Schweizer Sportwettenbewilligung für ein Grossspiel, unter denselben Bestimmungen des BGS nach Art. 21 bis 25, mit derselben Aufsicht durch die Gespa.

Was das für einen Wettenden in Genf oder Lausanne bedeutet: Jouez Sport ist nicht die zweite Wahl hinter Sporttip, sondern die eigene. Das Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im Gebiet der sechs Kantone offen, und wer in Freiburg wohnt und in Bern arbeitet, kann dort spielen, wo er gemeldet ist — nicht dort, wo er sein Handy benutzt.

Was Jouez Sport kostet, lässt sich am Sporttip-Modell nicht ablesen. Limiten, Mindest- und Höchsteinsätze, Auszahlungswege und allfällige Erhöhungen stehen in den Bedingungen der Loterie Romande, und wer mobil spielt, sollte sie vor der ersten Wette öffnen statt danach.

Der Vergleich mit Sporttip fällt in einem Punkt klar aus: Sporttip dokumentiert auf seinen öffentlichen Seiten, was es mit dem Geld tut — für 2025 verteilte Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz; aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Bei einer Veranstalterin mit 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden ist der gemeinnützige Zweck genauso gesetzlich festgelegt, aber die Zahlen stehen nicht in der öffentlichen Übersicht. Ein Wettender, der wissen will, wohin sein Einsatz fliesst, hat hier mehr zu suchen. Für die Westschweiz bleibt Jouez Sport trotzdem die einzige bewilligte Option, und das ist wichtiger als jede Vergleichstabelle.

MrXbet — ohne Schweizer Bewilligung

MrXbet hat keine Schweizer Bewilligung. Angeboten werden Sportwetten in der Schweiz nur von Swisslos und Loterie Romande; eine gemeldete Bewilligung hat nach Art. 4 BGS keine Geltung. Eine Verbindung zum Schweizer Sperrregister besteht nicht, ein Schweizer Rechtsweg ebenso wenig, und die Domain kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.

Über Limiten, Einsätze, Auszahlungszeiten oder Boni bei MrXbet lässt sich hier nichts sagen. Wer ein Konto dort in Betracht zieht, liest die Bedingungen des Anbieters selbst — und zwar die vollständigen, nicht die Zusammenfassung auf einer Vergleichsseite. Ein Anbieter, der in der Schweiz nicht auftreten darf, hat kein Interesse daran, seine Bedingungen auf Deutsch und in Schweizer Formatierung zu erklären.

Was bleibt, ist eine nüchterne Rechnung: Ein Konto bei MrXbet bringt keine Schweizer Aufsicht und kein Sperrregister. Der mögliche Vorteil liegt allein in einem grösseren Wettprogramm oder anderen Quoten. Ob das die fehlenden Schutzmechanismen aufwiegt, entscheidet jeder selbst. Die Antwort ist meistens nein.

Wettigo — ohne Schweizer Bewilligung

Wettigo hat keine Schweizer Bewilligung. Es gilt, was für alle ausländischen Anbieter in diesem Markt gilt: Eine gemeldete Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung, das Sperrregister erreicht das Konto nicht, und Schweizer Rechtsschutz besteht nicht.

Ein belastbarer Vergleich zu Limiten, Mindesteinsätzen oder Auszahlungsfristen lässt sich hier nicht führen. Wer zugreifen will, sollte zuerst die Auszahlungsbedingungen prüfen, bevor der erste Franken eingezahlt wird. Nicht aus Misstrauen, sondern weil die Reihenfolge bei einem Anbieter ohne Schweizer Aufsicht die einzige Kontrolle ist, die der Wettende in der Hand hält.

Der Name klingt nach Tempo und nach einem leichten Einstieg. Was bleibt, ist ein Wettprogramm, für das hier keine Schweizer Bewilligung besteht, und ein Konto, dessen Regeln niemand in der Schweiz überprüft. Wer den Reiz des Neuen sucht, findet ihn. Wer die Beschwerdestelle sucht, findet sie nicht.

Pribet — ohne Schweizer Bewilligung

Pribet hat keine Schweizer Bewilligung. Die Rechtslage ist bei allen acht ausländischen Namen identisch: keine Schweizer Bewilligung nach Art. 4 BGS, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Risiko für die Domain.

Limiten, Auszahlungszeiten und Boni kommen aus den Bedingungen des Anbieters. Sie sind hier nicht Teil des Vergleichs, weil darüber nichts feststeht, und eine Zahl zu erfinden wäre schlimmer als eine leere Zeile.

Was sich sagen lässt, ohne eine Zahl zu erfinden: Ein Schweizer Wettender, der sein Konto bei Pribet führt, ist in der Schweiz nicht geschützt. Wer das Angebot trotzdem prüft, sollte dies mit einem sehr kleinen Guthaben tun und die Auszahlung früh testen. Der Test kostet weniger als die Lektion, die er erspart.

HighFlyBet — ohne Schweizer Bewilligung

HighFlyBet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine Schweizer Bewilligung besitzt nur, wer unter den Veranstaltern nach kantonaler Regelung auftritt, und das sind zwei. Ein ausländisches Konto kennt weder Sperrregister noch Schweizer Aufsicht, und die Domain kann auf die Gespa-Sperrliste kommen.

Über die Höhe von Einsätzen, Limiten und Auszahlungsfristen bei HighFlyBet ist nichts bekannt, was einen Vergleich rechtfertigen würde. Wer die Plattform dennoch öffnet, sollte die Bedingungen zu Mindest- und Höchsteinsätzen und zu den Auszahlungswegen lesen, bevor er einzahlt.

Der Name verspricht Höhe. Der Blick auf die Bewilligungslage bleibt am Boden: kein Schweizer Veranstalter, keine Schweizer Aufsicht. Wer mobil eine Wette auf ein Fussballspiel sucht, findet bei den zwei bewilligten Veranstaltern ein vollständiges Angebot. Wer etwas anderes will, muss wissen, dass er es ohne Netz tut.

Boomerang Bet — ohne Schweizer Bewilligung

Boomerang Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Damit gilt die bekannte Konstellation: keine Schweizer Aufsicht, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Sperrlisten-Aufnahme.

Was Boomerang Bet an Einsätzen, Limiten oder Auszahlungen bietet, lässt sich hier nicht einordnen. Auch hier gilt: Der Wettende, der das prüfen will, liest die Auszahlungsbedingungen des Anbieters und beginnt mit einem kleinen Guthaben.

Der Name ist der witzigste in dieser Liste. Der Mechanismus dahinter ist es nicht: Ein Konto bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung kann in einem Verfahren gegen die Firma zur Konfiskation von Einsätzen und Gewinnen führen. Wer das Risiko eingeht, geht es bewusst ein.

AmunRa — ohne Schweizer Bewilligung

AmunRa hat keine Schweizer Bewilligung. Die Bewertung folgt derselben Linie wie bei den übrigen ausländischen Namen: keine Schweizer Zulassung, kein Schweizer Rechtsschutz, keine Einbindung in das Sperrregister.

Ein Vergleich zu den Konditionen dieses Anbieters ist hier nicht möglich. Wer ihn dennoch führen will, sollte die Sportwettenbedingungen lesen — Mindesteinsatz, Höchsteinsatz, Auszahlungsgrenzen, Bearbeitungszeiten — und dabei die Frage stellen, was passiert, wenn eine Auszahlung nicht kommt.

AmunRa ist ein Name aus einer anderen Welt, in einer Liste, in der es auf die Schweizer Bewilligung ankommt. Diese hat er nicht, und weiter trägt der Name nichts.

Betify — ohne Schweizer Bewilligung

Betify hat keine Schweizer Bewilligung. Eine gemeldete Bewilligung wirkt in der Schweiz nicht, das Sperrregister ist nicht angeschlossen, ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, und die Domain kann blockiert werden.

Was Betify an mobilen Funktionen, Limiten oder Zahlungswegen bietet, steht nicht fest, und daraus lässt sich kein Ranking bauen. Wer das Angebot prüfen will, tut es über die eigenen Bedingungen — und liest dort zuerst, wie und wie schnell ausgezahlt wird, nicht, wie hoch der Bonus ist.

Betify steht in dieser Liste, weil Schweizer Wettende ihm begegnen. Einen sachlichen Grund, ihn den zwei bewilligten Veranstaltern vorzuziehen, gibt es nicht.

Funbet — ohne Schweizer Bewilligung

Funbet hat keine Schweizer Bewilligung. Es gilt, was für die ganze Gruppe der ausländischen Namen gilt: keine Schweizer Bewilligung, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche DNS-Sperre.

Limiten und Konditionen dieses Anbieters lassen sich hier nicht bewerten, weil nichts darüber vorliegt. Wer dort spielt, sollte die eigenen Bankregeln der Plattform lesen. Der Name sagt freundlich klingend «Fun»; was davon nach der Auszahlung übrig bleibt, ist die offene Frage.

In der Schweiz gibt es zwei Veranstalter mit Bewilligung, und beide bieten Sportwetten auch mobil an. Das ist der Rahmen, in dem diese Liste zu lesen ist.

Was das Handy an Steuern kostet

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerbar; die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich. Der Freibetrag des Bundes liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, 2025 waren es CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab — deshalb «je nach Kanton», und deshalb wird hier keine kantonale Zahl genannt.

Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die durch die Deklaration in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Der typische Wettgewinner liegt weit darunter: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn. Eine Sportwette auf dem Handy ist damit steuerlich kein Sondertatbestand.

Bei ausländischen Anbietern sieht es anders aus. Deren Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als vollständig steuerbares Einkommen. Wer eine Wette auf dem Handy bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gewinnt, hat den Gewinn also im vollen Umfang zu deklarieren, in diesem Kanton ganz und in anderen nach deren Praxis.

Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht. Wer das Gegenteil liest, liest es falsch.

Diese Angaben sind allgemeine Informationen: Bei Fragen empfiehlt sich der Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.

Was am Handy tatsächlich auf dem Spiel steht

Zwei bewilligte Veranstalter, ein geschlossenes Wettprogramm, eine Wohnsitzbedingung, eine Wallet-Obergrenze von CHF 9’999, ein Höchsteinsatz von CHF 1’000 auf einer Einzelwette — das ist der Rahmen. Daneben acht Namen, die in der Schweiz keine Bewilligung haben und nichts von dem bieten, was an Schutz daran hängt.

Die Kosten dieses Rahmens sind echt: zweimal im Jahr gratis auszahlen oder 3 % tragen, keine Kredite, kein anonymes Auszahlen, keine Auszahlung an Dritte, ein Sperrregister, das Auszahlungen an Gesperrte ausschliesst. Für einen Wettenden, der diese Bedingungen für Fesseln hält, ist das die falsche Adresse. Für einen, der im Voraus weiss, wie viel er verlieren darf, sind sie der Grund, warum überhaupt gespielt wird.

Das Handy macht den Zugang kürzer, nicht das Risiko kleiner. Wer in der App ein Konto führt, sollte die Verlustlimiten an dem Abend setzen, an dem er sich registriert, nicht nach dem ersten schlechten Wochenende. Die 72 Stunden bis zur Erhöhung sind keine Schikane. Sie sind die einzige Bremse, die in einem Produkt noch funktioniert, das auf zwei Sekunden Entfernung zusammengeschrumpft ist.

Häufig gestellte Fragen

Wer darf in der Schweiz Sportwetten für das Smartphone anbieten?

Sportwetten sind ein Grossspiel und brauchen eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung. Die Kantone haben die Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Veranstaltergebiet offen.

Gilt die Bewilligung eines ausländischen Anbieters auch für Spielende in der Schweiz?

Nein. Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat nach Art. 4 BGS in der Schweiz keine Wirkung. Es gibt keine Anbindung an das schweizerische Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden.

Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette auf dem Handy gesetzt werden?

Bei Sporttip sind vor der ersten Teilnahme Limiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen. Die Oberlimite beträgt CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden; zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Die Zahl setzt der Wettende selbst.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote?

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird das Ergebnis zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese Rundung wirkt immer zugunsten des Veranstalters.

Wie hoch sind Mindest- und Höchsteinsatz bei Einzel- und Kombinationswetten?

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1. Der Höchsteinsatz beträgt CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; Wetten über der Limite werden nicht angenommen.

Inhalt erstellt vom Team «zahlungenwettench»