Heinz-Wette in der Schweiz: wer sie anbieten darf und was sie kostet
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Datenstand: Oktober 29, 2026, Bewilligungen geprüft gegen die Angaben der Gespa und der Schweizer Geldspielaufsicht nach dem Geldspielgesetz.
Wer eine Heinz-Wette spielen will, stösst in der Schweiz auf eine Zahl, die alle anderen überstrahlt: 57. So viele einzelne Wetten stecken in einer Systemwette auf sechs Auswahlen. Und er stösst auf eine zweite Zahl, die noch knapper ist: 2. So viele Veranstalter dürfen in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten. Was als Suche nach dem besten Heinz-Wettanbieter beginnt, endet damit bei einer Frage der Zulässigkeit und einer einzigen Multiplikation.
Der Bauplan einer Heinz-Wette: sechs Auswahlen, 57 Einzelwetten
Eine Heinz-Wette ist keine Wette, sondern ein Bündel. Sechs Auswahlen, und daraus wird jede Mehrfachwette gebildet, die sich aus ihnen überhaupt bilden lässt — ab dem Doppel, ohne Einzelwetten auf die sechs Voraussagen. Wer mit einer Kombiwette vertraut ist, kennt nur die eine Spitze dieses Bündels: die Wette, bei der alles aufgehen muss. Die Heinz-Wette legt darunter die ganze Pyramide.

Der Name kommt nicht von einem Buchmacher, sondern aus der angelsächsischen Wettsprache. Dort heisst die Kombination Heinz 57, und die Ziffer ist keine Werbefloskel, sondern eine schlichte Rechnung: Ein Spieler, der sechs Voraussagen nimmt und jede Kombination ab dem Doppel abdeckt, landet unweigerlich bei dieser Zahl. Es gibt keine Wahl, an welcher Stelle man kürzt.
| Kategorie | Anzahl Wetten | Anteil an den 57 |
|---|---|---|
| Doppelwetten | 15 | 26,3 % |
| Dreierwetten | 20 | 35,1 % |
| Vierfachwetten | 15 | 26,3 % |
| Fünffachwetten | 6 | 10,5 % |
| Sechsfachwette | 1 | 1,8 % |
Die Verteilung ist symmetrisch um die Mitte gebaut. Zwölf Doppelwetten und sechs Fünffachwetten bilden die Ränder, zwanzig Dreier und fünfzehn Vierfachwetten das Gewicht in der Mitte, und ganz oben steht eine einzige Sechsfachwette. Wer diese Tabelle liest, sieht bereits, woher die Kosten kommen: Nicht die oberste Linie trägt den Wettschein, sondern die Masse der kleinen Kombinationen.
Was eine Heinz-Wette von einer einfachen Kombination unterscheidet
Eine Kombiwette ist ein Alles-oder-nichts-Geschäft. Eine Heinz-Wette ist mehrere Dutzend dieser Geschäfte zugleich. Bei einer einzigen Kombination über sechs Voraussagen liegt der ganze Einsatz auf einer einzigen Linie, und eine falsche Voraussage beendet sie. Die Systemwette verteilt denselben Gedanken auf 57 Linien, und eine falsche Voraussage löscht nur jene Linien, in denen sie enthalten ist.

Das klingt nach einem Vorteil, und genau so wird es verkauft. Es ist auch einer — aber ein teurer. Die Verträglichkeit gegenüber Fehlern wird dadurch erkauft, dass der Gesamteinsatz auf das 57-Fache des Betrags pro Linie steigt. Der Spielende tauscht also die Chance auf einen grossen Einzeltreffer gegen eine grössere Zahl kleiner Chancen, und er bezahlt diesen Tausch mit einem vervielfachten Einsatz.
Ein zweiter Unterschied liegt in der Auszahlungswahrscheinlichkeit. Eine Kombination zahlt nur, wenn alle sechs Voraussagen aufgehen. Eine Heinz-Wette zahlt bereits bei zwei richtigen Auswahlen etwas aus. Richtig an der Stelle ist die Feststellung, dass der Weg zur ersten kleinen Auszahlung kürzer ist. Falsch wäre die Folgerung, dass aus einem System ein Vorteil gegenüber dem Buchmacher entsteht.
Super Heinz und Goliath: wo die Erweiterung aufhört
Der Super Heinz dehnt das Prinzip auf sieben Auswahlen aus. Aus ihnen entstehen 21 Doppelwetten, 35 Dreierwetten, 35 Vierfachwetten, 21 Fünffachwetten, 7 Sechsfachwetten und eine Siebenfachwette — 120 einzelne Wetten. Die Zahl steigt auf mehr als das Doppelte, obwohl nur eine Auswahl hinzukommt.
Der Goliath geht auf acht Auswahlen und setzt das Muster weiter fort. Alle drei zählen zu den Full-Cover-Wetten, die sämtliche möglichen Mehrfachwetten über eine bestimmte Anzahl von Auswahlen abdecken. Das ist die Definition, die dahintersteht: Es wird nichts ausgelassen und nichts hinzugefügt, nur ab dem Doppel gesammelt.
Der Sprung von 57 auf 120 Linien bei einer einzigen zusätzlichen Auswahl ist der beste Beleg dafür, dass die Zahl der Wetten nicht linear wächst. Wer mit sechs Voraussagen schon am Limit seines Budgets ist, für den ist der Super Heinz kein grösseres Vergnügen, sondern ein doppelt so teures. Die eine zusätzliche Voraussage kauft keine bessere Chance, sie kauft mehr Kombinationen.
Was eine Heinz-Wette unter dem Strich zurücklässt
Bei einer Heinz-Wette müssen mindestens zwei Auswahlen gewinnen, damit es überhaupt einen Ertrag gibt. Eine einzelne richtige Voraussage genügt nicht. Wer das zum ersten Mal hört, hält es für eine grosszügige Regel. Die Rechnung dahinter ist weniger grosszügig.
Zwei richtige Auswahlen bedeuten: genau eine Doppelwette hat gewonnen, und alle anderen 56 Linien sind verloren. Der Ertrag dieser einen Doppelwette deckt den Einsatz von 57 Linien in den seltensten Fällen. Die Systemwette ist deshalb kein Sicherheitsnetz, sondern eine andere Verteilung desselben Verlustrisikos.
Der Gesamteinsatz ist die erste und die wichtigste Kennzahl
Der Einsatz entscheidet, ob eine Heinz-Wette ins Budget passt, und er lässt sich vor dem ersten Tipp in Sekunden ausrechnen. Wer CHF 1 pro Linie setzt, bindet CHF 57. Bei CHF 2 pro Linie sind es CHF 114, bei CHF 5 sind es CHF 285. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz CHF 1; bei Jouez Sport liegt er online bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3 und für Multiples bei CHF 2.
Diese Kleinigkeit ist der Punkt, an dem die Systemwette teuer wird, ohne dass es im Wettschein auffällt. Die Zahl auf dem Bildschirm ist der Betrag pro Linie, und sie sieht harmlos aus. Der tatsächliche Einsatz steht erst in der Zusammenfassung des Scheins. Wer beim Spielen nicht nachrechnet, merkt den Unterschied an einer Stelle, an der er nicht mehr zu korrigieren ist: beim Kontostand.
| Betrag pro Linie | Gesamteinsatz für 57 Linien |
|---|---|
| CHF 1 | CHF 57 |
| CHF 2 | CHF 114 |
| CHF 5 | CHF 285 |
| CHF 10 | CHF 570 |
| CHF 20 | CHF 1’140 |
Wann der Gesamteinsatz am Wettschein vorbeigeht
Zwei Szenarien machen aus einer harmlosen Heinz-Wette eine teure Angelegenheit. Das erste ist die Angewohnheit, an einem Spieltag mehr als einen Schein zu spielen. Vier Heinz-Wetten mit CHF 2 pro Linie an einem Sonntag sind CHF 456. Der zweite Fall ist der Rest des Kontostands: Bei einem Guthaben von CHF 100 und einer Heinz-Wette mit CHF 2 pro Linie ist der Weg zum nächsten Spieltag mit einem Verlustlimit belegt, nicht mit Einsätzen.
So unangenehm das klingt, es ist die ehrlichste Information über diese Wette. Die Zahl der Linien ist fix. Der Betrag pro Linie ist die einzige Stellschraube, und sie liegt ganz beim Spielenden.
Die Obergrenzen trösten nur scheinbar
Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Bei Jouez Sport beträgt der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Diese Schwellen sind grosszügig gesetzt, und deshalb wird kaum ein Leser sie je berühren. Sie sind die Grenze, die der Veranstalter gegen sich selbst einzieht, nicht der Schutz des Spielenden. Der Schutz liegt beim eigenen Budget und bei der Verlustlimite, die vor der ersten Teilnahme zu setzen ist. Wer die Obergrenze als Sicherheit liest, verwechselt die Grenze des Anbieters mit der eigenen.
Der Wettrechner und die Auszahlung einer Systemwette
Ein Wettrechner für Systemwetten nimmt sechs Quoten und einen Betrag pro Linie und wirft Gesamteinsatz und Auszahlung aus. Das Werkzeug rechnet, was der Spielende ihm eingibt — es rechnet nicht das Risiko. Wer die Zahlen versteht, kann den Rechner benutzen, ohne die Mechanik zu glauben, die seine Oberfläche suggeriert.
Bei einer Kombination multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Voraussagen zu einem Preis. Bei einer Kombiwette aus drei Auswahlen mit den Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 beträgt die Gesamtquote 7.50. Bei sechs Auswahlen wird das Produkt schnell gross, und genau das ist der Grund, warum die Sechsfachwette in der Auszahlung so viel Gewicht trägt.
Ein illustratives Beispiel mit CHF 1 pro Linie
Nehmen wir ein Beispiel, das kein Angebot und kein Marktpreis ist: sechs Quoten von 1.50, 2.00, 2.50, 1.80, 2.20 und 3.00 und CHF 1 pro Linie. Der Gesamteinsatz liegt bei CHF 57. Das Produkt der sechs Quoten ergibt 44.55. Eine einzige Linie — die Sechsfachwette — würde also CHF 44.55 zurückbringen und damit noch nicht einmal den Einsatz decken.
Wer alle sechs Auswahlen richtig hat, bekommt nicht diese eine Linie, sondern alle 57 zugleich. Die Auszahlung ist die Summe über jede Linie, und weil die Quoten der Linien zwischen dem Produkt zweier Quoten und dem Produkt aller sechs liegen, hängt das Ergebnis sehr stark davon ab, welche Quoten man gewählt hat.
Das Band, in dem ein rechnerisches Ergebnis liegt
Dasselbe Sechsergespann ergibt bei CHF 1 pro Linie und sechs Richtigen je nach Rechnung ein Ergebnis in einem breiten Band. Zwei Paare unter den sechs Quoten — etwa 1.50 mit 3.00 und 2.00 mit 2.50 — ergeben je 4.50. Wer den Anteil der höchsten Linien betrachtet, sieht, dass die drei teuersten Kombinationen den grössten Teil des Ertrags tragen.
Die ehrliche Aussage lautet deshalb: Eine Heinz-Wette mit sechs richtigen Auswahlen bringt ein Vielfaches des Gesamteinsatzes zurück, und zwar grob in der Grössenordnung oberhalb des 12-Fachen. Ein Wettrechner, der für dieselben Quoten CHF 700 bis CHF 1’400 auswirft, liegt im Rahmen dessen, was aus den Eingaben folgt — die Spanne entsteht, weil die Quoten und die Zahl der richtigen Auswahlen das Ergebnis bestimmen, nicht weil der Rechner unsicher wäre. Als Band mit seiner Bedingung formuliert: Bei sechs Richtigen und CHF 1 pro Linie liegt die Auszahlung überschlägig zwischen CHF 700 und CHF 1’400; bei fünf Richtigen bleibt die Fünffachwette die grösste Linie und die Sechsfachwette fällt weg, was den Ertrag deutlich nach unten zieht.
Wer diese Grössenordnung für einen Gewinn hält, zahlt CHF 57 für die Aussicht auf einen vierstelligen Betrag und trägt dabei das Risiko, sechs Auswahlen richtig zu treffen. Die vorgelagerte Frage ist nicht die Höhe der Auszahlung, sondern die Wahrscheinlichkeit von sechs Treffern aus sechs.
Die Regel zur Auszahlung bei Sporttip — und wo sie Geld kostet
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote; bei Kombinationen wird mit der Gesamtquote gerechnet, dem Produkt der Einzelquoten. Danach folgt ein zweiter Schritt: Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das ist eine Randnotiz, bis sie auf 57 Linien trifft.
Wer alle 57 Auszahlungen einzeln abgerundet bekommt, verliert pro Linie bis zu fünf Rappen — im schlechtesten Fall also bis zu CHF 2.85 über den ganzen Wettschein. In der Praxis liegt der Betrag tiefer, und bei einer Heinz-Wette mit CHF 1 pro Linie ist er kaum spürbar. Die Richtung aber ist immer dieselbe, und sie zeigt nicht auf den Spielenden.
Vergleichbare Mechaniken sollten Spielende bei jedem Anbieter prüfen, bevor sie eine Systemwette platzieren. Ob auf zwei Stellen, auf zehn Rappen oder auf ganze Franken gerundet wird, steht im Reglement und nicht in der Werbung. Wer vierzig Systemwetten im Jahr spielt, merkt die Richtung irgendwann am Gesamtergebnis.
Wo Systemwetten in der Schweiz überhaupt erlaubt sind
In der Schweiz gibt es Systemwetten nur bei den beiden bewilligten Veranstaltern. Swisslos bietet sie unter dem Namen Sporttip an, die Loterie Romande unter dem Namen Jouez Sport. Andere Veranstalter dürfen in der Schweiz keine Sportwetten anbieten, und damit auch keine Systemwetten. Das ist keine Momentaufnahme eines im Umbau befindlichen Marktes, sondern die abgeschlossene Liste.
Die Einschränkung ist inhaltlich strenger, als sie klingt. Nicht nur, wer anbieten darf, ist geregelt; auch, worauf gespielt werden darf, ist es. Die zulässigen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten stehen in einer geschlossenen Liste. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie dort aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe ebenso, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über ein Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen, Eckball- und Kartenmärkte finden sich nicht in der Liste, und Esport kommt dort nicht vor.
Was das für eine Heinz-Wette bedeutet, ist konkret. Sechs Auswahlen müssen aus einem überschaubaren Angebot stammen. Wer eine Linie auf ein Ereignis legen will, das der Veranstalter nicht bewerben darf, endet in der Auswahl, nicht im Wettschein. Anders als bei einem Anbieter ohne Bewilligung, der nach eigenen Bedingungen arbeitet, ist die Auswahl bei Swisslos und der Loterie Romande nicht das Ergebnis von Marketing, sondern einer Bewilligung.
Wer sein Wohngebiet verlässt, verliert nicht nur den Anbieter, sondern den Zugang. Das gilt auch für die Sperre: Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich der Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Rechtliche Bestimmungen, die das Angebot formen
Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist, und werden von der Gespa in Bern beaufsichtigt — nicht von der ESBK, die nur die Casinos überwacht. Eine Bewilligung braucht den Veranstalter und zusätzlich ein Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt.
Die Rechtsfolgen daraus sind für den Leser dieser Seite praktisch. Wer in der Schweiz eine Heinz-Wette spielt, tut das bei einem Veranstalter, der einer Bewilligung für ein Grossspiel unterliegt. Wer ausserhalb spielt, entzieht sich nicht nur der Aufsicht, sondern auch jeder schweizerischen Kontrolle über das, was auf dem Wettschein stehen darf.
Die zwei Bewilligungen und ihre Gebiete
Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen. Ihr Sportprodukt Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Alle zusammen bilden das Swisslos-Vertragsgebiet.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt Lausanne als Kontaktadresse, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende.
Der Wohnsitz entscheidet also nicht nur über den Anbieter, sondern darüber, ob überhaupt ein Onlinekonto möglich ist. Für die Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, jede Person darf sich nur einmal registrieren, und die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.
Was bei Livewetten und Cash-Out gilt
Livewetten sind zulässig, wo der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat; eine gesetzliche Beschränkung auf einzelne Live-Märkte kennt das Gesetz nicht. Bei Sporttip gilt zusätzlich, dass die Wette unabhängig davon steht, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.
Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und deshalb eine Funktion des jeweiligen Veranstalters. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.
Für eine Heinz-Wette heisst das: Ein Cash-Out über eine einzelne Linie löst die Systemwette nicht auf. Wer den Schein vorzeitig schliessen will, behandelt 57 Linien als einen einzigen Vorgang — und bei einem Cash-Out verfällt ein allfälliger Boost. Wer mit dem Ausstieg aus einer Systemwette plant, plant mit einem Instrument, das für Einzelwetten gebaut wurde.
Der Kombiboost und die Hürde der Mindestquote
Bei Swisslos gibt es einen Kombiboost, der nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten gilt und mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 verlangt. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Für eine Heinz-Wette mit sechs Auswahlen ist damit die Vierer-Stufe erreichbar, sofern alle sechs Quoten mindestens 1.50 betragen. Der Bonus greift dann auf den Nettogewinn. Das ist ein echter Zusatz auf das Ergebnis, und er ist der einzige im Schweizer Systemwetten-Angebot, der eine sechslinige Heinz-Wette überhaupt berührt.
Bei den Quotenboosts und Profitboosts sind die Bedingungen enger. Sie gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; ein ausgeführtes Cash-Out lässt den Boost verfallen. Für eine Systemwette sind sie nicht anwendbar. Wer eine Heinz-Wette spielt, muss also mit der Vierer-Stufe des Kombiboosts rechnen und nicht mit dem, was die Werbung für einzelne Spiele verspricht.
Abhängige Ereignisse und die Bet-Builder-Regel
Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Für eine Heinz-Wette ist die Regel wichtiger, als sie aussieht. Sechs Auswahlen aus derselben Sportveranstaltung — etwa sechs Märkte eines Spiels — bilden genau den Fall, den die Sporttip-Regeln erfassen. Wer Auswahlen aus verschiedenen Spielen nimmt, ist nicht betroffen. Wer sie aus einem einzigen Spiel nimmt, riskiert, dass der ganze Schein ungültig wird und nur der Einsatz zurückkommt. Das ist kein verlorener Einsatz, aber eine verlorene Chance.
Absagen und der stille Umbau des Wettscheins
Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Bei einer Kombiwette ist das eine saubere Lösung.
Bei einer Heinz-Wette verändert sich damit die Struktur. Aus einer Sechsfachwette wird eine Fünffachwette, aus den Doppelwetten werden teilweise Einzelwetten mit Quote 1.00, und die Zahl der Linien mit echtem Ertrag spotenziell sinkt. Der Wettschein bleibt formal bestehen, sein Inhalt aber ist nicht mehr der geplante. Wer Auswahlen auf Spiele nimmt, deren Austragung unsicher ist — Nachholtermine, Witterungsrisiken, Turnierabsagen — trägt dieses Risiko über alle 57 Linien.
Die zwei bewilligten Veranstalter und die acht Marken daneben
Zehn Marken stehen im Vergleich, und nur zwei von ihnen tragen eine Schweizer Bewilligung. Für den Leser ist das die wichtigste Sortierung überhaupt, weil sie nicht Geschmack, sondern Zulässigkeit abbildet. Die Übersicht führt die Marken mit ihrem Bewilligungsstatus und der Stelle, die dahintersteht.
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalter oder Stelle |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja, Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel | Swisslos, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja, Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel | Loterie Romande, Lausanne |
| Rainbet | Nein, ohne Schweizer Bewilligung | keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz |
| BassBet | Nein, ohne Schweizer Bewilligung | keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz |
| Pribet | Nein, ohne Schweizer Bewilligung | keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz |
| Rabona | Nein, ohne Schweizer Bewilligung | keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz |
| GG.BET | Nein, ohne Schweizer Bewilligung | keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz |
| BetLabel | Nein, ohne Schweizer Bewilligung | keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz |
| Bettilt | Nein, ohne Schweizer Bewilligung | keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz |
| N1 Bet | Nein, ohne Schweizer Bewilligung | keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz |
Die untere Hälfte dieser Tabelle ist inhaltlich eine einzige Information, zehnfach wiederholt. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung. Wer bei einer dieser Marken eine Heinz-Wette platziert, spielt sie nach deren Reglement und nicht nach Schweizer Regeln. Das ist kein moralischer Vorbehalt, sondern eine Beschreibung dessen, was fehlt: die Anbindung an das Sperrregister, die Schweizer Aufsicht über die zulässigen Ereignisse und die Möglichkeit, einen Streit vor eine Schweizer Stelle zu tragen.
Wer sich für eine dieser Marken entscheidet, sollte sich die konkreten Bedingungen für Systemwetten in deren eigenen Regeln ansehen. Eine Heinz-Wette mit sechs Auswahlen ist technisch überall darstellbar; ob die Einsatzgrenzen, die Auszahlungsregeln und die Behandlung abgesagter Ereignisse den Schweizer Standards entsprechen, ist eine Frage an das jeweilige Reglement.
Der Vergleich der zehn Marken
Swisslos Sporttip: die höchste Systemgrenze der Schweiz
Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; das Sportprodukt heisst Sporttip. Die Bewilligung umfasst den Veranstalter und das Spiel und unterliegt der Aufsicht der Gespa. Ein Onlinekonto steht Personen offen, die im Vertragsgebiet wohnen — in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein.
Für eine Heinz-Wette sind die Einsatzgrenzen der erste konkrete Punkt. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Die Systemwette trägt also die höchste Grenze im ganzen Schweizer Angebot, das Zehnfache der Einzelwettengrenze. Wer CHF 1 pro Linie setzt, liegt mit CHF 57 Gesamteinsatz weit darunter; selbst CHF 20 pro Linie ergeben mit CHF 1’140 noch keinen Grenzfall. Erst ein Betrag von rund CHF 175 pro Linie bringt einen Wettschein an die Obergrenze — eine Grössenordnung, die für Privatspielende kaum je relevant wird.
Spannender als die Obergrenze ist die Untergrenze. CHF 1 pro Linie ist der Einstieg, und damit kostet die kleinste Heinz-Wette CHF 57 — ein Betrag, der bei einem kleinen Guthaben bereits die ganze Woche ausfüllt. In Kombination mit der Erhöhung der Limiten nach freiem Ermessen des Veranstalters relativiert sich die grosszügige Obergrenze.
Ein zweiter Kostenpunkt liegt in der Auszahlung. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten; das Resultat wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Über 57 Linien summiert sich diese Richtung, auch wenn sie klein bleibt.
Beim Kombiboost gibt es einen echten Zusatz: Er gilt nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 Quote; 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen auf den Nettogewinn, mit Limits bei Einsatz und Erhöhung. Eine sechslinige Heinz-Wette erreicht bei Quoten ab 1.50 die Vierer-Stufe. Der Gewinn liegt in einem Prozentaufschlag, nicht in einer neuen Wette.
Die Bet-Builder-Regel ist die unauffälligste Bedingung im ganzen Reglement. Abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich nur über diese Funktion kombinieren; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Sechs Auswahlen aus einem einzigen Spiel sind genau dieser Fall. Sechs Auswahlen aus verschiedenen Spielen nicht.
Bei einer Absage gilt: Wird ein Ereignis nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig; in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Für 57 Linien heisst das, dass sich die Zusammensetzung des Scheins verschiebt, nicht dass er verschwindet.
Wer eine Heinz-Wette nach Schweizer Regeln sucht, findet bei Sporttip die klarste Antwort: die höchste Systemgrenze des Marktes, eine erreichbare Bonusstufe und ein Reglement, das die Fälle, die eine Systemwette empfindlich treffen, ausdrücklich regelt.
Loterie Romande Jouez Sport: Westschweizer Systemwetten mit tieferen Grenzen
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse liegt an der Avenue de Provence 14 in Lausanne, das Haus zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Auch hier gilt die Veranstalter- und die Spielbewilligung für ein Grossspiel, beaufsichtigt durch die Gespa.
Die Einsatzgrenzen liegen tiefer als bei Sporttip und sind differenzierter aufgebaut. Der Mindesteinsatz online beträgt CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Heinz-Wette mit CHF 2 pro Linie kostet CHF 114 und liegt damit deutlich unter der Scheingrenze, auch bei mehreren Systemwetten an einem Tag.
Die Gewinngrenzen sind grosszügiger als die Einsatzgrenzen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Die Mindestquote von 1.10 ist für eine Heinz-Wette selten bindend, weil sechs Auswahlen unterhalb dieser Schwelle ungewöhnlich wären. Interessanter ist die Gesamtquote: Sie darf 100’000 nicht übersteigen, und eine Heinz-Wette mit sechs durchschnittlichen Quoten bleibt weit davon entfernt. Die Grenzen wirken sich also praktisch nicht aus.
Für Spielende in der Westschweiz bleibt ein Punkt: Es gibt keine Alternative. Wer in Genf, Lausanne oder Neuenburg wohnt, hat mit Jouez Sport den einzigen bewilligten Weg zu einer Systemwette. Die tiefere Obergrenze pro Einzelwette fällt dabei kaum ins Gewicht, weil der Gesamteinsatz einer Heinz-Wette über die Zahl der Linien und nicht über die Obergrenze entsteht.
Rainbet: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutz
Rainbet hat keine Schweizer Bewilligung. In der Schweiz dürfen nur Swisslos und die Loterie Romande Sportwetten anbieten. Eine ausländische Bewilligung hat hier keine Geltung, es besteht keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, und ein Schweizer Rechtsschutzweg fehlt. Die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren.
Für eine Heinz-Wette heisst das, dass die Schweizer Einsatzgrenzen für Systemwetten ebenso wenig gelten wie die Schweizer Regeln dazu, welche Ereignisse überhaupt bewettet werden dürfen. Wer dort spielt, spielt nach Rainbets Bedingungen.
BassBet: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutz
Bei BassBet gilt dasselbe Bild. Ohne Schweizer Bewilligung ist die Marke kein zulässiger Schweizer Veranstalter, und eine Bewilligung aus einem anderen Land entfaltet im Inland keine Wirkung. Das Sperrregister kennt das Konto nicht, und ein Streit landet nicht vor einer Schweizer Stelle.
Wer eine Heinz-Wette spielt, verlässt damit den Rahmen, in dem Einsatzgrenzen, Auszahlungsrundung und Absageregeln staatlich überprüfbar sind. Die Struktur der Wette kann identisch aussehen; der Rahmen ist ein anderer.
Pribet: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutz
Pribet trägt keine Schweizer Bewilligung. Damit fehlt die Anbindung an das schweizweite Register gesperrter Spielender, und es fehlt die Schweizer Aufsicht über die angebotenen Ereignisse. Eine Domain kann per DNS blockiert werden.
Für eine Systemwette mit 57 Linien ist das der Punkt, an dem Unterschiede sichtbar werden. Streitfälle über einzelne Linien sind bei einer Systemwette unvermeidlich häufiger als bei einer Einzelwette. Ohne Schweizer Aufsichtsweg bleibt davon nichts übrig als der Schriftwechsel mit dem Anbieter.
Rabona: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutz
Rabona ist kein bewilligter Schweizer Veranstalter. Die ausländische Zulassung hat in der Schweiz keine Kraft, eine Verbindung zum Sperrregister besteht nicht, und Schweizer Rechtsschutz fehlt. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen.
Wer hier eine Heinz-Wette platziert, tut das ohne die Kontrolle, die einem Schweizer Veranstalter auferlegt ist — und ohne die Einsatzgrenzen, die in der Schweiz für Systemwetten gelten.
GG.BET: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutz
GG.BET gehört zur Gruppe der Marken ohne Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung aus einem anderen Land gilt in der Schweiz nicht, das Sperrregister ist nicht angebunden, und ein Schweizer Rechtsschutzweg besteht nicht.
Die Heinz-Wette ist technisch auch dort darstellbar. Was fehlt, ist die Schweizer Prüfung, ob die sechs Auswahlen überhaupt auf zulässige Ereignisse fallen — und die Schweizer Stelle, an die man sich wenden kann, wenn der Wettschein anders abgerechnet wird, als man ihn verstanden hat.
BetLabel: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutz
BetLabel hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz anbieten; eine ausländische Bewilligung bleibt hier ohne Wirkung. Eine Anbindung an das Sperrregister besteht nicht, Schweizer Rechtsschutz ebenso wenig.
Wer eine Heinz-Wette spielt, sollte sich in diesem Fall die Regeln zur Auszahlung von Teiltreffern besonders genau ansehen. Genau dort, wo eine Systemwette ihre Struktur zeigt, ist die Prüfung durch eine Schweizer Aufsicht nicht vorhanden.
Bettilt: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutz
Bettilt trägt keine Schweizer Bewilligung. Die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden, eine Verbindung zum schweizweiten Sperrregister besteht nicht, und Schweizer Rechtsschutz fehlt.
Wer eine Heinz-Wette bei Bettilt platziert, spielt sie nach Bettilts Reglement. Ob und wie Teiltreffer ausgezahlt werden, steht dort — nicht in Schweizer Regeln. Für den Kostenvergleich heisst das: Die 57 Linien sind auch dort 57 Linien, aber niemand prüft von Amtes wegen, ob sie so abgerechnet werden, wie es das Reglement verspricht.
N1 Bet: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutz
N1 Bet führt keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Zulassung hat hier keine Kraft, das Sperrregister ist nicht angebunden, und Schweizer Schutzmechanismen fehlen.
Für eine Heinz-Wette bedeutet das den Verzicht auf die Schweizer Einsatzgrenzen, auf die Schweizer Aufsicht über zulässige Ereignisse und auf einen Schweizer Rechtsschutzweg. Wer dennoch dort spielt, sollte den Gesamteinsatz umso genauer vorher ausrechnen — die 57-fache Multiplikation gilt unabhängig davon, wer die Bewilligung ausstellt.
Was die acht Marken ohne Bewilligung gemeinsam haben
Acht der zehn betrachteten Marken haben keine Schweizer Bewilligung, und bei keiner von ihnen ist eine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz erkennbar. Damit entfällt bei ihnen der grösste Teil dessen, was die Schweizer Regelung bezweckt: geprüfte Wettarten, feste Einsatzgrenzen für Systemwetten, die Anbindung an das Sperrregister und die Möglichkeit, einen Streit vor eine Schweizer Stelle zu tragen.
Die Folge für eine Heinz-Wette ist eindeutig. Wer 57 Linien nach Schweizer Regeln spielen will, kommt an Swisslos und der Loterie Romande nicht vorbei. Wer sich für eine ausländische Marke entscheidet, entscheidet sich für ein fremdes Reglement — und dafür, die Schweizer Schutzmechanismen nicht zu haben.
Was die Ränder des Angebots kosten
Der Vergleich der zehn Marken endet bei einer unbequemen Beobachtung. Zwei Marken sind zulässig, acht sind es nicht, und die acht teilen sich ein einziges Merkmal. Ein Vergleich, der zehn Namen nebeneinanderstellt, erzeugt eine Auswahl, die es nicht gibt.
Die zwei zulässigen Marken unterscheiden sich dagegen in einem Punkt, den man nicht durch Vergleichen auflösen kann: Ihrem Gebiet. Wer in Zürich wohnt, kann kein Konto bei der Loterie Romande führen, und wer in Genf wohnt, keines bei Swisslos. Die Wahl zwischen Swisslos und Jouez Sport ist deshalb für die meisten Leser gar keine Wahl, sondern eine Frage des Wohnsitzes. Wer umzieht, wechselt nicht den Anbieter nach Geschmack, sondern nach Kantonsgrenze.
Bleibt die Frage nach den Einsatzgrenzen. Swisslos setzt die Systemgrenze bei CHF 10’000, Jouez Sport begrenzt den Wettschein mit Multiples auf CHF 7’500 und die Einzelwette auf CHF 500. Für eine Heinz-Wette mit dem doppelten Minimum — CHF 2 pro Linie bei Sporttip wären es CHF 114, bei Jouez Sport ebenfalls CHF 114 — spielen diese Zahlen keine Rolle. Sie werden erst interessant, wenn jemand mit hohen Beträgen pro Linie arbeitet, und wer das tut, sollte sich die Verlustlimiten genauer ansehen als die Obergrenzen.
Der eigentliche Kostenvergleich liegt deshalb nicht zwischen den Anbietern, sondern zwischen der Heinz-Wette und ihren Alternativen. Eine Einzelwette über CHF 10 kostet CHF 10. Eine Kombiwette über sechs Auswahlen kostet CHF 10 und zahlt nur bei sechs Richtigen. Eine Heinz-Wette über CHF 10 pro Linie kostet CHF 570 und zahlt ab zwei Richtigen etwas aus. Die drei Varianten unterscheiden sich nicht in der Chance, sondern in der Verteilung von Einsatz und Rückfluss.
Verantwortungsvoll spielen, wenn 57 Linien aus einer Idee werden
Eine Heinz-Wette bündelt 57 Einzelwetten in einem Vorgang, und der Gesamteinsatz steigt entsprechend. Der Veranstalter muss deshalb einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Gesetzt werden diese Limiten vom Spielenden selbst und nicht vom Staat; eine staatlich festgelegte Einzahlungsobergrenze kennt die Schweiz nicht. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.
Bei der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Diese Werte sind Obergrenzen, nicht Empfehlungen: Wer CHF 9’999 für 30 Tage einträgt, hat eine Grenze gesetzt, die für eine Heinz-Wette irrelevant ist.
Die Spielsperre ist das zweite Instrument. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich der Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben, und ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Wer von der Teilnahme ausgeschlossen ist oder das Mindestalter nicht erreicht, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Bei einer Heinz-Wette trifft das alle 57 Linien zugleich.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; unter 18 Jahren ist die Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Die Online-Registrierung verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, eine bestehende Spielsperre schliesst sie aus, und jede Person darf sich nur einmal registrieren; die Ausweisdaten werden gegen Adress-Datenbanken geprüft.
Ein Konto bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung umgeht dieses Register. Das ist keine Kleinigkeit: Eine bestehende Sperre verliert ihre Wirkung, weil der Anbieter sie nicht kennt. Wer eine Verlustlimite bei Sporttip oder Jouez Sport hinterlegt hat, sollte davon ausgehen, dass sie für ein Konto bei einer ausländischen Marke nicht existiert.
Bei der Steuer gilt es, eine verbreitete Annahme zu korrigieren: Die Schweiz kennt keine Wettsteuer auf den Einsatz. Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen, zu denen der Steuerfreibetrag gehört, sind bis zu einer Schwelle steuerfrei und werden erst darüber steuerbar; der Freibetrag liegt für die Bundessteuer ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, nachdem er 2025 CHF 1’070’400 betrug. Ein typischer Wettender gewinnt weit darunter und zahlt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Die kantonale Schwelle weicht ab, weshalb die Aussage je nach Kanton gilt. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, werden aber nach der kantonalen Praxis — etwa im Thurgau — als volles Einkommen behandelt, unabhängig von der Höhe. Wer das für sich klären will, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.
Ein letzter Punkt betrifft die Werbung. Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. Was ein Anbieter an Boni und Bedingungen führt, steht ausschliesslich in seinen eigenen Bestimmungen.
Häufige Fragen zur Heinz-Wette
Wie funktioniert eine Heinz-Wette?
Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf sechs Auswahlen, aus denen alle Mehrfachwetten ab dem Doppel gebildet werden — 15 Doppelwetten, 20 Dreierwetten, 15 Vierfachwetten, 6 Fünffachwetten und 1 Sechsfachwette, zusammen 57 Einzelwetten. Der Gesamteinsatz ergibt sich aus dem Betrag pro Linie mal 57; Einzelwetten auf die sechs Auswahlen sind nicht enthalten.
Aus wie vielen Einzelwetten besteht eine Heinz-Wette, und was unterscheidet sie von der Super-Heinz-Wette?
Die Heinz-Wette umfasst 57 Einzelwetten auf sechs Auswahlen. Die Super-Heinz-Wette erweitert das Prinzip auf sieben Auswahlen und kommt auf 120 Einzelwetten: 21 Doppel-, 35 Dreier-, 35 Vierfach-, 21 Fünffach- und 7 Sechsfachwetten sowie eine Siebenfachwette. Beide zählen zu den Full-Cover-Wetten, doch die Erweiterung verdoppelt den Gesamteinsatz bei nur einer zusätzlichen Auswahl.
Wie hoch fällt der Gesamteinsatz aus, wenn pro Einzelwette ein fester Betrag gilt?
Der Gesamteinsatz ist der Betrag pro Linie multipliziert mit 57. CHF 1 pro Linie ergeben CHF 57, CHF 5 ergeben CHF 285, CHF 10 ergeben CHF 570. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz CHF 1, bei Jouez Sport online CHF 2. Die Obergrenze für eine Systemwette liegt bei Sporttip bei CHF 10’000, der Wettschein mit Multiples bei Jouez Sport bei höchstens CHF 7’500.
Wie viele Auswahlen müssen mindestens richtig sein, damit eine Heinz-Wette etwas auszahlt?
Mindestens zwei Auswahlen müssen gewinnen, damit es einen Ertrag gibt; eine einzelne richtige Auswahl genügt nicht. Zwei Richtige bringen genau eine Doppelwette, drei Richtige drei Doppelwetten und eine Dreierwette. Erst bei vier oder fünf Richtigen kann der Ertrag den Gesamteinsatz von 57 Einheiten übersteigen.
Welche Einsatzgrenzen gelten bei Systemwetten von Sporttip?
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Welche Anbieter in der Schweiz dürfen Systemwetten wie die Heinz-Wette anbieten, und wer kontrolliert das?
Nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport dürfen Sportwetten und damit Systemwetten in der Schweiz anbieten. Beide arbeiten unter einer Veranstalter- und einer Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz und werden von der Gespa in Bern beaufsichtigt, nicht von der ESBK.
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Inhalt erstellt vom Team «zahlungenwettench»
